Ratgeber: die Saison beginnt am 29. September

Die Liste darüber führt die Buchmacher mit NHL im Programm. Ab hier geht es um die Liga selbst, um ihre Wettmärkte und um das, was eine Prognose trägt. Die Saison 2026/27 startet am 29. September 2026 und läuft bis zum 10. April 2027; danach beginnen die Playoffs, das Finale fällt in den Juni. Den Auftakt bestreiten die Carolina Hurricanes gegen die Florida Panthers, und dabei hissen die Hurricanes das Banner für den Titel, den sie im Juni 2026 geholt haben.
Für Wetten ist diese Liga aus zwei Gründen besonders. Erstens spielt jede Mannschaft 82 Spiele in der regulären Saison, von Ende September bis in den April, oft an vier Tagen die Woche. Zweitens fallen im Eishockey wenige Tore, meist fünf bis sieben pro Partie, und ein einziges davon entscheidet häufig das Spiel. Beides zusammen ergibt einen Markt mit engen Quoten und vielen Gelegenheiten.
Die Liga: 32 Teams in vier Divisionen
- Atlantic Division: Boston Bruins, Buffalo Sabres, Detroit Red Wings, Florida Panthers, Montreal Canadiens, Ottawa Senators, Tampa Bay Lightning, Toronto Maple Leafs.
- Metropolitan Division: Carolina Hurricanes, Columbus Blue Jackets, New Jersey Devils, New York Islanders, New York Rangers, Philadelphia Flyers, Pittsburgh Penguins, Washington Capitals.
- Central Division: Chicago Blackhawks, Colorado Avalanche, Dallas Stars, Minnesota Wild, Nashville Predators, St. Louis Blues, Utah Mammoth, Winnipeg Jets.
- Pacific Division: Anaheim Ducks, Calgary Flames, Edmonton Oilers, Los Angeles Kings, San Jose Sharks, Seattle Kraken, Vancouver Canucks, Vegas Golden Knights.
Von diesen 32 Mannschaften spielen 25 in den USA und sieben in Kanada. Die ersten beiden Divisionen bilden die Eastern Conference, die beiden anderen die Western Conference. Anders als im europäischen Sport ist die NHL eine geschlossene Liga: Es gibt keinen Auf- und keinen Abstieg, und ein schwaches Jahr wird mit einem besseren Platz beim Draft belohnt. Für Wetten am Saisonende ist das wichtig, weil Mannschaften ohne Playoff-Chance wenig Anreiz haben, noch Spiele zu gewinnen. Je Division qualifizieren sich die ersten drei direkt, hinzu kommen zwei Wildcards in jeder Conference. Sechzehn Mannschaften spielen also im Frühjahr um den Stanley Cup, und der Weg dorthin führt über vier Runden im Modus Best of seven.
Wer aus Deutschland zusieht, findet in mehreren Kadern bekannte Namen: Leon Draisaitl bei den Edmonton Oilers, Tim Stützle bei den Ottawa Senators, Moritz Seider in Detroit und Nachwuchsleute in Utah. Für Wetten ist das mehr als Sympathie: Wer eine Mannschaft regelmäßig verfolgt, erkennt Formkurven früher als der Markt.
Die Original Six und die Rekordmeister
Sechs Mannschaften bildeten die Liga zwischen 1942 und 1967 allein, und sie prägen sie bis heute: die Boston Bruins, die Chicago Blackhawks, die Detroit Red Wings, die Montreal Canadiens, die New York Rangers und die Toronto Maple Leafs. Diese Original Six stellen zusammen mehr als die Hälfte aller Titel.
Rekordmeister sind die Montreal Canadiens mit 24 Stanley-Cup-Siegen, die Toronto Maple Leafs folgen mit dreizehn und die Detroit Red Wings mit elf. Die Boston Bruins und die Chicago Blackhawks kommen auf je sechs Titel, die New York Rangers auf vier. Für Langzeitwetten hat diese Geschichte allerdings wenig Wert: Montreal wartet seit 1993 auf den nächsten Titel, und die Toronto Maple Leafs noch länger.
Wer auf den Stanley Cup Sieger setzt, bekommt für die Favoriten im Herbst Quoten in der Größenordnung von 6,00 bis 9,00, für das Mittelfeld der Liga schnell 25,00 und mehr. Die Spanne zeigt, wie offen diese Liga ist.
Der Modus: 82 Spiele und ein ungewöhnliches Punktesystem
Die reguläre Saison umfasst 82 Spiele je Mannschaft, verteilt auf gut sechs Monate. Punkte gibt es nach einem System, das es in Europa so nicht gibt: zwei für einen Sieg, einen für eine Niederlage nach Ende der regulären Spielzeit, keinen für eine Niederlage in den sechzig Minuten. Ein Spiel bringt also entweder zwei oder drei Punkte in die Tabelle, je nachdem, ob es eine Verlängerung gab.
Diese Regel hat Folgen für Wetten. Mannschaften spielen ein 2:2 in der Schlussphase seltener aggressiv aus, weil beide mit dem sicheren Punkt leben können. Entsprechend häufig endet eine Partie nach sechzig Minuten unentschieden; in der Verlängerung mit drei gegen drei Feldspielern fällt dann oft schnell ein Tor, und wenn nicht, entscheidet das Penaltyschießen.
Die Verlängerung zählt bei der Moneyline mit, beim Penaltyschießen wird der entscheidende Treffer als einziges Tor gewertet. Für Over-Under-Wetten heißt das: Ein Spiel, das 2:2 in die Overtime geht, endet für die Wettabrechnung bei fünf Toren, auch wenn im Penaltyschießen acht Schützen antreten.
Die Wettarten bei NHL Wetten

- Moneyline. Die Siegwette, einschließlich Verlängerung und Penaltyschießen. Kein Unentschieden, zwei Ausgänge.
- Puck Line. Das Handicap dieser Sportart, fast immer 1,5 Tore. Ein Sieg mit einem Tor Unterschied reicht dem Favoriten damit nicht.
- Over Under. Die Gesamtzahl der Treffer, die Linie liegt meist bei 5,5 oder 6,5.
- Dreiweg-Wette. Sieg, Unentschieden oder Niederlage nach 60 Minuten. Hier ist das Remis möglich, die Quoten sind deshalb höher.
- Spielerwetten. Torschütze, Scorerpunkte, Schüsse aufs Tor eines einzelnen Spielers.
- Langzeitwetten. Stanley Cup Sieger, Conference, Division, individuelle Auszeichnungen.
Der Unterschied zwischen Moneyline und Dreiweg-Wette wird oft übersehen und kostet Geld. Rund ein Viertel aller Partien endet nach sechzig Minuten unentschieden und wird in der Verlängerung oder im Penaltyschießen entschieden. Wer die Dreiweg-Wette spielt, verliert in genau diesen Fällen, obwohl seine Mannschaft am Ende gewonnen hat.
NHL Wettquoten und wie sie zustande kommen
Die Quoten eines Spiels entstehen aus wenigen Größen: der Tabellenlage, dem Heimvorteil, der Belastung der letzten Tage und vor allem dem Torhüter. Ein Buchmacher setzt seine NHL Wettquoten meist am Vortag, und sie bewegen sich bis zum Anpfiff spürbar, sobald die Aufstellungen feststehen. In dieser Liga bewegt sich der Quotenschlüssel der großen Adressen zwischen 94 und 96 Prozent; das heißt, vier bis sechs Prozent der Einsätze bleiben als Marge im Markt.
Der Heimvorteil ist in dieser Liga kleiner als in Europa, weil die Reisewege alle Mannschaften gleichermaßen treffen. Einen echten Vorteil hat das Heimteam trotzdem: Es besitzt das letzte Wechselrecht und kann seine Reihen gezielt gegen die des Gegners stellen. In manchen Hallen kommt eine Atmosphäre dazu, die messbar Punkte wert ist. Wichtiger ist das Programm: Ein Team, das am dritten Abend in Folge spielt, verliert messbar häufiger, und das gilt besonders für den zweiten Teil eines Back-to-back mit Zeitzonenwechsel. Buchmacher haben diesen Faktor eingepreist, aber nicht immer vollständig.
Wie stark sich zwei Adressen bei derselben Partie unterscheiden, zeigt unser Quotenvergleich. Bei engen Märkten wie der Moneyline entscheidet dieser Unterschied über Gewinn und Verlust einer Saison, nicht der einzelne Tipp.
Live Wetten: der Markt zwischen zwei Dritteln
Ein Eishockeyspiel besteht aus drei Dritteln zu je zwanzig Minuten, dazwischen liegen zwei lange Pausen. Genau diese Pausen machen den Markt für Live Wetten interessant: Zweimal je Partie gibt es einen Moment, in dem sich in Ruhe eine Entscheidung treffen lässt, statt im Sekundentakt auf springende Quoten zu reagieren.
Zwei Situationen wiederholen sich in jeder Saison. Erstens das Empty Net Goal: Liegt eine Mannschaft in den letzten zwei Minuten mit einem Tor zurück, nimmt sie den Torhüter vom Eis und spielt mit einem Feldspieler mehr. Rund jedes dritte dieser Spiele endet dann mit einem Treffer ins leere Tor, was einer Wette auf viele Treffer in die Hände spielt. Zweitens die Strafenlage: Wer im zweiten Drittel dreimal in Unterzahl war, hat nicht nur Kraft verloren, sondern auch seine besten Verteidiger.
Wichtig bleibt eine feste Regel für die Zahl der Live-Tipps je Partie. Der Markt bietet bei einem Spiel leicht fünfzig Gelegenheiten; sinnvoll sind ein oder zwei.
Der Weg zum Stanley Cup

Nach 82 Spielen je Mannschaft beginnt im April die K.-o.-Runde. Sechzehn Teams, vier Runden, jeweils Best of seven: Wer den Stanley Cup gewinnen will, muss sechzehn Siege sammeln, oft in acht Wochen. Für Wetten ändert sich in dieser Phase die Logik. Serien belohnen Tiefe im Kader und einen Torhüter in Form, während Tagesform und Glück über sieben Spiele weniger wiegen als über eines.
- 2026: Carolina Hurricanes
- 2025 und 2024: Florida Panthers, zweimal nacheinander
- 2023: Vegas Golden Knights
- 2022: Colorado Avalanche
- 2021 und 2020: Tampa Bay Lightning
Diese Liste zeigt eine Eigenheit der Liga: Titel häufen sich bei wenigen Mannschaften, weil ein eingespielter Kader mehrere Jahre zusammenbleibt. Wer eine Langzeitwette auf den nächsten Sieger abgibt, sollte deshalb weniger auf die Tabelle im Oktober schauen als auf den Kader und den Torhüter.
Was eine Mannschaft einschätzbar macht

- Der Torhüter. Die Fangquote entscheidet mehr als jede Offensivstatistik. Ein Wechsel auf dieser Position verschiebt die Quote sofort.
- Expected Goals. Die Kennzahl misst die Qualität der Chancen und sagt mehr über die kommenden Spiele als die bisherigen Ergebnisse.
- Special Teams. Überzahl und Unterzahl entscheiden enge Partien; beide Werte stehen für jedes Team öffentlich.
- Der Spielplan. Drei Spiele in vier Tagen, dazu ein Flug über zwei Zeitzonen: Das kostet Prozente.
- Verletzungen. Ein Ausfall in der ersten Sturmreihe wiegt schwerer als zwei in der vierten.
Diese Werte veröffentlicht die Liga für jedes Spiel und jeden Spieler, und sie sind die Grundlage für eigene NHL Tipps. Zwei davon dauerhaft zu verfolgen bringt mehr als zehn gelesene Prognosen, und sie kosten nichts außer ein paar Minuten vor dem Tipp.
NHL, DEL und die Turniere dazwischen
Die NHL ist die stärkste Eishockey Liga der Welt, aber nicht die einzige im Wettangebot. In Deutschland läuft parallel die DEL, dazu kommen die Champions Hockey League, die schwedische und die finnische Liga sowie im Frühjahr die Weltmeisterschaft. Für eigene Tipps ist der Unterschied wichtig: In der NHL sind die Kader tief und die Ergebnisse eng, in kleineren Ligen trennt mehr zwischen Spitze und Ende der Tabelle.
Das zeigt sich in den Quoten. Ein Spitzenteam der NHL steht gegen das schwächste Team der Liga selten unter 1,40, während in europäischen Ligen Quoten um 1,15 vorkommen. Wer Favoritensiege sucht, findet sie also eher in Europa; wer Wert sucht, findet ihn häufiger in Nordamerika, weil dort jeder dritte Außenseiter gewinnt.
Eine Übersicht über alle Wettbewerbe und die Unterschiede zwischen ihnen gibt unsere Seite zu Eishockey Wetten.
Wettanbieter mit NHL im Programm
Eishockey führen alle zehn Erstplatzierten unseres Vergleichs, die NHL nennen drei von ihnen beim Namen. Lizenziert ist keines dieser Häuser in Deutschland; die jeweilige Erlaubnis steht im Impressum, und sämtliche Werte hier stammen aus unseren Testberichten. Die volle Liste führt der Wettanbieter Vergleich; mit der Wettsteuer befasst sich eine eigene Seite.
Coldbet

Eishockey läuft hier über die NHL und die Turniere der IIHF, Basketball über NBA, FIBA und College-Wettbewerbe. Im Test lag die Marge bei 6,1 Prozent; ausgezahlt wird binnen einer Viertelstunde.
Monoplay

Gleich auf der Startseite liegt ein Schnellzugriff auf die NHL, daneben NFL, MLB, NBA und die großen Tennisserien. Im Fußball kommt das Haus auf 95,0 Prozent Auszahlung, es behält also 5,3 Prozent ein.
EmirBet

Eishockey gehört hier zum Kernprogramm, zusammen mit Fußball, Tennis, Basketball, Handball und American Football. Auf dem deutschsprachigen Markt tritt das Haus seit 2023 an.
82 Spiele sind eine lange Strecke
Fragen, die vor dem ersten Bully aufkommen
Die reguläre Saison startet am 29. September 2026 und läuft bis zum 10. April 2027. Danach folgen die Playoffs mit sechzehn Mannschaften; das Finale um den Stanley Cup fällt in den Juni. Zum Auftakt treffen die Carolina Hurricanes als Titelträger auf die Florida Panthers.
Die Moneyline als Siegwette inklusive Verlängerung, die Puck Line als Handicap über 1,5 Tore, Over-Under-Wetten auf die Gesamtzahl der Treffer sowie die Dreiweg-Wette auf das Ergebnis nach sechzig Minuten. Dazu kommen Spielerwetten auf Torschützen und Scorerpunkte und Langzeitwetten auf den Stanley Cup Sieger.
32 Mannschaften in vier Divisionen, davon 25 in den USA und sieben in Kanada: Atlantic und Metropolitan bilden die Eastern Conference, Central und Pacific die Western Conference. Jedes Team bestreitet 82 Spiele in der regulären Saison, sechzehn Teams erreichen die Playoffs.
Die Carolina Hurricanes im Juni 2026. Davor holten die Florida Panthers den Titel zweimal nacheinander, 2024 und 2025; 2023 gewannen die Vegas Golden Knights, 2022 die Colorado Avalanche und 2021 sowie 2020 die Tampa Bay Lightning. Rekordmeister sind die Montreal Canadiens mit 24 Titeln.
Was die ersten Wochen zeigen
Drei Tipps helfen in den ersten Wochen. Erstens lohnt es sich, die Bestätigung der Torhüter abzuwarten; sie kommt meist am Spieltag. Zweitens bleibt das zweite Spiel eines Back-to-back mit Reise dazwischen besser unbespielt. Und drittens bringt bei einem klar eingeschätzten Favoriten die Dreiweg-Wette auf die reguläre Spielzeit mehr Quote als die Moneyline.
Der Oktober ist die unübersichtlichste Zeit der Saison: Die Tabelle sagt noch nichts, Torhüter finden erst in ihren Rhythmus, und die Quoten folgen vielfach der Vorsaison. Wer jetzt genau hinschaut, findet die Spiele, in denen der Markt einer Mannschaft noch nach dem Vorjahr traut. Bis zum Stanley Cup im Juni ist Zeit genug für ein eigenes Vorgehen: erst eine Division auswählen, deren acht Mannschaften verfolgen und erst danach breiter tippen. Wer lieber bei europäischen Ligen bleibt, findet den Überblick auf unserer Seite zu Eishockey Wetten.
Stand: September 2026. Nachgeschlagen am 29. September: der Rahmenterminkalender der Saison 2026/27, der Titelträger vom Juni 2026 sowie sämtliche Werte aus den Testberichten.




