Jürgen Klopp bestreitet am Donnerstag, dem 24. September, um 20:45 Uhr MESZ in der Johan Cruijff Arena von Amsterdam sein erstes Pflichtspiel als Bundestrainer. Zum Auftakt der Nations League trifft er auf eine niederländische Elf, die seit August ebenfalls einen neuen Trainer hat, und der Quotenvergleich sieht keinen klaren Favoriten.
Klopp hat für die vier Partien der laufenden Länderspielphase insgesamt 44 Spieler in zwei getrennten Aufgeboten berufen. Für die ersten beiden Spiele gegen die Niederlande und am 27. September gegen Griechenland umfasst die Auswahl 24 Spieler, wie der DFB mitteilt. Die erste Gruppe traf am Montag im Home Ground ein, Absagen oder Nachnominierungen für diese Gruppe meldete der Verband bis zum 23. September nicht, aus dem zweiten Aufgebot für Oktober fällt Brajan Gruda verletzt aus. Getauscht hat Klopp dagegen zwischen den beiden Gruppen: Karim Adeyemi rückte zur Belastungssteuerung in das erste Aufgebot, Lennart Karl wechselte in das zweite. Übertragen wird das Spiel von RTL, Sendezeiten und Stream stehen im TV-Ratgeber zu Niederlande gegen Deutschland.
Im Vergleich zum WM-Aufgebot des Sommers kehren die Torhüter Marc-André ter Stegen und Finn Dahmen zurück, dazu die Verteidiger Yann Aurel Bisseck und Josha Vagnoman sowie in der Offensive Anton Stach, Chris Führich, Kevin Schade und Serge Gnabry. Neu im Kreis der Nationalmannschaft sind Hennes Behrens, Max Rosenfelder, Philipp Treu, Yannik Engelhardt, Bambasé Conté und Younes Ebnoutalib. Für ter Stegen ist Amsterdam ein Heimspiel, er spielt für Ajax.
Im Tor steht ter Stegen, das hat Klopp bei der Pressekonferenz am Vorabend in Amsterdam bestätigt. Die übrige Startelf ließ er offen. Weil nur 23 Spieler für das Spiel gemeldet werden dürfen, bleibt einer aus dem 24er-Aufgebot draußen. Den Namen wollte Klopp erst am Spieltag nennen, wahrscheinlich trifft es Bambasé Conté. Eine Mitteilung des DFB dazu lag bis zum Vormittag nicht vor (Stand 24.09., 10 Uhr).
Auflaufen wird die Mannschaft anders als ursprünglich geplant nicht in grünen Retro-Trikots im Stil von 1990, sondern im neuen schwarzen Trikot, dem letzten Entwurf von adidas für den DFB. Auf der Gegenseite steht Xavi Hernández, der im August einen Vierjahresvertrag unterschrieb und der erste ausländische Bondscoach seit 1978 ist. Die KNVB meldete am 20. September Nachnominierungen für Guus Til und Mexx Meerdink, die für die verletzten Justin Kluivert und Donyell Malen in den 26er-Kader rücken. Ruben van Bommel und Gjivai Zechiël stehen erstmals im Kader. Laut Xavi sind alle 26 Spieler einsatzfähig, auch Jurriën Timber, der zu Wochenbeginn getrennt von der Mannschaft trainiert hatte. Seine Startelf erfahren die Spieler erst anderthalb Stunden vor dem Anpfiff, auch ob Bart Verbruggen im Tor bleibt, ließ Xavi offen (Stand 24.09.).
Zwei Neuanfänge in Amsterdam: Klopp und Xavi treffen im 49. Duell aufeinander
Beide Verbände kommen aus einem enttäuschenden Sommer. Deutschland und die Niederlande schieden bei der WM 2026 jeweils im Sechzehntelfinale aus, den Titel holte Spanien mit einem 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien. Beide Teams haben seither den Trainer gewechselt, beide bestreiten in Amsterdam ihr erstes Pflichtspiel unter neuer Führung.
Die Bilanz des Nachbarschaftsduells ist ausgeglichener, als es die Erinnerung an einzelne Spiele nahelegt. Amsterdam bringt die 49. Begegnung, von den bisherigen 48 gewann Deutschland 18 und verlor 12. In 18 Spielen gab es keinen Sieger, das ist eine Remisquote von 37,5 Prozent. Das jüngste Duell entschied die DFB-Auswahl am 14. Oktober 2024 in der Nations League mit 1:0 durch Jamie Leweling für sich. Aus dem aktuellen Kader haben neun Spieler schon gegen die Niederlande gespielt, die meisten Einsätze in diesem Duell hat Joshua Kimmich mit sieben.
Die Gruppe A2 besteht neben beiden Teams aus Griechenland und Serbien. Für Deutschland folgen nach Amsterdam das Heimspiel gegen Griechenland am 27. September in Augsburg, die Partie gegen Serbien am 1. Oktober in München und das Rückspiel in Thessaloniki am 4. Oktober. Welche Spieler dabei welche Rolle bekommen, ist der eigentliche Grund für die beiden Aufgebote: Nach dem Griechenland-Spiel reist ein Großteil der ersten Gruppe zurück zu den Klubs, 20 weitere Akteure stoßen dazu.
Quoten zu Niederlande gegen Deutschland: 2,25 bis 2,40 für die Elftal

Der Markt behandelt die Partie als enges Spiel mit leichtem Heimvorteil. Im Quotenvergleich lag der Heimsieg der Niederlande am 21. September um 10:36 Uhr MESZ zwischen 2,25 und 2,40, ein deutscher Sieg zwischen 2,70 und 2,80. Das Unentschieden stand zwischen 3,60 und 3,80.
| Markt | Auswahl | Quotenspanne |
| 1X2 | Niederlande | 2,25 bis 2,40 |
| 1X2 | Unentschieden | 3,60 bis 3,80 |
| 1X2 | Deutschland | 2,70 bis 2,80 |
| Über/Unter 2,5 | Über 2,5 Tore | 1,52 bis 1,57 |
| Über/Unter 2,5 | Unter 2,5 Tore | 2,30 bis 2,40 |
Alle Werte mit Stand 21.09.2026, 10:36 Uhr MESZ. Umgerechnet preist die Spanne beim Heimsieg rund 42 Prozent ein, beim deutschen Sieg rund 36 Prozent und beim Remis rund 27 Prozent. Der Torkurs von 1,52 bis 1,57 auf Über 2,5 entspricht einer Erwartung von etwa 65 Prozent für mindestens drei Treffer. Welche Märkte bei Länderspielen sonst noch angeboten werden, erklärt die Übersicht zu den Fußball-Wettarten.
Unentschieden zu 3,80: Warum der Remis-Kurs beim Klopp-Debüt zu hoch liegt
Die Konstellation spricht gegen ein klares Ergebnis. Zwei Mannschaften bestreiten ihr erstes Pflichtspiel unter einem neuen Trainer, beide haben ihre Kader gegenüber dem Sommer spürbar verändert, und in beiden Aufgeboten stehen Spieler ohne Länderspielerfahrung. Klopp hat allein sechs Akteure erstmals berufen. Eingespielte Abläufe sind unter diesen Umständen die Ausnahme, und Spiele ohne eingespielte Abläufe kippen seltener in eine Richtung.
Dazu kommt das Marktbild selbst: Mit 42 zu 36 Prozent zwischen Heim- und Auswärtssieg gibt es keinen Favoriten, der die Partie an sich reißen müsste. Genau in solchen Konstellationen ist der Remis-Kurs traditionell der Markt, der am wenigsten Beachtung findet.
Tipp: Unentschieden · Quote 3,80 (Stand 21.09., 10:36 Uhr)
Die historische Remisquote des Duells liegt mit 18 Unentschieden in 48 Spielen bei 37,5 Prozent und damit weit über dem, was der Markt heute einpreist. Diese Zahl allein trägt keinen Tipp, weil sie Jahrzehnte umfasst, sie stützt aber das Bild einer Paarung ohne strukturelles Übergewicht. Entscheidend sind die beiden Neuanfänge: Ein Trainerdebüt in einem Auswärtsspiel gegen einen gleichwertigen Gegner endet selten in einem offenen Schlagabtausch, und beide Teams haben nach dem WM-Aus wenig Anlass, das Risiko zu suchen. Die faire Quote der Redaktion liegt bei 3,30, was einer Wahrscheinlichkeit von rund 30 Prozent entspricht; die Marktquote von 3,80 liegt darüber. Wie sich eine solche Differenz zwischen fairer Quote und Marktquote systematisch nutzen lässt, beschreibt der Ratgeber zur Value-Strategie. Verworfen wurde der deutsche Sieg zu 2,70 bis 2,80, weil ein Kader mit sechs Debütanten im ersten Spiel unter Klopp schwer einzuschätzen ist.
Stand 24.09., 11:10 Uhr: Vor dem Anpfiff liegt das Unentschieden im Mittel bei 3,73. Bewegt haben sich die Siegquoten: Deutschland ist von 2,70 auf 2,56 gefallen, die Niederlande sind von 2,39 auf 2,52 gestiegen. Der Tipp bleibt zur Quote von 3,80 bestehen. Die Prognose der Tipp-Redaktion zum selben Spiel steht im Wett-Tipp zu Niederlande gegen Deutschland.
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Korrektur vom 24.09.2026: In einer früheren Fassung dieses Artikels hießen zwei Nachnominierte der Niederlande Emil Meerdink und Kian Zechiël. Richtig sind Mexx Meerdink und Gjivai Zechiël.




