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Struff gegen Medwedew in Peking: Analyse, Quoten & Prognose zum Achtelfinale (03.10.2026)

Natalia Schubert
| veröffentlicht am: 02.10.26
geprüft von Sebastian Vierheim | 4 Min. Lesezeit

Jan-Lennard Struff trifft am Samstag, 3. Oktober, im Achtelfinale der China Open auf Daniil Medwedew. Laut ATP-Spielplan ist die Partie als drittes Match auf dem Lotus Court angesetzt, nicht vor 17:00 Uhr Ortszeit und damit frühestens um 11:00 Uhr MESZ. Es ist das Wiedersehen mit dem Mann, den Struff im Juli in Wimbledon in drei Sätzen aus dem Turnier warf.


Struff gegen Tirante, Medwedew gegen Carreño Busta: So kamen beide ins Achtelfinale

Struff brauchte zum Auftakt am Mittwoch nur 66 Minuten. Gegen den Argentinier Thiago Agustín Tirante gewann der 36-Jährige mit 6:1, 6:4, den ersten Satz holte er laut tennisnet in 27 Minuten, im zweiten reichte ein Break beim Stand von 4:3. Struff ist ungesetzt, als Nummer 59 der Weltrangliste liegt er in diesem Feld weit hinter den Favoriten.

Medwedew folgte am Freitag. Der an Position drei gesetzte Russe schlug den Qualifikanten Pablo Carreño Busta mit 6:4, 6:2 in 81 Minuten. Laut tennisnet servierte er dabei zwölf Asse, wehrte alle drei Breakbälle ab und kam auf 26 Gewinnschläge bei 18 unerzwungenen Fehlern. Im Anschluss sagte er über die Bedingungen: „Der Platz ist extrem langsam, vor allem in den Tagessessions.“ Das ist für dieses Duell ein wichtiger Satz, denn Struff lebt von Aufschlag und schnellen Punkten am Netz.

Die Ausgangslage im Turnier: Mit Alexander Zverev an Nummer eins und Novak Djokovic ist Peking stark besetzt. Wie es zur Setzliste ohne Jannik Sinner kam, steht in unserem Artikel zu Zverev als Nummer eins in Peking. Was die offene Frage nach Sinners Rückkehr in Shanghai für Zverev bedeutet, ordnen wir im Beitrag Sinner und Shanghai ein.


Formkurve und direkter Vergleich: Medwedew führt auf Hartplatz 5:0

Kennzahl Jan-Lennard Struff Daniil Medwedew
Weltrangliste 59 6
Setzplatz in Peking ungesetzt 3
Saisonbilanz 2026 14:17 Siege 38:16 Siege
Titel 2026 keiner Brisbane, Dubai, Hangzhou
Auftakt in Peking 6:1, 6:4 gegen Tirante 6:4, 6:2 gegen Carreño Busta
Duelle auf Hartplatz (ATP-Ebene) 0 Siege 5 Siege
Direkter Vergleich (ATP-Ebene) 2 Siege 8 Siege

Quelle: ATP, abgerufen am 02.10.2026, 15:08 Uhr. Medwedews Saisonbilanz entspricht dem Stand nach dem Titel in Hangzhou, der Auftaktsieg in Peking ist darin noch nicht enthalten.

Medwedew kommt mit einem Titel aus Hangzhou

Medwedew reist mit Rückenwind an. Am 29. September gewann er das Finale in Hangzhou gegen Andrey Rublev mit 7:5, 6:4, schlug dabei 23 Asse und holte seinen dritten Titel der Saison nach Brisbane und Dubai. Es war sein 24. Turniersieg auf der ATP-Tour. Mit 27 Siegen auf Hartplatz liegt er 2026 laut ATP gleichauf mit Zverev an der Spitze der Tour, im Race nach Turin steht er auf Platz acht und kämpft um einen Platz bei den ATP Finals.

Struff zwischen Wimbledon-Coup und Doppelfehlern

Struffs Saison hat zwei Gesichter. In Wimbledon stand er mit 36 Jahren erstmals in einem Grand-Slam-Viertelfinale, auf dem Weg dorthin schlug er Medwedew in der dritten Runde mit 7:6 (4), 7:6 (5), 7:5 und danach Hubert Hurkacz, erst Jannik Sinner stoppte ihn. Bei den US Open schied er dagegen am 3. September in Runde zwei gegen Francisco Cerúndolo in fünf Sätzen aus, mit 16 Doppelfehlern. Seine Saisonbilanz ist laut ATP mit 14 Siegen bei 17 Niederlagen negativ.

Der direkte Vergleich spricht klar für Medwedew. Auf ATP-Ebene führt er 8:2, Struffs zwei Siege kamen beide auf Rasen (Halle 2021, Wimbledon 2026). Alle fünf Duelle auf Hartplatz gingen an Medwedew, vier davon in zwei Sätzen, zuletzt 6:3, 6:2 in Marseille und 6:4, 7:6 (4) in Dubai, beide 2025.


Quoten zu Struff gegen Medwedew: Der Markt sieht einen klaren Favoriten

Markt Struff Medwedew
Sieg 5,24 1,15
Satzhandicap (Struff +1,5 / Medwedew -1,5) 2,50 1,55
Spielehandicap (Struff +4,5 / Medwedew -4,5) 1,90 1,83
Gesamtspiele 20,5 Über 1,80 Unter 1,95

Stand der Quoten: 02.10.2026, 15:06 Uhr, Durchschnittswerte aus dem Quotenvergleich. Ohne Marge entspricht die Siegquote einer Chance von 82 Prozent für Medwedew. Als Einzelwette ist 1,15 zu niedrig, Struffs 5,24 trägt nur, wenn man ihm deutlich mehr als 18 Prozent zutraut. Interessanter ist der Satzmarkt: Ein Sieg Medwedews in zwei Sätzen ist am Markt mit knapp 62 Prozent bewertet. Beim Spielehandicap von 4,5 und bei 20,5 Gesamtspielen liegen beide Seiten nahe bei 50 Prozent. Der Markt rechnet also mit einem Abstand von rund fünf Spielen und einem Match um die 20 Spiele, was etwa einem 6:4, 6:4 entspricht.


Prognose Struff gegen Medwedew: Warum der Satzmarkt mehr hergibt als die Siegquote

Der langsame Platz in Peking nimmt Struff einen Teil seiner Waffe. Medwedew steht weit hinter der Grundlinie, bekommt mehr Zeit für den Return und kann lange Ballwechsel erzwingen, in denen Struff bei Weitem nicht so sicher ist. In Wimbledon funktionierte Struffs Spiel auf schnellem Rasen, auf Hartplatz hat er gegen Medwedew in fünf Anläufen auf Tour-Ebene keinen Sieg und nur einen Satz geholt.

Haupt-Tipp: Medwedew gewinnt in zwei Sätzen (Satzhandicap -1,5) · Quote 1,55 (Stand 02.10., 15:06 Uhr)

Medwedew gewann das Finale in Hangzhou und seinen Auftakt in Peking jeweils in zwei Sätzen, gab gegen Carreño Busta keinen Aufschlag ab und spielt auf einem Belag, der ihm entgegenkommt. Struff hat in vier der fünf Hartplatz-Duelle keinen Satz gewonnen, und seine Doppelfehler aus New York zeigen, dass sein Aufschlag unter Druck wackelt. Die Redaktion sieht einen Zweisatzsieg Medwedews bei 66 Prozent, das ergibt eine faire Quote von 1,52, die Marktquote von 1,55 liegt leicht darüber. Gegen den Tipp spricht die Wimbledon-Partie: Struff nahm Medwedew dort zwei Tiebreaks ab, und schon ein einziger Satz für Struff kippt diesen Markt. Verworfen haben wir Medwedew mit -4,5 Spielen zu 1,83, weil zwei der vier Zweisatzsiege auf Hartplatz einen kleineren Abstand hatten und schon ein Tiebreak den nötigen Abstand von fünf Spielen schnell kosten kann.

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Natalia Schubert - Sportjournalistin |
Natalia Schubert Natalia Schubert ist Fußballanalystin und Sportjournalistin mit über zwölf Jahren Erfahrung in der datenbasierten Spielanalyse. Sie studierte Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln und arbeitet mit professionellen Analyseplattformen wie Wyscout, InStat und Opta. Bei wetttippsheute.net verantwortet sie taktische Spielvorschauen, Hintergrundanalysen und die statistische Einordnung von Partien aus der Bundesliga, Champions League und weiteren internationalen Wettbewerben. Pro Saison verfolgt und analysiert sie über 300 Spiele.
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