Zwei Teams mit 5-3, ein Preis, der sich in wenigen Tagen deutlich verschoben hat. Die New England Patriots empfangen die Green Bay Packers am Sonntag, 8. November, um 22:25 Uhr deutscher Zeit im Gillette Stadium in Foxborough. Eröffnet wurde die Partie mit New England als knappem Favoriten, inzwischen verlangt der Markt deutlich mehr von den Gastgebern.
Was der Preis schon enthält
DraftKings eröffnete mit Patriots -1,5 und einer Siegquote von 1,80 für New England, Green Bay stand bei 2,05. Aktuell liegt die Linie bei -3,5, die Patriots kosten im Sieger-Markt nur noch 1,57, die Packers zahlen 2,45. Ohne Marge entspricht das rund 61 Prozent für New England. Das Prognosemodell FPI kommt auf 56,5 Prozent. Vier bis fünf Prozentpunkte Abstand sind in der NFL kein Rauschen.
Woher kommt die Bewegung? Eine schwere Verletzung bei Green Bay gab es in dieser Woche nicht. Micah Parsons fehlt seit Saisonbeginn, das stand schon in der Eröffnungslinie. Bewegt haben den Markt vor allem der Heimvorteil einer Mannschaft, die in Foxborough drei von drei Spielen gewonnen hat, und die Form von Drake Maye. Beides ist real. Ob es zwei Punkte wert ist, steht auf einem anderen Blatt.
Maye und die langen Bälle
Maye steht bei 1.983 Yards, 15 Touchdowns und acht Interceptions. Seit Woche 4 hat er sechs Touchdowns und keine Interception bei Pässen über mindestens 20 Yards geworfen, mehr als jeder andere Quarterback in diesem Zeitraum. In Miami lag New England zur Pause 3:13 zurück und gewann 24:19, die Wende kam über zwei lange Touchdowns auf Kyle Williams und DeMario Douglas.
Die Gegner relativieren das Bild. Vier der letzten fünf Patriots-Gegner liegen in der Defensive auf Rang 21 oder schlechter, während New England zu Saisonbeginn gegen Seattle, Pittsburgh und Jacksonville, also gegen drei Abwehrreihen mit deutlich mehr Qualität, nur auf 10, 20 und 6 Punkte kam und zwei dieser drei Spiele verlor. Das Personal wird außerdem dünn. A.J. Brown verpasste das Spiel in Miami mit Problemen an Knie und Knöchel, Tight End Hunter Henry verließ den Platz dort mit einer Fußverletzung. Für beide ist der Einsatz am Sonntag offen. Cornerback Carlton Davis (Nacken), Tackle Morgan Moses (Fuß), Christian Barmore und Dre’Mont Jones stehen als fraglich auf dem Injury Report.
Green Bays Defensive als Gegengewicht
Die Packers haben keinem ihrer letzten fünf Gegner mehr als 20 Punkte erlaubt, Tampa kam auf 14, Chicago auf 7, Dallas auf 13, Detroit auf 20 und Carolina auf 19. Gegen die Panthers kamen sechs Sacks dazu. Das gelang ohne Parsons, der zwar am Mittwoch erstmals wieder trainierte, aber frühestens für das Spiel am 25. November bei den Rams eingeplant ist.
Jordan Love steht bei 2.246 Yards, 16 Touchdowns und sechs Interceptions. Das ist solide. Seit Woche 4 hat kein Quarterback mehr Pässe über 20 Yards angebracht als Love (14). Sein bester Receiver Christian Watson (708 Yards) ist wegen einer Rippenverletzung fraglich, ebenso Cornerback Keisean Nixon (Leiste). Josh Jacobs ist seit Woche 7 zurück, nachdem er sechs Spiele auf der Commissioner Exempt List stand. Sportlich blieb er zuletzt blass, gegen Carolina standen 39 Yards aus 21 Läufen.
| Kennzahl | Patriots | Packers |
| Bilanz | 5-3 (Heim 3-0) | 5-3 (auswärts 2-2) |
| Punkte pro Spiel erzielt / zugelassen | 23,0 / 20,2 | 21,4 / 20,5 |
| Zugelassene Punkte, letzte fünf Spiele | 26, 17, 19, 30, 19 | 14, 7, 13, 20, 19 |
| Quarterback | Drake Maye, 15 TD, 8 INT | Jordan Love, 16 TD, 6 INT |
| Fraglich oder offen | A.J. Brown, Henry, Davis, Moses, Barmore, Jones | Watson, Nixon, Whyle; Parsons fehlt |
Quoten zu Patriots gegen Packers
Linie Patriots -3,5: New England zahlt 1,98, Green Bay mit +3,5 Punkten 1,85. Sieger: Patriots 1,57, Packers 2,45. Die Gesamtpunkte stehen bei 45,5, eröffnet wurde bei 46,5. Über zahlt 1,87, Unter 1,95.
Beim Total sehen wir keinen Ansatz. Zwei Quarterbacks mit vielen langen Pässen sprechen für Punkte, die Packers-Defensive und ein offenes Receiver-Korps bei New England dagegen. 45,5 liegt nah an dem, was beide Teams im Schnitt zusammen erzielen.
Prognose Patriots gegen Packers
Der Kern ist die Linie. Zwei Punkte Bewegung von -1,5 auf -3,5 verschieben den Spread über die Drei, und die Drei ist in der NFL der häufigste Abstand am Ende eines Spiels. Ein Patriots-Sieg mit einem Field Goal Vorsprung gewinnt mit den Packers +3,5 trotzdem.
Haupt-Tipp: Packers +3,5 Punkte (inkl. Overtime) · Quote 1,85
Wir sehen die Packers mit 57 Prozent innerhalb von 3,5 Punkten oder vorne, fair wäre damit eine Quote von 1,75. Die Rechnung stützt sich auf das FPI-Modell mit 43,5 Prozent für einen Green-Bay-Sieg, dazu kommen knappe Patriots-Siege mit einem bis drei Punkten. Für den Tipp sprechen eine Defensive, die seit fünf Spielen höchstens 20 Punkte zulässt, die offenen Personalfragen bei Brown und Henry und eine Linie, die stärker gelaufen ist als die Nachrichtenlage. Dagegen sprechen New Englands Heimbilanz, Mayes Treffsicherheit in die Tiefe und Watsons Rippen. Fällt Green Bays bester Receiver aus und spielen Brown und Henry, verliert der Tipp einen Teil seiner Grundlage.
Die Packers auf Sieg zu 2,45 liegen nach FPI ebenfalls leicht über dem fairen Preis von etwa 2,30, das Risiko ist bei engem Spielverlauf aber deutlich höher. Wie Green Bay zuletzt gegen Carolina auftrat, steht in unserer Prognose zu Packers gegen Panthers, die Patriots-Niederlage in Chicago in der Vorschau zu Bears gegen Patriots. Grundlagen zu Spread und Totals erklärt die Seite zu den NFL-Wetten.
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