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Sinner und Shanghai: Was die Rückkehr-Frage für Zverevs Weg zur Nummer eins bedeutet (02.10.2026)

Natalia Schubert
| veröffentlicht am: 02.10.26
geprüft von Sebastian Vierheim | 4 Min. Lesezeit

Ob Jannik Sinner beim Masters in Shanghai ab dem 7. Oktober zurückkehrt, war bis Freitag, 2. Oktober, 11:20 Uhr offiziell nicht entschieden. Für Alexander Zverev, der in Peking am Samstag im Achtelfinale auf Juncheng Shang trifft, hängt an dieser Frage, ob er schon Mitte Oktober die Nummer eins der Welt werden kann.

Sinner hatte das ATP-500-Turnier in Peking am 25. September abgesagt. „Mein Knie ist noch nicht dort, wo ich es haben möchte“, begründete der Südtiroler den Verzicht, wie Ubitennis berichtete. Sein bislang letztes Match war das Wimbledon-Finale, das er in vier Sätzen gegen Zverev gewann. Spielt er in Shanghai, wäre es sein erstes Turnier seit rund drei Monaten.

Sky Sport Italia meldete am Mittwoch, die Sehnenentzündung im rechten Knie sei klinisch überstanden, die Entscheidung solle am Donnerstag fallen. Der Donnerstag verging ohne Mitteilung, am Freitagvormittag führte Sky Sport Italia weiter „attesa la decisione per Shanghai“ als letzten Stand. Laut La Stampa, zitiert von Ubitennis, trainiert Sinner seit etwa zehn Tagen in Monte Carlo und spielt nur bei voller Fitness.

Weder Sinner noch die ATP hatten sich bis Freitag, 11:20 Uhr, geäußert. Alle Angaben zu seinem Zustand sind deshalb Berichte.


1.370 Punkte Rückstand: So rechnet sich Zverevs Weg an die Spitze der Weltrangliste

In der aktuellen Weltrangliste der ATP führt Sinner mit 11.000 Punkten, Zverev folgt mit 9.630 Punkten. Der Abstand schmilzt schon in dieser Woche. Sinner verliert die 500 Punkte aus seinem Peking-Titel des Vorjahres, Zverev muss dort nur 100 Punkte verteidigen. Gewinnt der Deutsche das Turnier, kommen 400 Punkte netto dazu. Rechnerisch läge er danach nur noch 470 Punkte hinter Sinner.

Turnier bis Saisonende Punkte für den Sieg Sinner verteidigt Zverev verteidigt
Peking (ATP 500) 500 500 100
Shanghai (Masters 1000) 1.000 50 50
Wien (ATP 500) 500 500 330
Paris-Bercy (Masters 1000) 1.000 1.000 400
ATP Finals Turin 1.500 1.500 200
Summe 4.500 3.550 1.080

Stand: 02.10.2026. Punkte zu verteidigen laut sportschau, Ranglistenstand laut ATP und tennisnet.

Den schnellsten Weg beschreibt die ATP selbst: Zverev kann bereits nach dem Masters in Shanghai die Nummer eins sein, wenn er Peking und Shanghai gewinnt und Sinner in Shanghai vor dem Achtelfinale ausscheidet. Fehlt Sinner, fällt diese Bedingung leichter. Erreicht er die zweite Turnierwoche, verschiebt sich das Duell in die Hallensaison nach Wien und Paris. Dort verteidigt Sinner 1.500 Punkte, Zverev 730.

In der Jahreswertung ist Zverev bereits vorn. Im Race nach Turin, das nur die Ergebnisse von 2026 zählt, führte er laut ATP am Freitag mit 8.700 zu 7.950 Punkten. Gelingt der Sprung an die Spitze, wäre Zverev nach Boris Becker erst der zweite Deutsche als Nummer eins der Männer.


Zverev gegen Shang: Was für das Achtelfinale in Peking spricht und was dagegen

Zum Auftakt schlug Zverev am Donnerstag Cameron Norrie mit 7:6 (1), 6:4. Laut ATP war es sein achter Einzelsieg in Folge, auf Hartplatz hat er in dieser Saison 28 Matches gewonnen, so viele wie kein anderer Spieler. Leicht fiel ihm der Start nicht: Er sei erst zwei Tage zuvor angereist und spüre den Jetlag, sagte er nach dem Match. Am Freitag gewann er zudem mit Marcelo Melo im Doppel gegen Frantzen und Haase 6:2, 7:5. Den Weg nach Peking haben wir zum Auftakt gegen Norrie beschrieben.

Sein Gegner Juncheng Shang ist mit einer Wildcard im Feld und setzte sich gegen Sebastián Báez mit 5:7, 6:3, 7:5 durch. Laut ATP war es sein erster Sieg in Peking nach drei Auftaktniederlagen. Der 21-Jährige gewann 2024 in Chengdu als erster Chinese ein ATP-Turnier in der Heimat und spielt mit links. Gegen Linkshänder hat Zverev laut ATP 47 seiner letzten 48 Matches gewonnen. Ein direktes Duell der beiden führt die ATP nicht.

Angesetzt ist das Achtelfinale für Samstag, 3. Oktober. Der Quotenvergleich führte es mit Beginn 04:00 Uhr MESZ, den Spielplan für Samstag hatte die ATP bis Freitag, 11:20 Uhr, noch nicht veröffentlicht.


Quoten zu Zverev gegen Shang: Siegquote 1,06, Spielraum nur bei Handicap und Spielen

Markt Auswahl Quote
Sieger (6 Anbieter) Zverev / Shang 1,06 / 8,83
Satzhandicap (3 Anbieter) Zverev -1,5 / Shang +1,5 1,33 / 3,20
Spielehandicap (2 Anbieter) Zverev -4,5 / Shang +4,5 1,80 / 2,20
Gesamtspiele 20,5 (2 Anbieter) Über / Unter 1,95 / 1,83
Gesamtspiele 19,5 Über / Unter 1,73 / 2,10

Stand der Quoten: 02.10.2026, 11:15 Uhr MESZ, Durchschnittswerte aus dem Quotenvergleich. Ohne Marge entspricht die Siegquote einer Wahrscheinlichkeit von gut 89 Prozent für Zverev, das Satzhandicap einer Chance von rund 71 Prozent auf einen Sieg in zwei Sätzen. Auf den Turniersieg in Peking oder Shanghai führte der Vergleich weiterhin keine Kurse. Weitere Märkte im Tennis erklärt unsere Seite zu den Tennis-Wetten.


Über 20,5 Spiele bei Zverev gegen Shang: Warum die Linie zu niedrig liegt

Tipp: Über 20,5 Spiele bei Zverev gegen Shang · Quote 1,95 (Stand 02.10., 11:15 Uhr)

Schon Zverevs Auftakt lag über dieser Linie: Gegen Norrie kamen in zwei Sätzen 23 Spiele zusammen, obwohl der Deutsche gegen Linkshänder seit Jahren fast nie verliert. Für Über 20,5 genügt bei zwei Sätzen meist schon ein Tiebreak oder ein 7:5 neben einem 6:4, ein dritter Satz entscheidet die Wette praktisch allein. Shang spielt vor heimischem Publikum, hat gegen Báez nach Satzrückstand drei Sätze durchgestanden und war dort als Favorit gestartet. Zverev selbst nennt Jetlag und den Wechsel von der Halle ins Freie, dazu kommt die Belastung aus dem Doppel. Die Redaktion sieht Über 20,5 bei 54 Prozent, das entspricht einer fairen Quote von 1,85, die Marktquote von 1,95 liegt darüber. Verworfen wurde Zverev -4,5 Spiele zu 1,80: Gegen Norrie lag sein Vorsprung bei nur drei Spielen, ein 6:4, 6:4 würde dieses Handicap bereits verfehlen.

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Natalia Schubert - Sportjournalistin |
Natalia Schubert Natalia Schubert ist Fußballanalystin und Sportjournalistin mit über zwölf Jahren Erfahrung in der datenbasierten Spielanalyse. Sie studierte Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln und arbeitet mit professionellen Analyseplattformen wie Wyscout, InStat und Opta. Bei wetttippsheute.net verantwortet sie taktische Spielvorschauen, Hintergrundanalysen und die statistische Einordnung von Partien aus der Bundesliga, Champions League und weiteren internationalen Wettbewerben. Pro Saison verfolgt und analysiert sie über 300 Spiele.
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