Mo Photography Berlin / Shutterstock.com Der Tabellenerste empfängt den Vierten: Am 9. Spieltag der DEL treffen die Eisbären Berlin am Freitag, 16. Oktober 2026, um 19:30 Uhr in der Uber Arena auf den EHC Red Bull München. Berlin hat nach acht Spielen 20 Punkte und in den letzten fünf Ligaspielen nur ein Gegentor kassiert, München kommt mit 15 Punkten und drei Auswärtssiegen in Serie. Im Quotenvergleich ist der Meister klarer Favorit.
Berlin gegen München: Der Meister an der Spitze, die Red Bulls auf Platz vier
Die Eisbären haben nach einem holprigen Start die Tabellenführung übernommen. Auf das 4:2 zum Auftakt gegen Straubing folgte am 20. September ein 3:4 in Mannheim, die bislang einzige Ligapleite. In Köln stand es nach 60 Minuten 5:5, Berlin holte den Zusatzpunkt in der Entscheidung. Seitdem hat der Meister fünf Ligaspiele in Folge gewonnen, mit 18:1 Toren: 4:0 gegen Iserlohn, 2:0 in Frankfurt, 4:1 gegen Nürnberg, 5:0 gegen Wolfsburg und am Sonntag 3:0 in Bremerhaven. Mit dem Sieg gegen Wolfsburg sprang Berlin am 9. Oktober an die Tabellenspitze.
Der Mann dahinter steht im Tor. Jonas Neffin blieb in Bremerhaven zum vierten Mal in fünf Einsätzen ohne Gegentreffer, das melden Klub und Liga übereinstimmend. Jonas Müller sagte nach dem Spiel: „Jonas Neffin hat heute wieder unglaublich gut gehalten.“ Vor dem Gipfel steht für Berlin allerdings noch ein Termin an: Am Mittwochabend schließen die Eisbären die Hauptrunde der Champions Hockey League gegen den KAC im Wellblechpalast ab. Das Spiel gegen München ist damit das dritte binnen sechs Tagen.
München erlebte einen wechselhaften Herbst. Nach dem 1:4 zu Hause gegen Frankfurt am 27. September gewannen die Red Bulls 4:2 in Köln und 4:2 gegen Augsburg, verloren dann aber vor 10.267 Zuschauern im SAP Garden 1:5 gegen Ingolstadt. Trainer Oliver David sagte danach: „Wir haben fast alle Laufduelle und Zweikämpfe verloren.“ Am Sonntag folgte ein 4:3 in Schwenningen, der dritte Auswärtssieg in Serie. Dominik Kahun traf doppelt und führt die interne Torjägerliste mit fünf Treffern an, Yasin Ehliz erzielte sein 150. DEL-Tor für den Klub.
Tabelle und Torbilanz: Berlin mit der besten Abwehr der Liga
| Kennzahl | Eisbären Berlin | Red Bull München |
| Tabellenplatz | 1 | 4 |
| Punkte aus acht Spielen | 20 | 15 |
| Tore | 31:12 | 25:24 |
| Siege nach 60 Minuten | 6 | 4 |
| Spiele mit Verlängerung oder Penaltyschießen | 1 (gewonnen) | 2 (1 gewonnen, 1 verloren) |
| Niederlagen nach 60 Minuten | 1 | 2 |
| Heim- bzw. Auswärtsbilanz | 4 Heimsiege, 17:3 Tore | 3 Auswärtssiege, 1 Niederlage n. V., 15:10 Tore |
| Letzte fünf Ligaspiele | 5 Siege, 18:1 Tore | 3 Siege, 2 Niederlagen, 14:16 Tore |
Stand der Tabelle: nach dem 8. Spieltag vom 11.10.2026 (Stand 14.10., 12:58 Uhr). Auf Platz zwei liegen die Adler Mannheim mit 17 Punkten, allerdings nach neun Spielen.
Zwölf Gegentore in acht Spielen sind der Bestwert der Liga, im Schnitt 1,5 pro Partie. Elf davon fielen in den ersten drei Spielen. In der Uber Arena hat Berlin bisher alle vier Partien nach 60 Minuten gewonnen und dabei nur drei Gegentreffer zugelassen. Offensiv stehen 3,9 Tore pro Spiel zu Buche.
München trifft im Schnitt 3,1-mal und kassiert 3,0 Gegentore. Auffällig ist die Torbilanz in regulärer Spielzeit: In sechs der acht Münchner Spiele fielen nach 60 Minuten mindestens sechs Tore, viermal waren es genau sechs. Bei Berlin gab es das nur in den ersten drei Partien, die letzten fünf Ligaspiele endeten mit 4, 2, 5, 5 und 3 Toren. Eine Stärke der Red Bulls ist das Überzahlspiel: Nach Angaben des Klubs hat München mit acht Powerplaytoren die meisten der Liga erzielt, zwei davon in einer Fünf-Minuten-Strafe in Schwenningen.
Quoten zu Eisbären gegen München: Berlin vorne, die Torlinie bei 5,5
| Markt | Auswahl | Quote |
| Ergebnis nach regulärer Spielzeit (60 Minuten) | Berlin / Remis / München | 1,86 / 4,36 / 3,29 |
| Sieger inkl. Verlängerung und Penaltyschießen | Berlin / München | 1,52 / 2,44 |
| Tore gesamt 4,5 | Über / Unter | 1,40 / 2,92 |
| Tore gesamt 5,5 | Über / Unter | 1,80 / 2,02 |
| Tore gesamt 6,5 | Über / Unter | 2,50 / 1,57 |
Stand der Quoten: 14.10.2026, 12:55 Uhr MESZ. Die Siegquoten sind der Durchschnitt aus dem Quotenvergleich, die Torlinien die Werte im Quotenvergleich. Nach 60 Minuten sieht der Markt Berlin mit 1,86 vorne. Rechnet man den Aufschlag von rund 7,1 Prozent heraus, entspricht das etwa 50 Prozent für einen Berliner Sieg in regulärer Spielzeit, 21 Prozent für ein Remis und 28 Prozent für München. Zählen Verlängerung und Penaltyschießen mit, steigt die Berliner Chance laut Quote 1,52 auf rund 62 Prozent.
Bei den Toren liegt die ausgeglichene Linie bei 5,5. Über 5,5 steht bei 1,80, Unter 5,5 bei 2,02, bereinigt sind das rund 53 zu 47 Prozent. Der Markt rechnet also eher mit sechs oder mehr Treffern. Wie Torwetten abgerechnet werden, erklärt der Ratgeber zu Über-Unter-Wetten.
Personal und Übertragung: DeSousa und Krening fehlen München, Wagner zurück
Bei München fehlen laut Kadermeldungen der Liga Philipp Krening, der seit Ende August für Wochen bis Monate ausfällt, und Chris DeSousa, dessen Ausfall von mehreren Wochen die Liga am 23. September meldete und der Klub am 1. Oktober bestätigte. Verteidiger Fabio Wagner ist dagegen wieder dabei: Er hatte nach Klubangaben eine Sperre über 14 Spiele aus der Playoffserie gegen Ingolstadt abgesessen und stand in Schwenningen erstmals in dieser Saison auf dem Eis. Im Tor wechselten sich zuletzt Mathias Niederberger (gegen Ingolstadt) und Antoine Bibeau (in Schwenningen) ab. Bei Berlin haben weder Klub noch Liga Ausfälle gemeldet. Neben Neffin stehen Jack LaFontaine und Lennart Neiße im Torhüterkader, wer nach dem CHL-Spiel am Mittwoch am Freitag beginnt, ist offen (Stand 14.10., 12:58 Uhr). Die Aufstellungen geben beide Klubs erst am Spieltag bekannt.
Live zu sehen ist die Partie bei MagentaSport, das nach eigenen Angaben alle Spiele der DEL inklusive der Playoffs zeigt. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr, so steht es im Spielplan der Liga und bei beiden Klubs. Die TV-Übersicht der Liga führt die Partie unter 19:15 Uhr, das ist der Beginn der Übertragung. Die Märkte der Liga im Überblick sammelt die Seite zu Eishockey-Wetten. Wie München zwei Wochen zuvor in Köln eingeordnet war, steht in unserer Analyse zu Köln gegen München.
Prognose Berlin gegen München: Warum die Unter-Linie mehr Wert hat als die Siegwette
Dass Berlin als Favorit ins Spiel geht, ist durch Tabelle, Heimbilanz und Torverhältnis gedeckt. Die Quote 1,52 auf den Berliner Sieg inklusive Verlängerung lässt aber kaum Spielraum. Unsere Einschätzung liegt bei rund 64 Prozent, was einer fairen Quote von 1,56 entspricht. Der Marktpreis liegt darunter, Wert bietet die Siegwette also nicht. Mehr Spielraum bietet der Tormarkt, weil der Markt die Berliner Defensive der letzten Wochen geringer gewichtet als die torreichen Münchner Spiele.
Haupt-Tipp: Unter 5,5 Tore · Quote 2,02 (Stand 14.10., 12:55 Uhr)
Die Linie verlangt höchstens fünf Tore. Berlin hat in den letzten fünf Ligaspielen ein einziges Gegentor zugelassen, keine dieser Partien erreichte sechs Treffer. In den vier Heimspielen fielen im Schnitt fünf Tore, drei davon blieben unter der Linie. Insgesamt hat die Abwehr in der Uber Arena nur drei Gegentreffer zugelassen, und München trifft mit 3,1 Toren pro Spiel auf das Team mit den wenigsten Gegentoren der Liga. Gegen den Tipp sprechen die sechs Münchner Spiele mit mindestens sechs Toren, das starke Münchner Powerplay und die offene Torhüterfrage bei Berlin nach dem CHL-Spiel am Mittwoch. Die faire Quote der Redaktion liegt bei 1,94, rund 52 Prozent, die Marktquote von 2,02 liegt darüber. Verworfen wurde der Berliner Sieg nach 60 Minuten zu 1,86: Unsere Einschätzung von rund 52 Prozent ergibt eine faire Quote von 1,92, der Marktpreis liegt darunter.
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