Darts-EM 2026 in Dortmund: Auslosung, Favoriten & Quoten (22.10.)

Natalia Schubert
| veröffentlicht am: 20.10.26
geprüft von Sebastian Vierheim | 5 Min. Lesezeit

Von Donnerstag, 22. Oktober, bis Sonntag, 25. Oktober, spielen die 32 besten Spieler der European Tour in der Dortmunder Westfalenhalle um die Europameisterschaft der PDC. Luke Littler fehlt dieser Titel als einziger der großen Ranglistentitel noch, entsprechend klar führt er die Siegerquoten an. Aus Deutschland sind Martin Schindler und Niko Springer dabei, beide als Außenseiter gegen gesetzte Gegner.


Auslosung der Darts-EM 2026: Littler gegen O’Connor, Price gegen Cross

Gesetzt wird bei der EM nicht nach der Weltrangliste, sondern nach dem Preisgeld aus den 15 Turnieren der European Tour 2026. Deshalb steht Ross Smith an Position eins und der Niederländer Wessel Nijman an zwei, Littler, der nur drei Turniere der Serie spielte, ist an elf gesetzt. Die erste Runde geht über Best of 11 Legs, Achtel- und Viertelfinale über Best of 19, Halbfinale und Finale über Best of 21. Das Preisgeld beträgt insgesamt 750.000 Pfund, der Sieger erhält 150.000, wer die erste Runde übersteht, hat 20.000 Pfund sicher.

Obere Hälfte Untere Hälfte
(1) Ross Smith gegen (32) Karel Sedláček (2) Wessel Nijman gegen (31) Martin Schindler
(16) James Wade gegen (17) Damon Heta (15) Ryan Joyce gegen (18) Jermaine Wattimena
(8) Gian van Veen gegen (25) Andrew Gilding (7) Jonny Clayton gegen (26) Niko Springer
(9) Luke Woodhouse gegen (24) Dirk van Duijvenbode (10) Josh Rock gegen (23) Chris Dobey
(4) Niels Zonneveld gegen (29) Cameron Menzies (3) Krzysztof Ratajski gegen (30) Dave Chisnall
(13) Gerwyn Price gegen (20) Rob Cross (14) Kevin Doets gegen (19) Michael van Gerwen
(5) Danny Noppert gegen (28) Stephen Bunting (6) Nathan Aspinall gegen (27) Cristo Reyes
(12) Luke Humphries gegen (21) Ryan Searle (11) Luke Littler gegen (22) William O’Connor

Quellen: dartsnews und Dartsworld, Auslosung vom 19.10.2026. Setzplätze in Klammern.

Littler und Luke Humphries können sich erst im Finale begegnen. In der oberen Hälfte ballen sich dafür die Namen: Humphries, Gerwyn Price, Titelverteidiger Gian van Veen, James Wade und Ross Smith. Auf Littlers Seite sind Nathan Aspinall, Michael van Gerwen und Nijman die gefährlichsten Gegner bis zum Halbfinale. Die erste Runde verteilt sich auf die Abendsessions am Donnerstag und Freitag, van Veen eröffnet seine Titelverteidigung laut dartsnews am Donnerstag. Die genaue Reihenfolge der Spiele hatte die PDC bis Dienstag, 20. Oktober, 15:25 Uhr, noch nicht veröffentlicht.


Littler, Humphries und Price: Die Favoriten auf den EM-Titel

Littler ist die Nummer eins der Weltrangliste und hat 2026 die Weltmeisterschaft, das World Matchplay, die UK Open, die Premier League und die World Masters gewonnen. Bei der Europameisterschaft ist das Achtelfinale bisher sein bestes Ergebnis. Von den drei Turnieren der European Tour, die er in diesem Jahr spielte, gewann er laut Dartsworld zwei.

Humphries kommt als Sieger des World Grand Prix, im Finale von Leicester schlug er Price mit 6:4 Sätzen. In Dortmund stand er schon im Vorjahr im Endspiel und verlor es gegen van Veen mit 10:11. Wie der Markt die Favoriten vor dem World Grand Prix eingeschätzt hatte, steht in unserer Analyse zum World Grand Prix 2026. Price hat 2026 drei große Finals erreicht und alle verloren: im World Matchplay gegen Littler, im World Grand Prix gegen Humphries und bei den World Series Finals gegen Smith. Sein Auftaktgegner Rob Cross hat die EM zweimal gewonnen, 2019 im Finale gegen Price und 2021.

Van Veen, mit 24 Jahren Titelverteidiger, spielte am vergangenen Wochenende in Maastricht laut Dartsworld einen neuen Rekord-Average der European Tour, das Turnier gewann allerdings sein Landsmann Niels Zonneveld. Smith geht als Erster der Setzliste ins Turnier und hat zuletzt die World Series Finals gewonnen.


Schindler gegen Nijman, Springer gegen Clayton: Die Deutschen in Dortmund

Für Schindler ist das Los schwer. Nijman hat in dieser Saison zwei Turniere der European Tour gewonnen und ist an zwei gesetzt. Schindler selbst steckt in einem schwachen Jahr: Bis Ende August stand er nach einer Auswertung von dartsnews bei 31 Siegen und 37 Niederlagen, im World Matchplay verlor er gegen Price trotz einer 6:2-Führung und schied damit zum fünften Mal in Folge in der ersten Runde aus. In der European Tour reichte es in Sindelfingen für ein Viertelfinale.

Springer trifft auf Jonny Clayton, der in diesem Jahr unter anderem Littler bei den World Series Finals schlug. Der Deutsche hat in der European Tour gezeigt, dass er gegen die Spitze gewinnen kann: Beim European Darts Grand Prix in Sindelfingen schlug er Gary Anderson mit 6:3, bei der Baltic Sea Darts Open in Kiel Ross Smith mit 6:2. Gespielt wird über Best of 11 Legs, also bis sechs gewonnene Legs. In diesem kurzen Format reicht ein schwacher Start des Favoriten, um ein Spiel zu verlieren.


Quoten zur Darts-EM: Littler bei 2,00, Humphries bei 7,50

Spieler Siegerquote Spieler Siegerquote
Luke Littler 2,00 Ross Smith 24,00
Luke Humphries 7,50 Jonny Clayton 27,00
Gerwyn Price 9,00 James Wade 27,00
Gian van Veen 10,00 Michael van Gerwen 35,00
Wessel Nijman 21,00 Martin Schindler, Niko Springer 151,00 und 301,00

Stand: 20.10.2026, 15:18 Uhr, Siegerquoten im Quotenvergleich mit drei Anbietern.

Erste Runde Quoten
Littler gegen O’Connor 1,14 / 6,00
Humphries gegen Searle 1,35 / 3,40
Price gegen Cross 1,55 / 2,50
Nijman gegen Schindler 1,40 / 3,00
Clayton gegen Springer 1,35 / 3,40

Stand: 20.10.2026, 15:18 Uhr, Matchwetten im Quotenvergleich.

Eine Quote von 2,00 heißt, dass der Markt Littler die Hälfte aller Turnierverläufe zutraut, ohne den Aufschlag der Anbieter sogar etwas weniger. Für ein Feld aus 32 Spielern ist das sehr viel, es spiegelt aber seine fünf großen Titel in diesem Jahr. Auffällig ist das Duell Price gegen Cross: Der Mann aus drei Major-Finals dieses Jahres geht nur mit 1,55 in sein Auftaktspiel, ohne Aufschlag sind das knapp 62 Prozent. Wie sich Siegwetten und Matchwetten im Darts unterscheiden, erklärt die Seite zu Wetten auf Darts.


Prognose zur Darts-EM 2026: Warum Price und Springer zum Auftakt mehr bieten als Littler

Littlers Siegerquote setzt voraus, dass er vier Runden übersteht, die erste davon über die kurze Distanz von elf Legs und ohne einen einzigen EM-Erfolg jenseits der zweiten Runde. Mehr Wert liegt in den Auftaktspielen, in denen der Markt die aktuelle Form zu wenig gewichtet.

Haupt-Tipp: Sieg Gerwyn Price gegen Rob Cross · Quote 1,55 (Stand 20.10., 15:18 Uhr)

Price erreichte in diesem Jahr die Finals des World Matchplay, des World Grand Prix und der World Series Finals und ist die Nummer vier der Welt. Cross ist zwar zweimaliger Europameister, geht aber nur als Nummer 20 der Setzliste und mit einer Siegerquote von 55,00 ins Turnier, der Markt traut ihm also wenig zu. Ihre vier Duelle in Endspielen gingen 2:2 aus. Wir sehen Price bei 66 Prozent, die faire Quote liegt damit bei 1,52, die Marktquote von 1,55 darüber. Verworfen haben wir den Turniersieg von Littler zu 2,00: Wir kommen auf 44 Prozent und eine faire Quote von 2,27.

Value-Tipp: Sieg Niko Springer gegen Jonny Clayton · Quote 3,40 (Stand 20.10., 15:18 Uhr)

Der Markt sieht Springer ohne Aufschlag bei gut 28 Prozent. Für einen Spieler, der in dieser Saison Smith und Anderson in Spielen über dieselbe Distanz geschlagen hat, ist das wenig, zumal er in Dortmund vor deutschem Publikum spielt. Wir setzen seine Chance bei 32 Prozent an, das ergibt eine faire Quote von 3,13. Die Marktquote von 3,40 liegt darüber.

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Natalia Schubert - Sportjournalistin |
Natalia Schubert Natalia Schubert ist Fußballanalystin und Sportjournalistin mit über zwölf Jahren Erfahrung in der datenbasierten Spielanalyse. Sie studierte Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln und arbeitet mit professionellen Analyseplattformen wie Wyscout, InStat und Opta. Bei wetttippsheute.net verantwortet sie taktische Spielvorschauen, Hintergrundanalysen und die statistische Einordnung von Partien aus der Bundesliga, Champions League und weiteren internationalen Wettbewerben. Pro Saison verfolgt und analysiert sie über 300 Spiele.
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