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Isack Hadjar kehrt in Baku zurück: Was die Red-Bull-Rochade für den GP Aserbaidschan bedeutet (26.09.)

Natalia Schubert
| veröffentlicht am: 22.09.26
geprüft von Sebastian Vierheim | 4 Min. Lesezeit

Red Bull hat am Dienstag, 22. September, bestätigt, dass Isack Hadjar beim Großen Preis von Aserbaidschan wieder neben Max Verstappen fährt. Der 21-jährige Franzose hatte nach einer Handgelenksverletzung drei Rennen verpasst; seine Rückkehr setzt in beiden Red-Bull-Teams eine Kette von Wechseln in Gang.

Hadjar zog sich die Verletzung in der Sommerpause beim Boxtraining zu und fehlte in Zandvoort, Monza und Madrid. Red Bull teilte zur Rückkehr mit: „Nach seiner erfolgreichen Genesung von der Handgelenksverletzung kehrt Isack an diesem Wochenende auf dem Baku City Circuit zurück.“ Weil der Grand Prix wegen des nationalen Gedenktags in Aserbaidschan auf Samstag, den 26. September, vorgezogen wurde, sitzt Hadjar schon am Donnerstag im ersten Freien Training.

Vertreten hatte ihn Liam Lawson, der aus dem Schwesterteam Racing Bulls aufrückte. Der Neuseeländer holte in Zandvoort Platz sieben und in Madrid Platz sechs; in Monza warf ihn eine Motorstrafe auf Rang 14 zurück. Mit Hadjars Rückkehr geht Lawson zu Racing Bulls und damit an die Seite von Arvid Lindblad. Yuki Tsunoda, der die drei Rennen dort bestritt und in Monza einen Punkt holte, verliert das Cockpit und fällt in die Reserverolle zurück.

Damit ist das Fahrerkarussell, das Red Bull seit der Sommerpause in Bewegung gehalten hat, nach drei Rennen wieder am Ausgangspunkt. Für Lawson ist das mehr als eine Formalie: Sein Vertrag bei Racing Bulls reicht nicht über 2026 hinaus, und aus der Formel 2 drängt Nikola Tsolov nach.


Hadjars Saison vor der Verletzung: 71 Punkte, Rang acht und ein Podestplatz in Monaco

Hadjar steht nach 14 Rennen bei 71 Punkten und Platz acht der Fahrerwertung. Der Rückstand auf Oscar Piastri beträgt 49 Punkte, auf seinen Teamkollegen Verstappen 74. Sein bestes Ergebnis in der ersten Saison im Red Bull ist Platz drei in Monaco. Dazu kommen der dritte Startplatz beim Auftakt in Australien und acht Punkte aus dem Sprint in China.

Die Zahl ordnet sich ein, wenn man die Vorsaison danebenlegt: Als Rookie bei Racing Bulls sammelte Hadjar 2025 insgesamt 51 Punkte und wurde WM-Zwölfter. Sein Aufstieg ins A-Team hat die Punktausbeute also bereits nach 14 von 22 Rennen übertroffen, ohne dass er im direkten Vergleich mit Verstappen bestehen konnte. Für Red Bull ist das die eigentliche Frage des Restjahres, denn in der Konstrukteurswertung liegt das Team mit 230 Punkten nur auf Rang vier hinter Mercedes (503), Ferrari (358) und McLaren (306).


Was die Rochade für die Quoten zum GP Aserbaidschan bedeutet

Die Wettmärkte zum Rennen sind seit dem 20. September geöffnet. Der Siegermarkt bildet die Saison ab und wird von Kimi Antonelli angeführt, der die vergangenen beiden Rennen gewonnen hat.

Fahrer Team Rennsieg, Stand 20.09., 21:59 Rennsieg, Stand 21.09., 22:37
Kimi Antonelli Mercedes 2,20 2,10
Lando Norris McLaren 5,00 4,50
George Russell Mercedes 6,00 6,50
Charles Leclerc Ferrari 7,00 nicht ausgewiesen
Lewis Hamilton Ferrari 8,50 9,00
Max Verstappen Red Bull 9,00 7,50

Beide Stände stammen aus dem Wettbereich der offiziellen Formel-1-Seite, jeweils in Uhrzeit MESZ. Der Stand vom 21. September führt nur die fünf kürzesten Siegquoten auf, Leclerc gehört nicht mehr dazu. Beide Stände liegen vor der Bestätigung von Hadjars Rückkehr am 22. September. Mit dem Stand vom 20. September sind zwei weitere Kurse ausgewiesen: Russell für einen Podestplatz zu 2,00 und Arvid Lindblad für eine Platzierung unter den ersten zehn zu 1,57. Diese Kurse stammen aus der Zeit vor der Bestätigung vom 22. September, für Hadjar selbst ist kein eigener Markt ausgewiesen. Wie sich das Wochenende sportlich darstellt, steht in der Vorschau auf den GP in Baku, die Sendezeiten stehen im TV-Ratgeber zum Rennwochenende.

Für Red Bull hat sich der Siegermarkt schon vor der Bestätigung bewegt. Verstappen fiel binnen eines Tages von 9,00 auf 7,50 und steht damit als vierter Favorit vor beiden Ferrari. Er hat 2026 noch kein Rennen gewonnen, stand aber in vier der letzten fünf Rennen auf dem Podium und hat in Baku zweimal gesiegt, zuletzt 2025. Spannender ist die zweite Garage: Racing Bulls geht mit Lawson und Lindblad in ein Rennen, das in neun Auflagen sieben verschiedene Sieger hervorgebracht hat und regelmäßig Ausfälle produziert. Welche Märkte die Königsklasse sonst noch bietet, erklärt die Übersicht zu Formel 1 Wetten.


Lindblad in den Punkterängen: warum die Quote 1,57 den Baku-Faktor ausblendet

Lindblad hat in dieser Saison in 9 von 14 Rennen gepunktet, das sind 64,3 Prozent. Eine Quote von 1,57 entspricht rechnerisch 63,7 Prozent. Der Markt preist den 18-jährigen Briten also exakt zu seiner Saisonquote und verlangt keinen Aufschlag für die Eigenheiten des Stadtkurses. Genau dort liegt der Ansatz: Baku produziert überdurchschnittlich viele Ausfälle und Safety-Car-Phasen. Im Qualifying 2025 gab es sechs rote Flaggen, so viele wie nie zuvor, und im Rennen schied der damalige WM-Führende Oscar Piastri bereits in der ersten Runde aus. Jeder Ausfall weiter vorn schiebt ein Mittelfeldauto in die Punkte.

Tipp: Arvid Lindblad Punkteränge (Top 10) · Quote 1,57 (Stand 20.09., 21:59 Uhr)

Lindblad hat seine neun Punkteplatzierungen quer durch alle Streckentypen geholt, darunter Rang sieben in Monaco und damit auf dem engsten Stadtkurs des Kalenders. Die Rückkehr von Lawson an seine Seite verschärft zwar die interne Konkurrenz, entzieht ihm aber keinen Startplatz: Zehn Punkteränge bieten Platz für beide Racing-Bulls-Autos, und Lawson bringt aus drei Rennen im Red Bull frische Referenzdaten mit, von denen die Abstimmung des Schwesterteams profitiert. Die faire Quote der Redaktion liegt bei 1,45, was 69 Prozent entspricht und die erhöhte Ausfallwahrscheinlichkeit in Baku einrechnet; die Marktquote von 1,57 liegt darüber. Verworfen wurde der Rennsieg von Antonelli zu 2,20, weil auf einer Strecke mit sieben verschiedenen Siegern in neun Rennen kein Fahrer diesen Kurs verdient. Zu beachten bleibt, dass der Kurs vom 20. September stammt und damit vor der Bestätigung der Fahrerwechsel festgesetzt wurde.

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Natalia Schubert - Sportjournalistin |
Natalia Schubert Natalia Schubert ist Fußballanalystin und Sportjournalistin mit über zwölf Jahren Erfahrung in der datenbasierten Spielanalyse. Sie studierte Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln und arbeitet mit professionellen Analyseplattformen wie Wyscout, InStat und Opta. Bei wetttippsheute.net verantwortet sie taktische Spielvorschauen, Hintergrundanalysen und die statistische Einordnung von Partien aus der Bundesliga, Champions League und weiteren internationalen Wettbewerben. Pro Saison verfolgt und analysiert sie über 300 Spiele.
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