Die Philadelphia Eagles empfangen am Sonntag, 4. Oktober 2026, die Los Angeles Rams im Lincoln Financial Field. Kickoff ist um 19:00 Uhr MESZ, in Philadelphia um 13:00 Uhr. Beide Teams kommen mit einer Niederlage aus dem Sonntags- bzw. Montagsspiel der dritten Woche, und der Markt traut den Gästen aus Kalifornien trotz der weiten Reise mehr zu als dem Gastgeber.
Eagles gegen Rams: Philadelphia nach dem 7:27 in Chicago, Los Angeles mit einer Niederlage, die keine sein sollte
Für Philadelphia endete die dritte Woche mit dem schwächsten Auftritt der Saison. In Chicago verloren die Eagles am Montagabend mit 7:27, den einzigen Touchdown erzielte Jalen Hurts per Quarterback Sneak mit dem Halbzeitpfiff. Hurts brachte 16 von 25 Pässen für 153 Yards an und warf eine Interception, insgesamt gab Philadelphia den Ball dreimal her. Saquon Barkley lief für 82 Yards, 73 davon in der ersten Halbzeit. Die beiden Siege zuvor, 24:22 gegen Washington und 24:20 in Nashville, waren jeweils mit dem letzten Angriff oder der letzten Abwehraktion entschieden worden. Wie die Redaktion das Spiel in Chicago vorab eingeordnet hat, steht in der Prognose zu Eagles vs. Bears.
Die Rams stehen bei einem Sieg und zwei Niederlagen. Zum Auftakt verloren sie in Melbourne 7:27 gegen San Francisco, danach schlugen sie die Giants 28:6. In Denver führten sie am Sonntag mit 16:0 und lagen 70 Sekunden vor Schluss noch mit 26:23 vorn. Dann pfiffen die Schiedsrichter bei einem dritten Versuch der Broncos eine Pass Interference gegen Cornerback Josh Wallace, Bo Nix lief kurz darauf zum 30:26 in die Endzone. Die NFL hat Headcoach Sean McVay inzwischen bestätigt, dass die Entscheidung falsch war (laut ran, 01.10.).
Form und Zahlen: Philadelphia ohne einen einzigen Ballgewinn in drei Spielen
| Kennzahl | Philadelphia Eagles | Los Angeles Rams |
| Bilanz | 2 Siege, 1 Niederlage | 1 Sieg, 2 Niederlagen |
| Week 1 | 24:22 gegen die Commanders | 7:27 gegen die 49ers (Melbourne) |
| Week 2 | 24:20 bei den Titans | 28:6 gegen die Giants |
| Week 3 | 7:27 bei den Bears | 26:30 bei den Broncos |
| Punkte erzielt und zugelassen | 55:69 | 61:63 |
| Quarterback | Jalen Hurts (620 Yards, 5 TD, 3 INT) | Matthew Stafford (872 Yards, 6 TD, 4 INT) |
| Turnover-Bilanz | minus 5, kein Ballgewinn | keine belastbare Angabe |
| Bilanz 2025 | 11-6, Aus in der Wild Card Round | 12-5, Aus im NFC Championship Game |
| Letztes Duell (21.09.2025) | 33:26 zu Hause gewonnen | 26:33 in Philadelphia verloren |
Stand: 01.10.2026. Ergebnisse laut ESPN und den Wikipedia-Saisonseiten, Quarterback-Werte aus den Spielberichten addiert.
Die auffälligste Zahl steht bei der Abwehr der Eagles. In drei Spielen hat sie keinen Ball erobert, das gab es in Philadelphia zuletzt 1973. Zusammen mit fünf eigenen Ballverlusten ergibt das eine Turnover-Bilanz von minus fünf. Auch der Spielbeginn bereitet Sorgen: Laut Klubseite hat die Offensive im ersten Viertel noch keinen Punkt erzielt. Im Schnitt kommt Philadelphia auf 18,3 Punkte und lässt 23,0 zu.
Bei den Rams liegt das Problem woanders. Stafford warf in Denver für 390 Yards und zwei Touchdowns, dazu kamen allerdings zwei Interceptions. Viermal erreichte Los Angeles die Red Zone, nur einmal wurde daraus ein Touchdown. Im Duell der Vorsaison führten die Rams in Philadelphia bereits mit 26:7, ehe die Eagles das Spiel mit 33:26 noch drehten.
Verletzungen: Smith, Goedert und Baun fehlen im Training, Nacua kehrt wohl zurück
Im ersten Verletzungsbericht vom Mittwoch führt Philadelphia sechs Spieler ohne Training: Receiver DeVonta Smith (Oberschenkel), Tight End Dallas Goedert (Knie), Receiver Marquise Brown (Knöchel), Linebacker Zack Baun (Gehirnerschütterung), Tackle Fred Johnson (Knie) und Running Back Will Shipley (Fuß). Die Eagles hielten nur eine Walkthrough-Einheit ab, die Angaben sind also geschätzt. Goedert, Brown und Johnson fehlten bereits in Chicago. Auch im Training am Donnerstag blieben Smith, Goedert, Brown, Baun und Johnson draußen, Shipley trainierte eingeschränkt, Baun steht weiter im Protokoll für Gehirnerschütterungen (Stand 02.10., 09:50 Uhr, laut Eagles und nfl.com). Nach Einschätzung von ESPN-Reporter Tim McManus wird Smith gegen die Rams voraussichtlich nicht zur Verfügung stehen. Hurts musste in Chicago kurz zur Untersuchung auf eine Gehirnerschütterung vom Feld, steht aber nicht im Bericht.
Fällt Smith aus, verliert Hurts seinen besten verbliebenen Receiver: In Nashville fing Smith zehn Pässe für 117 Yards. Spielt er, bleiben mit Goedert und Brown trotzdem zwei Anspielstationen weg, die schon in Chicago fehlten. Den Spielstatus melden die Eagles erst am Freitag.
Auf der Gegenseite rechnet McVay mit Puka Nacua. Der Receiver hat wegen Hüftproblemen die Spiele gegen die Giants und in Denver verpasst und wird im geschätzten Bericht vom Mittwoch als eingeschränkt geführt, die Rams hatten an diesem Tag nicht trainiert. Tight End Terrance Ferguson (Knöchel) und Cornerback Jaylen Watson (Schulter) werden laut McVay voraussichtlich fehlen. Auch Defensive Tackle Aaron Donald (Rücken) und Tight End Colby Parkinson stehen ohne Training im Bericht. Am Donnerstag trainierte Nacua erneut eingeschränkt, Ferguson, Donald und Parkinson setzten weiter aus (Stand 02.10., 09:50 Uhr, laut ESPN und nfl.com). Ohne Watson wird die Secondary der Rams dünn. Gegen eine Offensive ohne Smith, Goedert und Brown wiegt das allerdings weniger schwer. Weitere Ausfälle der Woche ordnet der Verletzungs-Radar zu Week 4 ein.
Quoten zu Eagles gegen Rams: Der Gast liegt bei 59 Prozent
| Markt | Auswahl | Quote |
| Moneyline (7 Anbieter) | Eagles / Rams | 2,30 / 1,60 |
| Spread 2,5 (6 Anbieter) | Eagles +2,5 / Rams -2,5 | 2,10 / 1,80 |
| Spread 3,5 (4 Anbieter) | Eagles +3,5 / Rams -3,5 | 1,78 / 2,10 |
| Gesamtpunkte 43,5 (5 Anbieter) | Über / Unter | 1,91 / 1,95 |
Stand der Quoten: 01.10.2026, 12:15 Uhr MESZ, Durchschnittswerte aus dem Quotenvergleich. Ohne Aufschlag sieht die Moneyline Los Angeles bei rund 59 Prozent, Philadelphia bei 41 Prozent. Am Vortag standen 2,33 und 1,58 im Vergleich, viel hat sich seit dem Verletzungsbericht also nicht bewegt. Dass ein Gastgeber mit zwei Siegen gegen einen Gast mit zwei Niederlagen über zwei Punkte zurückliegt, ist eine klare Aussage des Marktes über die Leistungen der dritten Woche.
Rahmen: Kurze Woche für Philadelphia, frühe Uhrzeit für die Rams
Philadelphia hat in Chicago erst am Montagabend gespielt und damit einen Tag weniger Pause als der Gegner, der am Sonntagabend in Denver antrat. Die Rams wiederum reisen von der Westküste an, der Kickoff um 13:00 Uhr Ortszeit entspricht 10:00 Uhr in Los Angeles. Für die Eagles ist es zugleich das letzte Spiel vor der Reise nach London, wo sie am 11. Oktober im Tottenham Hotspur Stadium auf Jacksonville treffen. In Deutschland zeigt NITRO die Partie im Free-TV, alle Spiele und Sender der Woche stehen im Überblick zu NFL Week 4.
Prognose Eagles gegen Rams: Warum die Siegquote der Rams noch Luft hat
Philadelphia hat zwei Spiele mit zusammen sechs Punkten Abstand gewonnen und das dritte deutlich verloren. Eine Abwehr ohne Ballgewinn, eine Offensive ohne Punkte im ersten Viertel und ein dünnes Receiver-Korps sind keine Grundlage für ein Heimspiel gegen eine Offensive, die in Denver 390 Passing Yards erzeugt hat. Die Rams wiederum haben dort ein Spiel verloren, das sie nach dem Eingeständnis der Liga hätten gewinnen müssen.
Haupt-Tipp: Los Angeles Rams Sieg (Moneyline) · Quote 1,60 (Stand 01.10., 12:15 Uhr)
Der Tipp trägt in beiden Personalszenarien. Spielt Smith, hat Hurts eine verlässliche Anspielstation zurück, Goedert und Brown fehlen trotzdem. Fällt er aus, bleibt Philadelphia im Passspiel fast ohne erfahrene Receiver. Kehrt Nacua zurück, bekommt Stafford zu Davante Adams seinen zweiten Top-Receiver. Fehlt er doch, bleibt die Erfahrung der letzten beiden Spiele: Ohne Nacua erzielte Los Angeles 28 Punkte gegen die Giants und 26 in Denver. Die Redaktion sieht die Rams bei 65 Prozent, die faire Quote liegt damit bei 1,54, die Marktquote von 1,60 darüber. Gegen den Tipp sprechen die Reise mit frühem Kickoff, die Schwäche der Rams in der Red Zone und das Comeback der Eagles im Duell der Vorsaison.
Verworfen wurde Rams -2,5 zu 1,80. Ein Sieg mit einem Field Goal würde zwar reichen, doch Handicaps in dieser Größenordnung haben sich in der NFL-Bilanz der Redaktion bisher selten ausgezahlt, und die zusätzliche Quote gleicht das Risiko eines knappen Ausgangs nicht aus. Einen Value-Tipp gibt es nicht. Unter 43,5 zu 1,95 passt zur schwachen Offensive der Eagles, aber nicht zu einem Gegner, der in Denver 26 Punkte erzielt und dabei drei Möglichkeiten in der Red Zone ausgelassen hat. Weitere Märkte der Liga sammelt die Seite zu den NFL-Wetten.
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