Die Chicago Bears empfangen die Philadelphia Eagles zum Abschluss der dritten NFL-Woche im Soldier Field. Kickoff ist in Deutschland am Dienstag, 29. September 2026, um 02:15 Uhr MESZ, in Chicago am Montagabend um 19:15 Uhr. Chicago muss ohne Caleb Williams auskommen, und genau diese Lücke hat die Quoten der vergangenen Woche mehrfach verschoben.
Bears gegen Eagles: Chicago ohne Caleb Williams, Philadelphia mit zwei knappen Siegen
Die Bears haben Caleb Williams am 26. September für das Spiel gestrichen. Der Quarterback hatte sich beim 3:9 gegen Minnesota im vierten Viertel am rechten Oberschenkel verletzt. Nach Angaben des Klubs hatte er seit seiner Wahl an Position eins im Draft 2024 alle 36 Spiele der regulären Saison und beide Playoff-Spiele begonnen. Für Chicago ist es also das erste Spiel seit mehr als zwei Jahren ohne ihn.
Wer ihn ersetzt, war bis Montagmittag nicht offiziell. Tyson Bagent hat das Gehirnerschütterungsprotokoll am Wochenende verlassen, die Vorschau der Bears vom 28. September nennt ihn und Case Keenum weiter als Optionen. Fox Sports berichtet unter Berufung auf Jay Glazer, dass der 38-jährige Keenum beginnt, weil Bagent den Spielplan der Woche nicht vollständig mittrainieren konnte (Stand 28.09.). Offensive Coordinator Press Taylor sagte zu Keenum, niemand zweifle daran, dass er für den Moment bereit sei.
Philadelphia kommt mit zwei Siegen, beide eng. Zum Auftakt reichte gegen Washington ein 24:22, weil die Defensive spät eine Two-Point-Conversion stoppte. In Nashville warf Jalen Hurts Sekunden vor Schluss den Touchdown zum 24:20 gegen Tennessee. Ein Spiel mit mehr als vier Punkten Abstand hat Philadelphia in dieser Saison noch nicht bestritten.
Form und Zahlen: Chicagos Laufspiel gegen die Offensive von Jalen Hurts
| Kennzahl | Chicago Bears | Philadelphia Eagles |
| Bilanz | 1 Sieg, 1 Niederlage | 2 Siege, 0 Niederlagen |
| Week 1 | 59:37 bei den Carolina Panthers | 24:22 gegen die Washington Commanders |
| Week 2 | 3:9 gegen die Minnesota Vikings | 24:20 bei den Tennessee Titans |
| Punkte erzielt und zugelassen | 62:46 | 48:42 |
| Punkte im Spiel insgesamt | 96 und 12 | 46 und 44 |
| Rushing Yards pro Spiel | 212,5 (Platz 1 der Liga) | keine belastbare Angabe |
| Quarterback | Case Keenum oder Tyson Bagent | Jalen Hurts (467 Yards, 5 TD, 2 INT) |
| Letztes Duell (28.11.2025) | 24:15 in Philadelphia gewonnen | 15:24 zu Hause verloren |
Stand: 28.09.2026. Ergebnisse laut nfl.com und den Klubseiten, Saisonwerte laut Vorschau der Bears.
Die Tabelle zeigt, wie unterschiedlich Chicagos zwei Spiele verlaufen sind. Beim 59:37 in Carolina liefen die Bears für 291 Yards, so viel wie seit 1984 nicht mehr. Eine Woche später gelang gegen Minnesota nur ein Field Goal. Die Defensive hielt die Vikings in diesem Spiel ohne Touchdown, ließ 246 Yards Raumgewinn zu und stoppte zehn von 13 dritten Versuchen. Beim Laufspiel liegt Chicago mit 212,5 Yards pro Spiel an der Spitze der Liga, getragen von D’Andre Swift (169 Yards, drei Touchdowns) und Kyle Monangai (147 Yards).
Die beiden Quarterback-Optionen liefern kaum Vergleichswerte aus dieser Saison. Bagent brachte gegen Minnesota fünf von neun Pässen für 54 Yards an. Keenum hat laut Bears in seiner Laufbahn 80 Spiele bestritten, davon 66 als Starter, mit 79 Touchdown-Pässen und 51 Interceptions. Hurts steht nach zwei Spielen bei 467 Passing Yards, fünf Touchdowns und zwei Interceptions. Das letzte Duell gewann Chicago im November 2025 mit 24:15 in Philadelphia, damals liefen die Bears für 281 Yards.
Quoten zu Eagles vs. Bears: Wie sich der Markt seit dem 22. September bewegt hat
| Markt | Auswahl | Quote |
| Moneyline | Bears / Eagles | 2,66 / 1,48 |
| Spread 3,5 (6 Anbieter) | Bears +3,5 / Eagles -3,5 | 1,98 / 1,87 |
| Spread 4,5 (6 Anbieter) | Bears +4,5 / Eagles -4,5 | 1,85 / 2,00 |
| Gesamtpunkte 41,5 (5 Anbieter) | Über / Unter | 1,91 / 1,91 |
Stand der Quoten: 28.09.2026, 10:52 Uhr MESZ, Durchschnittswerte aus dem Quotenvergleich. Um den Aufschlag bereinigt sieht die Moneyline Philadelphia mit rund 64 Prozent vorn. Der Mittelpunkt des Spreads liegt zwischen 3,5 und 4,5 Punkten.
Die Bewegung erzählt die Quarterback-Geschichte der Woche. Am 22. September um 11:40 Uhr stand die Moneyline bei 2,55 für Chicago und 1,54 für Philadelphia, die Gesamtpunktelinie bei 44,5. Nachdem Bagent ins Protokoll gekommen war, stieg die Bears-Quote bis zum 24. September auf 2,79. Seit Bagent wieder frei ist, hat sie sich auf 2,66 zurückbewegt. Die Punktelinie liegt inzwischen drei Punkte tiefer als vor einer Woche, der Markt rechnet also mit einem deutlich zäheren Spiel.
Verletzungsbericht: Goedert und Marquise Brown fehlen, bei Chicago zwei Defensivspieler
Im abschließenden Verletzungsbericht sind bei Philadelphia Tight End Dallas Goedert (Knie), Receiver Marquise Brown (Knöchel) und Tackle Fred Johnson (Knie) gestrichen. Linebacker Jonathan Greenard (Brustmuskel) steht als fraglich im Bericht, trainierte aber voll. Saquon Barkley und DeVonta Smith trainierten ohne Einschränkung, Smith fing in Nashville zehn Pässe für 117 Yards.
Chicago meldet neben Williams die Ausfälle von Linebacker Noah Sewell (Achillessehne) und Defensive End Shemar Turner (Knie). Guard Joe Thuney und Bagent trainierten zuletzt voll (Stand 28.09., laut nfl.com).
Der Personalstand begünstigt ein bodenständiges Spiel. Philadelphia fehlen mit Goedert und Brown zwei Anspielstationen für Hurts, Chicago wird mit einem Ersatzquarterback kaum auf lange Pässe setzen. Wo das Spiel in Deutschland zu sehen ist, steht im TV-Ratgeber zu Eagles vs. Bears.
Prognose Eagles vs. Bears: Warum beide Quarterback-Szenarien für wenige Punkte sprechen
Ob Keenum oder Bagent beginnt, ändert an einer Sache wenig: Chicago wird den Ball laufen lassen. Keenum hat seit 2023 kein Spiel der regulären Saison mehr begonnen, Bagent konnte nach dem Protokoll nur einen Teil der Woche mit der ersten Mannschaft arbeiten. In beiden Fällen ist das Laufspiel mit Swift und Monangai der sicherste Weg, und lange Laufserien verbrauchen Zeit. Philadelphia wiederum hat in beiden Spielen genau 24 Punkte erzielt und muss auf Goedert und Brown verzichten.
Haupt-Tipp: Unter 41,5 Punkte (inkl. Verlängerung) · Quote 1,91 (Stand 28.09., 10:52 Uhr)
Die Rechnung dahinter ist schlicht. Erzielt Philadelphia wie in den ersten beiden Wochen 24 Punkte, müsste Chicago mit einem Ersatzquarterback 18 oder mehr beisteuern, damit die Linie fällt. Gegen Minnesota gelangen den Bears drei Punkte, und die Defensive der Eagles unter Vic Fangio ließ in zwei Spielen im Schnitt 21 Punkte zu. Das Risiko liegt offen: Beide Eagles-Spiele endeten mit 46 und 44 Punkten über dieser Linie, und das 59:37 in Carolina zeigt, was Chicagos Laufspiel an einem guten Tag erzeugt. Die faire Quote der Redaktion liegt bei 1,80, das entspricht rund 55 Prozent, die Marktquote von 1,91 liegt darüber. Verworfen wurde die Siegwette auf Philadelphia zu 1,48, weil der Preis die Knappheit der ersten beiden Eagles-Siege nicht abbildet. Wie Punktwetten funktionieren, erklärt der Ratgeber zu Über/Unter-Wetten.
Zur Einordnung gehört ein früherer Tipp. Am 22. September hatte die Redaktion im Verletzungs-Radar zu Week 3 Chicago +3,5 zu 1,85 empfohlen und am 23. September zurückgezogen, weil mit Keenum ein dritter Quarterback ins Spiel kam, den die Begründung nicht abdeckte. Heute stehen auf Chicago +3,5 im Schnitt 1,98. Wir greifen die Wette trotzdem nicht wieder auf. Sie hängt an der Frage, wie gut Chicagos Offensive mit Keenum funktioniert, und genau darauf gibt es keine belastbare Antwort. Handicaps um drei bis vier Punkte entscheiden sich in der NFL zudem oft erst im letzten Angriff.
Einen Value-Tipp gibt es deshalb nicht. Chicago +4,5 zu 1,85 würde auf dieselbe Annahme setzen wie der Haupt-Tipp, nämlich ein zähes Spiel mit wenigen Punkten, und für die Moneyline der Bears zu 2,66 fehlt ohne Williams die Grundlage. Weitere Märkte der Liga sammelt die Seite zu den NFL-Wetten.
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