Alexander Zverev steht zum dritten Mal im Halbfinale von Shanghai und trifft am Samstag, 17. Oktober, auf Alejandro Davidovich Fokina. Der Hamburger schlug am Donnerstag Alex de Minaur in 78 Minuten 6:4, 6:4, der Spanier war schon am Nachmittag weitergekommen, weil Arthur Gea nach gut 20 Minuten beim Stand von 1:4 aufgab. Das Halbfinale ist für 10:30 Uhr deutscher Zeit angesetzt, 16:30 Uhr Ortszeit (Stand 16.10.2026, 14:25 Uhr). Für Zverev geht es um sein erstes Endspiel in Shanghai seit 2019.
Zverev gegen de Minaur: 20 Spiele nach 91 in drei Runden
Vor dem Viertelfinale hatte Zverev in Shanghai drei Matches mit zusammen 91 Spielen und vier Tiebreaks hinter sich, dazu Probleme mit dem rechten Knöchel aus dem Achtelfinale gegen Alexander Bublik. Gegen de Minaur reichten ihm 20 Spiele. Er nahm dem Australier im ersten Satz den Aufschlag zu null ab und breakte im zweiten Satz erneut, de Minaur ließ in beiden Sätzen Breakchancen liegen. Von Beschwerden am Knöchel ist in den Matchberichten vom Donnerstag keine Rede mehr. Die Ausgangslage vor diesem Viertelfinale und die Rolle des Knöchels haben wir in der Analyse Zverev gegen de Minaur beschrieben.
Laut ATP ist es Zverevs 62. Sieg in dieser Saison bei 14 Niederlagen. Die Nummer eins zum Jahresende ist ihm schon sicher, mit Roland Garros und den US Open hat er 2026 seine ersten beiden Grand-Slam-Titel gewonnen. In Shanghai stand er 2019 zuletzt im Halbfinale und verlor danach das Endspiel gegen Daniil Medwedew. Für de Minaur bedeutet die Niederlage, dass er mit 2.880 Punkten auf Platz neun im Live-Race to Turin bleibt, nur 40 Punkte vor Novak Djokovic.
Davidovich Fokina: Zwei Titel nach der Rückenverletzung und das vierte Masters-Halbfinale
Davidovich Fokina ist in Shanghai an Position 25 gesetzt und erreicht laut ATP sein viertes Halbfinale bei einem Masters-Turnier. 2022 stand er in Monte Carlo im Endspiel, 2023 in Kanada und 2025 erneut in Monte Carlo im Halbfinale. Sein Weg in dieser Woche war lang: Auf ein 6:1, 6:3 gegen Jenson Brooksby folgten ein 7:6, 4:6, 7:6 gegen den an sieben gesetzten Frances Tiafoe, bei dem er einen Matchball abwehrte, und ein 1:6, 6:3, 7:6 (6) gegen Hubert Hurkacz nach 2:04 Stunden. Im Viertelfinale ließ sich Gea nach zwei schnellen Breaks behandeln, spielte danach nur noch drei Punkte und gab beim Stand von 1:4 im ersten Satz auf.
Im Juni gewann er in Mallorca auf Rasen seinen ersten Titel auf der Tour, im sechsten Endspiel seiner Karriere. Nach dem Turnier in Umag im Juli fehlte er mit einer Rückenverletzung, Ende September kehrte er in Chengdu zurück und gewann dort gleich den Titel, mit 6:4, 7:6 im Finale gegen Hurkacz. Es war sein erster Titel auf Hartplatz. Der Sieg gegen Hurkacz in Shanghai war laut ATP sein 30. in dieser Saison, das Viertelfinale über Gea zählt als 31.
Direkter Vergleich: Zverev führt 6:1, Davidovich Fokina gewann nur 2023 in Kanada
Laut ATP führt Zverev im direkten Vergleich mit 6:1. Davidovich Fokinas einziger Sieg liegt drei Jahre zurück: 2023 in der zweiten Runde von Kanada gewann er glatt 6:1, 6:2. Die anderen vier Duelle auf Hartplatz gewann Zverev, zuletzt das Achtelfinale von Paris im Oktober 2025 mit 6:2, 6:4. Eng wurde es 2025 in Madrid auf Sand, Zverev gewann 2:6, 7:6 (3), 7:6 (0). Ihr bisher einziges Duell in China, 2023 in Peking, drehte Zverev nach verlorenem ersten Satz zum 6:7 (4), 6:2, 6:1.
| Kennzahl | Alexander Zverev | Alejandro Davidovich Fokina |
| Setzplatz Shanghai | 1 | 25 |
| Weg ins Halbfinale | Freilos, Wu 6:4, 7:6, Halys 6:4, 6:7, 6:3, Bublik 7:6, 4:6, 7:6, de Minaur 6:4, 6:4 | Freilos, Brooksby 6:1, 6:3, Tiafoe 7:6, 4:6, 7:6, Hurkacz 1:6, 6:3, 7:6, Gea 4:1 Aufgabe |
| Spiele in Shanghai | 111 in vier Matches | 86 in vier Matches (davon 5 gegen Gea) |
| Tiebreaks im Turnier | 4 | 3 |
| Saisonbilanz 2026 | 62 Siege, 14 Niederlagen | 31 Siege |
| Titel 2026 | 2 (Roland Garros, US Open) | 2 (Mallorca, Chengdu) |
| Direkter Vergleich laut ATP | 6 Siege (Hartplatz 4:1) | 1 Sieg (Kanada 2023) |
Quellen: ATP (Ergebnisse, Tableau, Matchberichte und Head2Head), Turnierseite Rolex Shanghai Masters, Wikipedia. Stand 15.10.2026, 13:45 Uhr.
Beide kennen in dieser Woche enge Matches. Zverev spielte vor dem Viertelfinale vier Tiebreaks in drei Matches, Davidovich Fokina entschied seine beiden Dreisatzsiege gegen Tiafoe und Hurkacz jeweils erst im Tiebreak des dritten Satzes. Frischer ist nach dem Donnerstag der Spanier: Gegen Gea stand er nur gut 20 Minuten auf dem Platz.
Quoten zu Zverev gegen Davidovich Fokina: So sieht der Markt das Halbfinale
| Markt | Auswahl | Quote | Chance laut Markt (ohne Marge) |
| Siegwette | Zverev | 1,28 | 74 Prozent |
| Siegwette | Davidovich Fokina | 3,64 | 26 Prozent |
| Spiele-Handicap | Zverev -3,5 | 1,95 | 48 Prozent |
| Spiele-Handicap | Davidovich Fokina +3,5 | 1,80 | 52 Prozent |
| Spiele gesamt | Über 22,5 | 1,73 | 54 Prozent |
| Spiele gesamt | Unter 22,5 | 2,05 | 46 Prozent |
Stand: 16.10.2026, 10:30 Uhr. Die Siegwette ist der Durchschnitt aus sieben Anbietern im Quotenvergleich, Handicap und Gesamtspiele stammen aus dem Quotenvergleich.
Die Buchmacher sehen Zverev ohne Marge bei 74 Prozent. Beim Spiele-Handicap liegt die Hauptlinie bei 3,5 Spielen, Zverev minus 2,5 Spiele bietet im Quotenvergleich nur ein Anbieter an, zu 1,55. Bei den Gesamtspielen steht die Linie bei 22,5, mit einer leichten Tendenz zu mehr Spielen. Wie Spiele-Handicap und Gesamtspiele im Tennis abgerechnet werden, erklärt unsere Seite zu den Tennis-Wetten.
Wer im Finale wartet: Medwedew oder Jodar
Das zweite Halbfinale bestreiten am Samstag um 13 Uhr deutscher Zeit Daniil Medwedew und Rafael Jodar. Medwedew setzte sich am Freitag mit 6:3, 1:6, 6:3 gegen Tommy Paul durch, Jodar drehte gegen Casper Ruud einen Satzrückstand und gewann 4:6, 6:4, 6:3. Wie beide in ihre Viertelfinals gingen, steht in unseren Analysen zu Medwedew gegen Paul und Jodar gegen Ruud. Medwedew hat Zverev 2019 im Endspiel von Shanghai geschlagen und ist an Position fünf gesetzt. Für Davidovich Fokina wäre es nach Monte Carlo 2022 das zweite Endspiel auf Masters-Ebene.
Prognose Zverev gegen Davidovich Fokina: Zverev bleibt Favorit, der Markt geht zu weit
Wir sehen Zverev mit 70 Prozent vorn. Für ihn sprechen der direkte Vergleich mit 6:1 Siegen, die vier Erfolge auf Hartplatz und ein Viertelfinale, in dem vom Knöchel nichts mehr zu sehen war. Der Markt geht mit 74 Prozent aber noch einen Schritt weiter. In dieser Lücke liegt der Ansatz für den Tipp, denn Davidovich Fokina kommt nach gut 20 Minuten gegen Gea ausgeruht ins Halbfinale, während Zverev in Shanghai schon 111 Spiele hinter sich hat.
Haupt-Tipp: Sieg Davidovich Fokina · Quote 3,64 (Stand 16.10., 10:30 Uhr)
Davidovich Fokina hat seit seiner Rückkehr in Chengdu einen Titel geholt und in Shanghai vier Matches gewonnen, zwei davon erst im Tiebreak des dritten Satzes. Dass er Zverev auf Hartplatz schlagen kann, hat er 2023 in Kanada mit 6:1, 6:2 gezeigt, und 2025 in Madrid fehlten ihm nach gewonnenem ersten Satz nur zwei Tiebreaks. Zverev musste dagegen in drei seiner vier Matches in dieser Woche mindestens einmal in den Tiebreak. Wir setzen die Chance des Spaniers bei 30 Prozent an, die faire Quote liegt damit bei 3,33, der Durchschnitt im Quotenvergleich bei 3,64. Verworfen haben wir Zverev minus 2,5 Spiele: Diese Linie gibt es im Quotenvergleich nur bei einem Anbieter zu 1,55, nach unserer Rechnung wären mindestens 1,78 nötig. Auch Über 22,5 Spiele lohnt zu 1,73 nicht, fair wären nach unserer Einschätzung 1,92.
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