Alexander Zverev übernimmt am Montag, 2. November, erstmals Platz eins der Tennis-Weltrangliste. Das steht seit seinem Sieg im Achtelfinale von Wien fest. Für die letzten beiden großen Turniere der Saison, das Masters in Paris ab 2. November und die ATP Finals in Turin ab 15. November, geht er damit als Spitzenreiter und Titelanwärter ins Rennen (Stand 30.10.2026, 15:50 Uhr).
Erster Deutscher an der Spitze seit Boris Becker
Mit dem 6:4, 7:5 gegen Tallon Griekspoor am Donnerstag hat Zverev das Viertelfinale in Wien erreicht. Mit der Weltrangliste vom 2. November wird er nach Angaben der ATP das 30. Mitglied des Kreises der Spieler, die die Rangliste angeführt haben, und der erste Deutsche an der Spitze seit Boris Becker 1991 (ATP, Sky Sport). „Es ist ein besonderes Gefühl zu wissen, dass bei der nächsten Rangliste die Nummer eins neben meinem Namen steht“, sagte er nach dem Match (ATP).
Möglich wurde der Wechsel, weil Jannik Sinner seine Saison Anfang Oktober wegen einer Knieverletzung beendet hat und keine Punkte mehr sammeln kann. Zverev hat ein starkes Jahr hinter sich: In diesem Jahr gewann er mit Roland Garros und den US Open seine ersten beiden Grand-Slam-Titel, in Wimbledon stand er im Finale. Seine Bilanz liegt laut ATP bei 64 Siegen und 16 Niederlagen, das Viertelfinale in Wien ist sein 13. der Saison, so viele hat kein anderer Spieler erreicht. Am Freitagabend spielt er dort gegen Arthur Fery, unsere Prognose zu Zverev gegen Fery ordnet das Match ein.
Das Rennen um Turin: Zverev mit 1.300 Punkten Vorsprung
Für die ATP Finals zählen nur die Punkte des Kalenderjahres. Dort liegt Zverev mit 9.250 Punkten vor Sinner, der bei 7.950 Punkten stehen bleibt (ATP Race to Turin, Stand nach den Achtelfinals in Wien und Basel). Weil Sinner nicht mehr spielt, kann ihn im Jahresranking niemand mehr einholen.
| Platz | Spieler | Punkte | Diese Woche |
| 1 | Alexander Zverev | 9.250 | Wien, Viertelfinale |
| 2 | Jannik Sinner | 7.950 | Saison beendet |
| 3 | Carlos Alcaraz | 4.700 | Wien, Viertelfinale |
| 4 | Ben Shelton | 4.530 | Basel, Achtelfinale |
| 5 | Daniil Medwedew | 3.860 | Wien, Halbfinale |
| 6 | Flavio Cobolli | 3.690 | Wien, Achtelfinale |
| 7 | Arthur Fils | 3.525 | Basel, Viertelfinale |
| 8 | Frances Tiafoe | 3.380 | Wien, erste Runde |
| 9 | Rafael Jódar | 3.209 | Basel, Achtelfinale |
| 10 | Alex de Minaur | 2.980 | Wien, Viertelfinale |
| 11 | Novak Djokovic | 2.890 | Basel, Achtelfinale |
| 12 | Taylor Fritz | 2.785 | Basel, Viertelfinale |
Quelle: ATP Race to Turin, Stand 30.10.2026, 15:50 Uhr, mit den Punkten der laufenden Turniere.
Sicher für Turin sind Zverev und Alcaraz. Da Sinner ausfällt, reicht am Ende voraussichtlich Platz neun für einen Startplatz. Wie eng es dahinter zugeht, haben wir im Beitrag Kampf um Turin 2026 aufgeschlüsselt. Djokovic hat durch die Niederlage gegen Jan-Lennard Struff in Basel weiter Rückstand, für ihn bleibt vor allem Paris.
Paris Masters: Zverev ohne Titelverteidiger Sinner
Das Masters in Paris beginnt am Samstag, 31. Oktober, mit der Qualifikation, das Hauptfeld spielt vom 2. bis 8. November (Veranstalter, LTA). Gespielt wird wie im Vorjahr in der Paris La Défense Arena. Titelverteidiger ist Sinner, der 2025 gewann und diesmal fehlt (Rolex Paris Masters). Zverev hat das Turnier 2024 gewonnen. Die Auslosung lag am Freitagnachmittag noch nicht vor.
Für Zverev ist Paris das erste Turnier als Nummer eins. Er kommt allerdings mit wenig Pause: Erreicht er in Wien das Finale am Sonntag, bleibt bis zu seinem ersten Match in Paris kaum Zeit.
Quoten für Paris und Turin noch nicht offen
Siegerwetten für Paris und die ATP Finals lagen im Quotenvergleich bei oddsportal am Freitag, 30. Oktober, 15:49 Uhr, noch nicht vor. Einen Tipp geben wir deshalb nicht ab. Sobald die Auslosung in Paris steht, werden sich die Märkte füllen. Ohne Sinner ist Zverev neben Alcaraz der Spieler, an dem sich die Quoten ausrichten dürften. Wie Siegerwetten auf ein Tennisturnier funktionieren, erklärt unsere Seite zu den Tennis-Wetten.




