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Sinner sagt ab: Zverev als Nummer 1 in Peking gesetzt, Auftakt gegen Norrie (ab 30.09.2026)

Natalia Schubert
| veröffentlicht am: 28.09.26 (aktualisiert: 29.09.26)
geprüft von Sebastian Vierheim | 4 Min. Lesezeit

Alexander Zverev geht als topgesetzter Spieler in das ATP-500-Turnier von Peking, das vom 30. September bis 6. Oktober 2026 im National Tennis Center ausgetragen wird. Titelverteidiger Jannik Sinner hat wegen Knieproblemen abgesagt, Zverev eröffnet am Mittwoch oder Donnerstag gegen den Briten Cameron Norrie.

Sinner zog seine Meldung am Freitag, dem 25. September, zurück. „Mein Knie ist nicht so gut, wie ich es gerne hätte“, zitierte ihn die sportschau. Seit seinem Finalsieg in Wimbledon gegen Zverev hat der Italiener kein offizielles Match mehr bestritten. Mit der Absage verliert er die 500 Punkte aus seinem Pekinger Titel von 2025, ins Hauptfeld rückt für ihn der Franzose Quentin Halys nach.

Zverev reist mit einem Erfolgserlebnis nach China. Am Sonntag holte er beim Laver Cup in London den entscheidenden Punkt für Europa, er schlug Learner Tien mit 7:6 (7:3) und 6:3, das Team gewann 13:5. Zuvor hatte er im selben Wettbewerb gegen Alex de Minaur verloren. Weltranglistenpunkte vergibt der Laver Cup nicht.

Die Auslosung vom 28. September hat Zverev ein prominent besetztes Viertel beschert. In der zweiten Runde trifft er auf den Sieger der Partie zwischen Wildcard-Starter Shang Juncheng und Sebastián Báez. Im Viertelfinale wäre Novak Djokovic der gesetzte Gegner, der an Position sechs geführt wird und zum Auftakt auf Nuno Borges trifft. Djokovic spielt erstmals seit 2015 wieder in Peking, hat das Turnier sechsmal gewonnen und dort keines seiner 29 Matches verloren. Im direkten Vergleich mit Zverev führt er laut ATP mit 9:5, das jüngste Duell bei den French Open 2025 ging an ihn. In der oberen Tableauhälfte stehen außerdem Daniil Medwedew (3) und Jakub Mensik (8), Tien ist an Position sieben gesetzt und wäre erst im Finale möglich.


Zverev gegen Norrie: Acht Duelle, acht Siege für den Deutschen

Norrie ist Linkshänder und liegt in der Weltrangliste vom 28. September auf Platz 39 mit 1.275 Punkten. Gegen diesen Spielertyp hat Zverev nach Angaben der ATP 46 seiner letzten 47 Matches gewonnen. Auch der direkte Vergleich fällt eindeutig aus.

Jahr Turnier Runde Ergebnis aus Sicht Zverevs
2026 Cincinnati 2. Runde 3:6, 6:3, 6:3
2026 Australian Open 3. Runde 7:5, 4:6, 6:3, 6:1
2024 Wimbledon 3. Runde 6:4, 6:4, 7:6 (15)
2024 Australian Open Achtelfinale 7:5, 3:6, 6:3, 4:6, 7:6 (3)
2023 Wien Achtelfinale 6:2, 6:4
2022 ATP Cup Gruppenphase 7:6 (2), 6:1
2019 Kanada 2. Runde 7:6 (4), 6:4
2019 Acapulco Halbfinale 7:6 (0), 6:3

Stand: 28.09.2026, Quelle ATP-Head-to-Head.

Klar überlegen war Zverev trotzdem nicht in jedem Match. In den fünf Duellen über zwei Gewinnsätze gab er nur einen Satz ab, zuletzt im August in Cincinnati. Dreimal ging es dabei aber in den Tiebreak. Bei den Grand Slams brauchte er 2024 in Melbourne fünf Sätze und einen Tiebreak im Entscheidungssatz, im Januar 2026 vier Sätze. Für Peking, wo über zwei Gewinnsätze gespielt wird, spricht die Bilanz für Zverev, ein Satzverlust ist nach den Ergebnissen aus Cincinnati aber keine Überraschung. In Peking stand Zverev laut ATP bisher dreimal im Halbfinale, den Titel hat er dort noch nicht gewonnen.


Weltrangliste und Race: Warum Zverev aufholt, aber Sinner noch vorn bleibt

In der Weltrangliste vom 28. September führt Sinner mit 11.000 Punkten vor Zverev mit 9.630. Der Abstand beträgt 1.370 Punkte. Die sportschau hatte am 25. September noch 1.810 Punkte genannt. Die Differenz erklärt sich daraus, dass Sinners 500 Punkte vom Pekinger Titel 2025 in dieser Woche gestrichen wurden, Zverevs Konto sank im selben Zug um 60 Punkte. Selbst ein Turniersieg mit 500 Punkten würde den Rückstand also nicht schließen, er läge danach bei 870 Punkten.

Für die Frage, wer das Jahr als Nummer eins beendet, zählt ohnehin die Jahreswertung. Im Race nach Turin liegt Zverev mit 8.650 Punkten vorn, Sinner folgt mit 7.950 (Stand 28.09.). Die ATP spricht deshalb davon, dass Zverev in dieser Woche weiteren Boden gutmachen kann. Nach Peking folgt ab dem 5. Oktober das Masters in Shanghai, danach die Hallensaison. Zverev kündigte laut sportschau an, bis Jahresende konzentriert zu bleiben und alles für Ergebnisse zu tun, die ihm eine Chance auf Platz eins geben. Gelänge ihm das, wäre er nach Boris Becker der zweite deutsche Spitzenreiter der Weltrangliste. Becker stand dort nach Angaben der sportschau zwölf Wochen lang.

Wie die übrigen Turniere der Wochen in China und Japan terminiert sind und wer dort gemeldet ist, zeigt unsere Übersicht zur Asien-Serie 2026. Die Zahlen hinter seinem zweiten Grand-Slam-Titel stehen in der Analyse Zverev gewinnt die US Open 2026.


Quoten zu Zverev gegen Norrie: 1,06 auf den Favoriten

Für die Erstrundenpartie lagen im Quotenvergleich am 28. September um 11:05 Uhr noch keine Einzelquoten vor. Inzwischen ist der Markt offen: Am 29. September um 10:10 Uhr stand ein Sieg Zverevs im Mittel bei 1,06, ein Sieg Norries bei 8,63. Auch die Ansetzung stand zu diesem Zeitpunkt nicht fest, der Spielplan für den ersten Turniertag war noch nicht veröffentlicht. Gespielt wird in Peking sechs Stunden vor der mitteleuropäischen Sommerzeit, die Abendspiele fallen damit in den Mittag nach deutscher Zeit.

Einen Tipp gibt dieser Artikel nicht. Eine Quote von 1,06 entspricht einer Siegchance von gut 94 Prozent. Nach acht Siegen in acht Duellen ist das plausibel, einen Abstand zur eigenen Einschätzung bietet die Siegwette damit nicht. Welche Märkte bei Tennisspielen üblich sind, von der Siegwette über das Satzhandicap bis zu den Gesamtspielen, erklärt die Seite zu Tennis-Wetten.

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Natalia Schubert - Sportjournalistin |
Natalia Schubert Natalia Schubert ist Fußballanalystin und Sportjournalistin mit über zwölf Jahren Erfahrung in der datenbasierten Spielanalyse. Sie studierte Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln und arbeitet mit professionellen Analyseplattformen wie Wyscout, InStat und Opta. Bei wetttippsheute.net verantwortet sie taktische Spielvorschauen, Hintergrundanalysen und die statistische Einordnung von Partien aus der Bundesliga, Champions League und weiteren internationalen Wettbewerben. Pro Saison verfolgt und analysiert sie über 300 Spiele.
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