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Darts World Grand Prix 2026: Quoten, Favoriten & Prognose zum Turnier in Leicester (ab 28.09.)

Natalia Schubert
| veröffentlicht am: 22.09.26
geprüft von Sebastian Vierheim | 5 Min. Lesezeit

Der World Grand Prix startet am Montag, dem 28. September, um 19:00 Uhr MESZ in der Mattioli Arena in Leicester und endet am 4. Oktober. 32 Spieler treten in dem einzigen Major an, in dem jedes Leg auf ein Doppel eröffnet werden muss. Titelverteidiger Luke Littler führt die Siegerquoten mit deutlichem Abstand an.

Das Feld setzt sich je zur Hälfte aus den Top 16 der Werner Rankings und den Top 16 der ProTour-Rangliste zusammen. Gespielt wird im K.-o.-System, die erste Runde geht über den Modus Best of 3 Sätze. Das Gesamtpreisgeld liegt bei 750.000 Pfund, auf den Sieger entfallen davon 150.000 Pfund.

Wie sich das Turnier über die Woche verteilt und welcher Sender es zeigt, steht in der Übersicht zu Terminen, Auslosung und Übertragung. Dieser Artikel nimmt die Quoten auseinander.


Double-in in Leicester: Warum der World Grand Prix andere Sieger hervorbringt als die übrigen Majors

Der World Grand Prix ist das einzige Turnier des PDC-Kalenders, das im Modus 501 Double-in-Double-out gespielt wird. Ein Leg beginnt erst, wenn ein Spieler ein Doppel oder das Bullseye trifft. Wer den Start verpasst, wirft drei Darts ohne Zählwert, und ein Leg kann sich dadurch über deutlich mehr Aufnahmen strecken als üblich.

Das verschiebt die Gewichte. Scoring-Stärke auf der Triple 20 verliert an Wert, weil sie erst nach dem Eröffnungsdoppel greift. Wer zuverlässig auf dem äußeren Ring trifft, gewinnt Legs, die er in anderen Turnieren verlieren würde. Fachmedien beschreiben den Modus entsprechend als Turnier, bei dem das Checken über allem steht.

Die Siegerliste bildet das ab. Rekordsieger ist Phil Taylor mit elf Titeln zwischen 1998 und 2013. In den vergangenen drei Jahren gewannen drei verschiedene Spieler: 2023 Luke Humphries mit 5:2 Sätzen gegen Gerwyn Price, 2024 der bis dahin titellose Mike De Decker mit 6:4 gegen Humphries, 2025 Luke Littler mit 6:1 wieder gegen Humphries.

De Decker steht in diesem Jahr nicht im Feld der 32. Der Sieger von 2024 hat 2026 nach Auswertung von dartsnews.com 61 Prozent seiner Spiele verloren und zuletzt die Qualifikation für die Majors verpasst. Sein Weltranglistenplatz lag am 13. September bei 24.


Die Siegerquoten zum World Grand Prix 2026: Littler weit vor dem Feld

Der Quotenvergleich sieht eine klare Hierarchie. Littler steht als einziger Spieler unter 2,00, danach klafft eine Lücke bis zum zweiten Favoriten.

Spieler Siegerquote Spieler Siegerquote
Luke Littler 1,60 Jonny Clayton 29,00
Luke Humphries 7,44 Wessel Nijman 29,00
Gerwyn Price 12,75 Nathan Aspinall 35,75
Gian van Veen 16,75 Chris Dobey 41,25
Ross Smith 20,75 Josh Rock 50,50
Michael van Gerwen 22,50 Danny Noppert 79,25
James Wade 26,00 Luke Woodhouse 98,00
Gary Anderson 26,00 Niko Springer 144,25

Stand 22.09.2026, 11:50 Uhr MESZ, Dezimalquoten aus einem Quotenvergleich über mehrere Buchmacher.

Eine Quote von 1,60 entspricht einer eingepreisten Siegwahrscheinlichkeit von rund 62 Prozent. Das ist für ein K.-o.-Turnier mit 32 Teilnehmern ein hoher Wert, zumal die erste Runde nur über Best of 3 Sätze geht. Michael van Gerwen, mit sechs Titeln hinter Taylor der zweiterfolgreichste Spieler der Turniergeschichte, steht bei 22,50. James Wade und Danny Noppert, beide frühere Titelträger, liegen bei 26,00 und 79,25.


Der Auftakt am 28. September: acht Partien im Modus Best of 3 Sätze

Am Montagabend stehen acht Erstrundenpartien an, alle ab 19:00 Uhr MESZ. Die Auslosung hat dabei zwei gesetzte Spieler mit unangenehmen Losen bedacht.

Partie Quote Spieler 1 Quote Spieler 2
Luke Littler gegen Luke Woodhouse 1,14 5,43
Gerwyn Price gegen Sebastian Bialecki 1,33 3,25
Michael van Gerwen gegen Ryan Joyce 1,41 2,78
Ross Smith gegen Cameron Menzies 1,41 2,78
Jonny Clayton gegen Krzysztof Ratajski 1,53 2,45
Wessel Nijman gegen Rob Cross 1,63 2,22
Danny Noppert gegen Niko Springer 1,68 2,15
Nathan Aspinall gegen Kevin Doets 1,72 2,08

Stand 22.09.2026, 11:50 Uhr MESZ.

Die engsten Partien des Abends sind die beiden letzten. Aspinall, an Position 16 gesetzt, trifft sofort auf Kevin Doets, der über die ProTour-Rangliste ins Feld kam. Noppert als Nummer 8 bekommt es mit Niko Springer zu tun. In beiden Fällen liegt der Favorit unter 1,75, was für eine Paarung zwischen einem Gesetzten und einem Qualifikanten wenig ist.


Niko Springer als einziger Deutscher gegen Danny Noppert

Springer ist der einzige deutsche Starter und kam über die ProTour-Rangliste ins Feld. In der Weltrangliste stand er am 13. September auf Platz 38, Noppert auf Platz 10. Die reine Rangliste spricht damit klar für den Niederländer.

Die Ergebnisse der vergangenen zwölf Monate zeichnen ein anderes Bild. Springer gewann die Hungarian Darts Trophy und damit seinen ersten Euro-Tour-Titel, auf dem Weg dorthin schlug er Luke Humphries und Josh Rock, im Finale Noppert. In dieser Saison bezwang er beim European Darts Grand Prix in der zweiten Runde Titelverteidiger Gary Anderson mit 6:3 und beim German Darts Grand Prix Michael van Gerwen mit 6:1. Das direkte Duell mit Noppert verlor er zuletzt beim European Darts Grand Prix in Runde drei mit 4:6, wobei Noppert auf einen Average von 98,3 kam.

Die jüngere Bilanz zwischen beiden steht damit bei 1:1, jeweils in großen Euro-Tour-Partien. Noppert hat in dieser Saison das Finale des German Darts Grand Prix erreicht und dort mit 5:8 gegen Aspinall verloren.


Prognose zum World Grand Prix: Warum der Auftakt mehr Wert bietet als die Siegerquote

Die Siegerquote von 1,60 auf Littler verlangt, dass er fünf Runden übersteht, davon die erste im kürzesten Modus des Turniers. Der Double-in-Modus erzeugt genau dort die höchste Varianz, und die Turnierhistorie seit 2023 zeigt drei verschiedene Sieger, darunter mit De Decker einen aus dem Qualifikantenfeld. Für eine Wette auf den Titel ist der Preis zu knapp.

Interessanter ist die Erstrundenpaarung zwischen Noppert und Springer. Eine Quote von 2,15 auf Springer entspricht einer eingepreisten Siegwahrscheinlichkeit von rund 46,5 Prozent. Die Weltranglistenplätze 10 und 38 rechtfertigen einen Abschlag, aber nicht in dieser Höhe, wenn der Außenseiter denselben Gegner vor einem Jahr in einem Euro-Tour-Finale geschlagen hat und in dieser Saison van Gerwen und Anderson besiegte.

Haupt-Tipp: Sieg Niko Springer gegen Danny Noppert · Quote 2,15 (Stand 22.09., 11:50)

Der Modus Best of 3 Sätze verkürzt die Distanz auf ein Minimum: Wer zwei Sätze gewinnt, ist weiter, und ein Satz geht über Best of 3 Legs. In dieser Länge schrumpft der Vorteil des konstanteren Spielers stärker als in jedem anderen Format des Turniers. Dazu kommt das Double-in, das die Scoring-Überlegenheit eines Top-10-Spielers zusätzlich entwertet. Springer hat in den vergangenen zwölf Monaten Humphries, van Gerwen, Anderson, Rock und Noppert geschlagen, also fünf Spieler aus der erweiterten Weltspitze. Die Redaktion setzt seine faire Quote bei 2,05, was einer Siegwahrscheinlichkeit von knapp 49 Prozent entspricht; die Marktquote von 2,15 liegt darüber. Verworfen wurde der Turniersieg von Littler zu 1,60, weil 62 Prozent Siegwahrscheinlichkeit über fünf Runden in diesem Modus zu hoch angesetzt sind.

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Weitere Wettmärkte rund um den World Grand Prix

Neben Sieger- und Matchwetten bieten die Vergleichsseiten zum World Grand Prix vor allem Satzhandicaps an, bei denen ein Spieler mit einem Vorsprung oder Rückstand von 1,5 Sätzen in die Partie geht. Wie sich aus einer eigenen fairen Einschätzung und der Marktquote ein Wert ableiten lässt, erklärt der Ratgeber zur Value-Strategie für Sportwetten. Eine Übersicht der Marktarten im Darts steht auf der Seite zu Wetten auf Darts.

Natalia Schubert - Sportjournalistin |
Natalia Schubert Natalia Schubert ist Fußballanalystin und Sportjournalistin mit über zwölf Jahren Erfahrung in der datenbasierten Spielanalyse. Sie studierte Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln und arbeitet mit professionellen Analyseplattformen wie Wyscout, InStat und Opta. Bei wetttippsheute.net verantwortet sie taktische Spielvorschauen, Hintergrundanalysen und die statistische Einordnung von Partien aus der Bundesliga, Champions League und weiteren internationalen Wettbewerben. Pro Saison verfolgt und analysiert sie über 300 Spiele.
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