Wettscheine, Quotenlisten und Bonusbedingungen sind voller Fachwörter, von denen die meisten aus dem Englischen stammen und nirgends erklärt werden. Dieses Lexikon sammelt sie alphabetisch und erklärt jeden Eintrag so, dass auch die Rechnung dahinter sichtbar wird.
Rund einhundertachtzig Begriffe von Abrechnung bis Zwischenstand, jeweils mit Beispiel, wo eine Zahl die Sache klarer macht. Die Buchstabenleiste unten führt direkt zum gesuchten Eintrag.
Begriffe mit Ziffern stehen ganz am Anfang.
Drei Rechnungen, die jeder Begriff voraussetzt
Die meisten Einträge unten setzen drei Zusammenhänge voraus. Wer sie kennt, versteht jede Definition sofort.
- Quote und Wahrscheinlichkeit. Teilt man eins durch eine Quote, kommt die eingepreiste Wahrscheinlichkeit heraus. Aus 2,00 werden so 50 Prozent, aus 1,25 werden 80, aus 6,00 werden knapp 17.
- Quotenschlüssel und Marge. Addiert man diese Wahrscheinlichkeiten über einen kompletten Markt, ergeben sie mehr als hundert Prozent. Was darüber liegt, behält der Anbieter. Typisch sind fünf Prozent im Hauptmarkt und bis zu achtzehn bei Spezialmärkten.
- Die nötige Trefferquote. Dieselbe Rechnung sagt, wie oft ein Tipp aufgehen muss, damit am Ende nichts fehlt: 53 Treffer je hundert Wetten bei 1,90, exakt die Hälfte bei 2,00, vierzig bei 2,50.
Ziffern und Zeichen
- 1. Der Sieg der Heimmannschaft oder des zuerst genannten Teilnehmers, im Wettprogramm stets das linke Feld.
- X. Das Unentschieden nach regulärer Spielzeit. In Sportarten ohne Remis fehlt dieses Feld, dann heißt der Markt Zweiwegwette.
- 2. Der Sieg der Gastmannschaft oder des an zweiter Stelle genannten Teilnehmers.
- 1X2. Der Dreiwegmarkt mit allen drei Ausgängen. Der meistgespielte Markt im europäischen Fußball.
- 1X, X2 und 12. Die drei Varianten der Doppelten Chance. Jede deckt zwei der drei Ausgänge ab und zahlt dafür eine deutlich kleinere Quote.
- 2,5 Tore. Die gängigste Linie bei Wetten auf die Toranzahl. Weil kein halbes Tor fallen kann, gibt es hier nie eine Rückzahlung: Zwei Tore sind unter, drei sind über.
- 90 Minuten. Die Standardwertung einer Fußballwette. Nachspielzeit zählt dazu, Verlängerung und Elfmeterschießen nicht, sofern der Buchmacher nichts anderes angibt.
- 5,3 Prozent. Die Höhe der deutschen Wettsteuer, berechnet auf den Einsatz. Wer sie trägt, unterscheidet sich je Anbieter: Abzug beim Setzen, Abzug bei der Auszahlung oder vollständige Übernahme durch den Anbieter.
A
- Abrechnung. Die Bewertung einer Wette nach Spielende. Erst mit der Abrechnung wird aus einem offenen Schein ein Gewinn, ein Verlust oder eine Rückzahlung. Bei strittigen Ergebnissen kann sie sich um Stunden verzögern.
- Akkumulator. Englische Bezeichnung für die Kombiwette, oft zu Acca verkürzt. Die Einzelquoten werden multipliziert, ein Fehltipp macht den ganzen Schein wertlos.
- Akkuwette. Deutsche Form von Akkumulator, dasselbe wie die Kombiwette.
- Alle Spiele. Übliche Filtereinstellung im Wettprogramm, die neben dem Hauptmarkt sämtliche Nebenmärkte einer Partie anzeigt. Dort reicht die Spanne je nach Anbieter von dreißig bis über dreihundert Angeboten.
- Anfangsquote. Die Quote beim ersten Öffnen eines Marktes, auch Eröffnungsquote. Sie verschiebt sich, sobald Geld auf eine Seite fließt oder Informationen wie Ausfälle bekannt werden.
- Annahmeschluss. Der Zeitpunkt, bis zu dem eine Wette platziert werden kann, in der Regel der Anpfiff. Danach läuft nur noch der Livemarkt.
- Asian Handicap. Siehe asiatisches Handicap.
- Asiatisches Handicap. Ein Handicap auf halben und viertel Toren, bei dem das Unentschieden als Ausgang entfällt. Viertellinien spalten den Einsatz in zwei Hälften, von denen die eine gewinnen und die andere erstattet werden kann.
- Außenseiter. Die Seite mit der höheren Quote, der der Buchmacher die geringere Siegchance zutraut. Beispiel: Bayern zu 1,35 gegen Augsburg zu 7,50 weist Augsburg klar als Außenseiter aus.
- Auszahlungsquote. Der Anteil der Einsätze, den ein Buchmacher an die Kundschaft zurückgibt, meist zwischen 93 und 96 Prozent im Hauptmarkt. Der Rest ist seine Marge. Nicht zu verwechseln mit der Quote einer einzelnen Wette.
- Ante Post. Eine Wette, die lange vor dem Ereignis platziert wird, typischerweise im Pferdesport. Tritt der gewählte Starter nicht an, verfällt der Einsatz meist ersatzlos.
- Annullierung. Die Streichung einer Wette samt Rückzahlung des Einsatzes. Gründe sind eine Spielabsage, ein offensichtlicher Quotenfehler oder ein nicht angetretener Teilnehmer.
- Auszahlungsdauer. Die Zeit zwischen Auszahlungsauftrag und Geldeingang. Sie reicht von wenigen Minuten bei elektronischen Geldbörsen bis zu mehreren Werktagen bei Überweisung und ist ein hartes Testkriterium.
- Arbitrage. Das gleichzeitige Setzen auf alle Ausgänge bei verschiedenen Anbietern, sodass rechnerisch in jedem Fall ein kleiner Gewinn bleibt. Setzt Quotenunterschiede voraus, die selten und kurzlebig sind, und führt regelmäßig zur Kontobeschränkung.
- AGB. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters. Dort stehen die Regeln für Abrechnung, Annullierung, Bonusumsatz und Limits, und dort entscheidet sich jeder Streitfall.
B
- Bank. Ein Tipp, der als so sicher gilt, dass er in einer Systemwette in jeder Reihe steht. Die Bank erhöht die Quote aller Kombinationen und reißt bei einem Fehltipp den gesamten Schein mit.
- Bankroll. Das Geld, das insgesamt für Wetten vorgesehen ist, getrennt vom übrigen Budget. Grundlage jeder Einsatzplanung.
- Beschränkung. Die Begrenzung der Einsatzhöhe für ein einzelnes Konto. Trifft vor allem Konten, die regelmäßig vor der Quotenbewegung setzen.
- Bet. Englisch für Wette, auch als Verb gebräuchlich. Taucht in zahllosen Zusammensetzungen auf, von Freebet bis Betting Exchange.
- Betting Exchange. Eine Börse, auf der Tippende direkt gegeneinander wetten, statt gegen einen Buchmacher. Der Betreiber nimmt eine Kommission auf den Gewinn. Dort lässt sich auch gegen einen Ausgang setzen.
- Bookie. Kurzform von Bookmaker, deutsch Buchmacher.
- Both Teams to Score. Die Wette darauf, ob beide Mannschaften mindestens ein Tor erzielen, abgekürzt BTTS. Der Sieger spielt keine Rolle.
- Buchmacher. Das Unternehmen, das Quoten stellt, Wetten annimmt und Gewinne auszahlt. In Deutschland braucht es dafür eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde, siehe Wettanbieter Vergleich.
- Bonus. Geliehenes Guthaben, an Bedingungen geknüpft. Maßgeblich sind der Umsatzfaktor, die verlangte Mindestquote und die Laufzeit, aufgeschlüsselt im Bonus Vergleich.
- Bonusbedingungen. Die Regeln, unter denen aus Bonusguthaben auszahlbares Geld wird. Ein Faktor von fünf bei Mindestquote 2,00 bedeutet, dass ein Bonus von hundert Euro fünfhundert Euro Umsatz zu dieser Quote verlangt.
- BTTS. Siehe Both Teams to Score.
C
- Cashback. Die Rückerstattung eines Teils der Verluste, meist als Bonusguthaben und begrenzt auf einen Höchstbetrag. Fast immer an weitere Umsatzauflagen gebunden.
- Cash Out. Das vorzeitige Schließen einer laufenden Wette zu einem vom Anbieter berechneten Wert. Bequem, aber teuer: Der angebotene Betrag liegt systematisch unter dem rechnerisch fairen Wert.
- Combo. Andere Bezeichnung für eine Kombiwette, teils auch für mehrere Tipps auf dieselbe Partie, die ein Anbieter zu einem Markt zusammenfasst.
- Correct Score. Die Wette auf den genauen Endstand, deutsch Ergebniswette, siehe exaktes Ergebnis.
- Cup. Pokalwettbewerb. Wichtig für die Abrechnung, weil hier Verlängerung und Elfmeterschießen vorkommen, die in der regulären Wertung nicht zählen.
- Cuota. Spanisches Wort für Quote. Taucht auf, wenn ein Anbieter aus dem spanischsprachigen Raum stammt.
D
- Dead Heat. Ein Gleichstand auf einer Platzierung, typisch im Pferdesport und im Golf. Der Gewinn wird dann durch die Zahl der gleichplatzierten Teilnehmer geteilt.
- Dezimalquote. Die in Europa übliche Schreibweise, bei der die Zahl bereits den Einsatz enthält. 2,50 bedeutet zweieinhalbfache Auszahlung, also anderthalbfachen Gewinn.
- Doppelte Chance. Ein Tipp auf zwei der drei Ausgänge. Senkt das Risiko und die Quote zugleich, siehe Doppelte Chance Wette.
- Double. Eine Kombiwette aus genau zwei Tipps.
- Draw. Englisch für Unentschieden.
- Draw No Bet. Eine Wette auf den Sieger, bei der ein Remis den Einsatz zurückbringt. Rechnerisch dasselbe wie das asiatische Handicap auf der Linie null, siehe Draw No Bet.
- Dreiwegwette. Der Markt mit Heimsieg, Remis und Auswärtssieg, siehe 1X2.
- Drillingswette. Im Pferdesport die Wette auf die ersten drei Pferde in der richtigen Reihenfolge.
- Dutching. Das Aufteilen eines Einsatzes auf mehrere Ausgänge derselben Partie, sodass jeder Treffer denselben Ertrag bringt. Verwandt mit der Mehrwegwette.
E
- Each Way. Ein Schein, der zwei Tipps trägt, nämlich Sieg und Platzierung. Entsprechend wird der Einsatz zweimal fällig, siehe Platzwette.
- Eckenwette. Der Markt auf die Anzahl der Eckbälle, meist mit einer Linie zwischen acht und zwölf. Die Werte streuen weniger als Tore, was diesen Markt berechenbarer macht.
- Einsatz. Der Betrag, der auf einen Tipp entfällt. Begrenzt wird er hierzulande nicht direkt, wohl aber indirekt durch die monatliche Einzahlungsgrenze von eintausend Euro, die anbieterübergreifend gilt.
- Einzahlungsbonus. Ein Bonus, der an eine Einzahlung gekoppelt ist, meist als Prozentsatz davon, siehe Einzahlungsbonus.
- Einzelwette. Ein einzelner Tipp ohne Verrechnung mit anderen. Nur hier lässt sich hinterher sagen, ob die eigene Einschätzung getragen hat, siehe Einzelwette.
- Elfmeterschießen. Zählt bei der üblichen Wertung nach neunzig Minuten nicht mit, wohl aber bei ausdrücklich gekennzeichneten Märkten wie dem Weiterkommen.
- Ergebniswette. Die Wette auf den genauen Endstand mit entsprechend hohen Quoten und hoher Marge.
- Erwartungswert. Der rechnerische Durchschnittsertrag einer Wette über viele Wiederholungen. Positiv ist er nur, wenn die eigene Einschätzung besser trifft als die Quote vorgibt.
- eSports. Wetten auf elektronische Wettbewerbe wie League of Legends oder Counter-Strike, mittlerweile fester Bestandteil der Wettprogramme, siehe eSports Wetten.
- Eröffnungsquote. Siehe Anfangsquote.
F
- Favorit. Die Seite mit der niedrigeren Quote. Dass der Favorit öfter gewinnt, heißt nicht, dass sich Wetten auf ihn lohnen: Die Quote bezahlt die höhere Trefferquote bereits ein.
- Freebet. Englische Bezeichnung für die Freiwette.
- Freiwette. Ein Gutschein für eine Wette ohne eigenen Einsatz. Üblicherweise wird im Gewinnfall nur der Gewinn ausgezahlt, der Einsatzwert nicht, siehe Bonus ohne Einzahlung.
- Frühquote. Eine Quote, die lange vor dem Spiel veröffentlicht wird. Sie ist oft großzügiger als die Schlussquote, weil der Markt sie noch nicht korrigiert hat.
- Fulltime. Die Wertung nach regulärer Spielzeit einschließlich Nachspielzeit, abgekürzt FT.
- Future. Englische Bezeichnung für eine Langzeitwette, etwa auf den Meister einer Saison.
G
- Gesamtquote. Das Produkt aller Einzelquoten einer Kombiwette. Vier Tipps zu je 1,50 ergeben 5,0625, nicht 6,00.
- GGL. Kurzform für die behördliche Aufsicht über Glücksspiel in Deutschland, ansässig in Halle an der Saale. Von ihr stammen die Erlaubnisse, das öffentliche Verzeichnis zugelassener Buchmacher und die Festlegung, welche Ereignisse bespielt werden dürfen.
- Glücksspielstaatsvertrag. Die rechtliche Grundlage seit 2021. Aus ihm stammen Erlaubnispflicht, Einzahlungslimit, Sperrdatei und das Verbot bestimmter Wettarten.
- Grundeinsatz. Bei Systemwetten der Einsatz je Reihe. Der Gesamteinsatz ist Grundeinsatz mal Anzahl der Kombinationen.
- Guthaben. Das verfügbare Geld auf dem Wettkonto. Echtgeld und Bonusguthaben werden getrennt geführt, weil nur Ersteres jederzeit auszahlbar ist.
H
- Halbzeitwette. Eine Wette, die nur die erste Hälfte wertet. Was nach der Pause geschieht, ändert nichts mehr, siehe Halbzeit Wetten.
- Halbzeit/Endstand. Zwei Tipps in einem: Pausenstand und Endstand, neun mögliche Kombinationen, siehe Halbzeit Endstand Wette.
- Handicap. Ein fiktiver Vorsprung oder Rückstand, der vor dem Anpfiff vergeben und am Ende auf das Ergebnis gerechnet wird, siehe Handicap Wetten.
- Handicap, europäisches. Die Variante mit ganzen Toren, bei der alle drei Ausgänge erhalten bleiben. Nach Verrechnung ist ein Unentschieden möglich, dann gewinnt das X-Feld.
- Höchstgewinn. Die Obergrenze, die ein Anbieter je Wettschein auszahlt. Bei Kombiwetten mit hoher Gesamtquote ist sie schneller erreicht, als die angezeigte Auszahlung vermuten lässt.
- Head-to-Head. Der direkte Vergleich zweier Teilnehmer, unabhängig vom Ausgang der Veranstaltung, siehe Head to Head Wetten.
- Highroller. Jemand, der mit sehr hohen Einsätzen spielt. Für diese Gruppe gelten gesonderte Limits, siehe Sportwetten ohne Limit.
- Hedging. Das Absichern einer laufenden Wette durch eine Gegenwette, sodass in beiden Fällen ein Ergebnis feststeht. Kostet die Marge zweimal.
- Hit Rate. Die Trefferquote, also der Anteil gewonnener Wetten. Allein sagt sie nichts aus, weil sie immer gegen die durchschnittliche Quote gehalten werden muss.
I
- Insider. Jemand mit nicht öffentlichen Informationen, etwa aus dem Umfeld einer Mannschaft. Wetten auf Basis solcher Kenntnisse sind bei eigener Beteiligung am Wettbewerb verboten.
- Implied Probability. Die in einer Quote enthaltene Wahrscheinlichkeit, berechnet als 1 geteilt durch die Quote. Bei 2,20 sind das 45,5 Prozent.
- Index. Bei manchen Anbietern die interne Kennziffer für die Stärke einer Mannschaft, Grundlage der Quotenbildung.
J und K
- Jackpot. Bei Wettanbietern eher selten, meist ein zusätzlicher Topf bei Tippspielen mit festen Spielreihen.
- Juice. Amerikanischer Ausdruck für die Marge des Buchmachers, auch Vig oder Vigorish genannt.
- Kelly-Kriterium. Eine Formel für die Einsatzhöhe, die den Vorteil gegenüber der Quote berücksichtigt. In der reinen Form führt sie zu starken Schwankungen, weshalb meist nur ein Bruchteil davon gesetzt wird.
- Kombiwette. Mehrere Tipps auf einem Schein, deren Quoten multipliziert werden, siehe Kombiwette.
- Kombiboost. Ein Zuschlag in Prozent, den manche Wettanbieter ab einer Mindestzahl von Auswahlen gewähren. Weil sich der Anteil des Anbieters mit jeder weiteren Auswahl ebenfalls vervielfacht, bleibt unter dem Strich meist wenig davon übrig.
- Kartenwette. Der Markt auf gelbe und rote Karten, oft über ein Punktesystem gewertet, verbreitet sind zehn Punkte je Gelb und fünfundzwanzig je Rot. Den Ausgang bestimmt damit vor allem die Linie des Unparteiischen.
- Kombiversicherung. Ein Angebot, das bei genau einem Fehltipp den Einsatz zurückgibt. Bezahlt wird es über eine schlechtere Gesamtquote oder eine Mindestanzahl an Tipps.
- Konto. Das Spielerkonto beim Anbieter. Ohne Identitätsprüfung bleibt es in Deutschland gesperrt, siehe Sportwetten ohne Verifizierung.
- Korrekturquote. Eine nach einem Fehler angepasste Quote. Offensichtlich falsche Quoten dürfen Anbieter laut AGB nachträglich berichtigen.
L
- Langzeitwette. Eine Wette, deren Abrechnung Monate auf sich warten lässt, etwa auf den Titelträger einer Saison. Der Anteil des Anbieters liegt in diesen Märkten oft jenseits von zwanzig Prozent, siehe Langzeitwette.
- Lay. An einer Wettbörse das Setzen gegen einen Ausgang. Wer lay auf einen Sieg spielt, gewinnt bei Remis und bei Niederlage.
- Limit. Die Obergrenze für einen Einsatz, je Wette, je Markt oder je Konto. Sie unterscheidet sich stark zwischen Hauptmarkt und Nebenmärkten.
- Limitierung. Die dauerhafte Beschränkung eines Kontos auf kleine Einsätze. Sie trifft vor allem Konten, die regelmäßig vor der Quotenbewegung setzen, siehe Sportwetten ohne Limit.
- Linie. Der vom Buchmacher gesetzte Wert, gegen den gespielt wird, etwa 2,5 Tore oder minus 7,5 Punkte. Sie verschiebt sich mit dem Geldfluss.
- Livewette. Eine Wette während des laufenden Spiels mit Quoten in Echtzeit, siehe Live Wetten.
- Liveticker. Die laufende Textberichterstattung zu einer Partie, Grundlage vieler Livewetten, siehe Live Score.
- Longshot. Ein Tipp mit sehr hoher Quote und entsprechend geringer Trefferchance. Longshots sind im Schnitt schlechter bepreist als Favoriten, bekannt als Favorite-Longshot-Bias.
- LUGAS. Das länderübergreifende Spielerkonto, in dem Einzahlungen und Limits aller deutschen Anbieter zusammenlaufen. Dadurch wirkt das Monatslimit über Anbietergrenzen hinweg, siehe Sportwetten ohne LUGAS.
M
- Marge. Der Aufschlag, den ein Buchmacher in seine Quoten einrechnet. Zu ermitteln, indem die eingepreisten Wahrscheinlichkeiten eines Marktes addiert und davon hundert Prozent abgezogen werden.
- Markt. Ein einzelnes Wettangebot zu einer Partie, etwa Sieger, Toranzahl oder Eckbälle. Eine Begegnung kann mehrere hundert Märkte führen.
- Mehrwegwette. Zwei oder drei Tipps auf dieselbe Partie mit je eigenem Einsatz, siehe Mehrwegwette.
- Mindestquote. Die Quote, ab der eine Wette für die Bonusumsetzung zählt. Üblich sind 1,50 bis 2,00, Tipps darunter werden nicht angerechnet.
- Mindesteinsatz. Der kleinste zulässige Betrag je Wette, häufig fünfzig Cent oder ein Euro. Bei Systemwetten gilt er je Reihe, nicht für den Gesamteinsatz.
- Money Management. Die Regeln für die Einsatzhöhe, etwa ein fester Prozentsatz der Bankroll je Wette. Der häufigste Fehler dabei ist die Erhöhung des Einsatzes nach Verlusten.
- Moneyline. In Nordamerika die Wette darauf, wer die Partie für sich entscheidet, ohne Ausgleich und ohne drittes Feld, siehe Moneyline Wette.
- Multi. Andere Bezeichnung für die Kombiwette, vor allem im australischen Sprachraum.
N
- Nachspielzeit. Zählt zur regulären Wertung. Ein Tor in der vierundneunzigsten Minute entscheidet damit auch Wetten auf neunzig Minuten.
- Nebenmarkt. Jeder Markt außerhalb des Hauptmarktes, etwa Torschützen, Ecken oder Karten. Dort liegt die Marge regelmäßig zwei- bis dreimal so hoch wie im Hauptmarkt.
- Neukundenbonus. Das Willkommensangebot für neu angemeldete Konten, meist einmalig und mit Frist, siehe Neukundenbonus.
- No Bet. Eine annullierte Wette, bei der der Einsatz zurückgezahlt wird, etwa nach einer Spielabsage.
- Notional Stake. Der rechnerische Einsatzwert einer Freiwette, der im Gewinnfall nicht mit ausgezahlt wird.
O
- OASIS. Die bundesweite Spielersperrdatei. Wer dort eingetragen ist, kann bei keinem erlaubten Anbieter spielen, siehe Wettanbieter ohne OASIS.
- Odds. Englisch für Quoten.
- Outright. Englische Bezeichnung für die Langzeitwette auf einen Gesamtsieger.
- Over. Der Tipp, dass eine Anzahl über der Linie liegt, etwa mehr als 2,5 Tore, siehe Over Under Wetten.
- Overround. Englische Bezeichnung für den aufaddierten Wahrscheinlichkeitswert eines Marktes. Kommen 105 Prozent heraus, beträgt der Aufschlag des Anbieters fünf Prozent.
P
- Parlay. Amerikanischer Ausdruck für die Kombiwette.
- Platzwette. Die Wette auf eine Platzierung statt auf den Sieg, im Pferdesport der Standardfall, siehe Platzwette.
- Point Spread. Das Handicap im US-Sport, meist mit fester Quote um 1,90 auf beiden Seiten, siehe Spread Wette.
- Pre Match. Alle Wetten, die vor dem Anpfiff platziert werden, im Gegensatz zur Livewette.
- Push. Ein Ergebnis genau auf der Linie, bei dem der Einsatz zurückkommt. Tritt nur bei ganzzahligen Linien auf.
- Punter. Englisch für die wettende Person.
- Puck Line. Der feststehende Ausgleich im Eishockey, in aller Regel anderthalb Tore zulasten der stärkeren Mannschaft.
Q
- Quote. Der Faktor, mit dem der Einsatz im Gewinnfall multipliziert wird. Zehn Euro zu 2,40 ergeben 24 Euro Auszahlung und damit 14 Euro Gewinn.
- Quotenformat. Dezimal in Europa, fraktional in Großbritannien, amerikanisch mit Plus und Minus. Die Quote 2,00 entspricht 1/1 und entspricht plus 100.
- Quotenschlüssel. Der Anteil der Einsätze, der als Auszahlung zurückfließt, meist in Prozent angegeben. Ein Schlüssel von 95 Prozent bedeutet fünf Prozent Marge, siehe Quoten Vergleich.
- Quotenboost. Eine zeitlich begrenzt erhöhte Quote auf ein ausgewähltes Ereignis, meist mit niedrigem Höchsteinsatz.
R
- Rückzahlung. Die Erstattung des Einsatzes ohne Gewinn, etwa bei Spielabsage, Push oder einem Remis bei Draw No Bet.
- Run Line. Das Handicap im Baseball, in der Regel minus 1,5 Punkte für den Favoriten.
- Rollover. Siehe Umsatzfaktor.
- Risikohinweis. Die gesetzlich vorgeschriebene Warnung vor Suchtgefahren, die jedes erlaubte Angebot führen muss, siehe Spielerschutz.
S
- Schlussquote. Die Quote unmittelbar vor Annahmeschluss. Sie gilt als genaueste Einschätzung des Marktes und dient als Maßstab für die eigene Trefferqualität.
- Scorecast. Ein Doppeltipp, der einen Treffer eines bestimmten Spielers mit dem Endergebnis verbindet, siehe Torschützenwette.
- Sichere Wette. Ein Begriff ohne Gegenstück in der Wirklichkeit. Sobald eine Quote über 1,00 liegt, besteht ein Risiko, und bezahlt wird in jedem Fall der Aufschlag des Buchmachers.
- Selbstbeschränkung. Die freiwillige Begrenzung von Einzahlung, Einsatz oder Spielzeit im eigenen Konto. Erlaubte Anbieter müssen diese Werkzeuge bereitstellen.
- Spielerwetten. Märkte, die sich auf eine einzelne Person beziehen, etwa Torschütze, Karten oder Punkte. Im amerikanischen Sport als Player Props geführt.
- Siegwette. Der Tipp darauf, wer ein Rennen oder eine Begegnung gewinnt, ohne jede Zusatzbedingung.
- Spielabbruch. Wird eine Partie abgebrochen, entscheiden die AGB über die Abrechnung. Üblich ist die Annullierung, wenn nicht binnen einer festgelegten Frist weitergespielt wird.
- Spielersperre. Die freiwillige oder angeordnete Sperre eines Kontos, erfasst in OASIS und bundesweit wirksam.
- Spread Betting. Die britische Variante, bei der auf eine Bandbreite gesetzt wird und Gewinn wie Verlust mit dem Abstand zur Spanne wachsen. Der Verlust ist nach oben offen.
- Stake. Englisch für Einsatz.
- Steam. Eine plötzliche, gleichgerichtete Quotenbewegung bei vielen Anbietern zugleich, meist durch große Einsätze ausgelöst.
- Sure Bet. Siehe Arbitrage.
- Systemwette. Mehrere Kombinationen aus einer Auswahl von Tipps, die auch bei Fehltipps noch auszahlen kann, siehe Systemwette.
T
- Teaser. Eine Kombiwette im US-Sport, bei der die Linien zugunsten des Tippenden verschoben werden. Die Gesamtquote sinkt dafür deutlich.
- Tipp. Die einzelne Auswahl auf einem Wettschein. Mehrere Tipps ergeben je nach Verrechnung eine Kombi- oder eine Systemwette.
- Torschützenwette. Die Wette auf einen Spieler statt auf ein Ergebnis. Entscheidend ist die erwartete Einsatzzeit, siehe Torschützenwette.
- Torwette. Oberbegriff aller Märkte, die sich auf Treffer beziehen, also auf ihre Zahl, ihren Urheber oder den Zeitpunkt.
- Torsummenwette. Die Wette auf die Gesamtzahl der Tore einer Partie, oft in Bändern wie null bis eins, zwei bis drei und vier oder mehr.
- Totalisator. Im Pferdesport das System, bei dem alle Einsätze in einen Topf fließen und die Quote erst nach Rennschluss feststeht. Gegenstück zum Buchmacher mit fester Quote, siehe Pferdewetten.
- Trading. Das Eingehen und spätere Gegensichern von Positionen, um unabhängig vom Ausgang einen Ertrag zu erzielen. An Wettbörsen verbreitet.
- Trefferquote. Der Anteil gewonnener Wetten. Aussagekräftig erst im Verhältnis zur durchschnittlichen Quote.
- Trixie. Ein System aus drei Auswahlen mit vier Reihen: drei Zweierkombinationen und eine Dreierkombination.
U
- Über Unter. Die Wette auf die Anzahl von Toren, Punkten oder Sätzen gegen eine Linie, siehe Over Under Wetten.
- Umsatzfaktor. Die Zahl, die angibt, wie oft ein Bonusguthaben durch Wetten laufen muss, ehe es zur Auszahlung freigegeben wird. Bei Faktor fünf und hundert Euro Bonus sind das fünfhundert Euro.
- Under. Der Tipp, dass eine Anzahl unter der Linie bleibt.
- Unentschieden. Der Gleichstand nach regulärer Spielzeit, auf dem Schein als X geführt.
- Underdog. Englisch für Außenseiter.
V
- Value. Ein Tipp, dessen Quote höher liegt, als die tatsächliche Wahrscheinlichkeit rechtfertigt. Nur solche Wetten sind langfristig profitabel, siehe Value Strategie.
- Verifizierung. Die Identitätsprüfung des Kontos per Ausweis. In Deutschland Pflicht vor der ersten Auszahlung, siehe Sportwetten ohne Verifizierung.
- Verlustlimit. Eine selbst gesetzte Obergrenze für Verluste in einem Zeitraum. Sie wirkt nur, wenn sie vor dem Spieltag festgelegt und nicht nachträglich angehoben wird.
- Verlängerung. Zählt bei der üblichen Wertung nicht mit. Nur ausdrücklich gekennzeichnete Märkte wie das Weiterkommen beziehen sie ein.
- Vig. Kurzform von Vigorish, dem amerikanischen Ausdruck für die Marge.
- Void. Englisch für annulliert, gleichbedeutend mit No Bet.
W
- Wettanbieter. Siehe Buchmacher. Welche Wettanbieter in Deutschland erlaubt sind, zeigt die Whitelist der GGL.
- Wettbörse. Siehe Betting Exchange.
- Wettbüro. Die stationäre Annahmestelle. Dort gelten eigene Regeln für Einsatzhöhe und Identitätsprüfung.
- Wettforum. Eine Austauschplattform für Tippende. Nützlich für Hinweise auf Auszahlungsprobleme einzelner Anbieter, als Tippquelle dagegen unzuverlässig.
- Wettprogramm. Das gesamte Angebot eines Buchmachers. Im rechtlichen Sinn auch das Verzeichnis der GGL, das festlegt, auf welche Ereignisse in Deutschland überhaupt gewettet werden darf.
- Wettregeln. Die Festlegungen des Anbieters zu Wertung, Annullierung und Sonderfällen je Sportart. Sie stehen getrennt von den AGB und entscheiden jeden Streit um eine Abrechnung.
- Wettschein. Die Zusammenstellung aller Tipps mit Einsatz und möglicher Auszahlung, früher aus Papier, heute meist im Konto.
- Wettsteuer. Die Abgabe von 5,3 Prozent, die in Deutschland auf jeden Einsatz anfällt. Manche Anbieter tragen sie selbst, andere reichen sie an die Kundschaft weiter.
- Whitelist. Das öffentliche Verzeichnis der Anbieter mit deutscher Erlaubnis, geführt von der GGL. Wer dort fehlt, darf hier nicht anbieten, siehe Anbieter ohne deutsche Lizenz.
- Wettarten. Die Formen, in denen gewettet werden kann, von der Einzelwette bis zur Spezialwette. Alle im Überblick unter Wettarten.
X, Y und Z
- X. Das Unentschieden, siehe Ziffern und Zeichen.
- xG. Expected Goals, ein Statistikwert für die Qualität der Torchancen einer Mannschaft. Hilfreich zur Einschätzung von Märkten auf die Toranzahl, weil er weniger schwankt als die tatsächlich erzielten Tore.
- Yankee. Ein System aus vier Auswahlen mit elf Reihen: sechs Zweier-, vier Dreier- und eine Viererkombination.
- Zweiwegwette. Ein Markt mit nur zwei Ausgängen, weil in der Sportart kein Remis vorkommt oder es als Option entfällt.
- Zwischenstand. Der Spielstand zu einem bestimmten Zeitpunkt, Grundlage von Halbzeit- und Livemärkten.
Die Abkürzungen auf dem Wettschein
Diese Kürzel tauchen in fast jedem Wettprogramm auf, meist ohne Erläuterung.
| Kürzel | Bedeutung | Wo es vorkommt |
| 1X2 | Heimsieg, Remis, Auswärtssieg | Hauptmarkt im Fußball |
| DC | Double Chance, die Doppelte Chance | Nebenmarkt mit zwei Ausgängen |
| DNB | Draw No Bet, Einsatz zurück bei Remis | Alternative zum Dreiwegmarkt |
| AH | Asian Handicap | Handicap in halben und viertel Schritten |
| O/U | Over und Under, über und unter der Linie | Märkte auf Anzahl |
| BTTS | Both Teams to Score | Treffen beide Mannschaften |
| HT und FT | Halftime und Fulltime, Pause und Spielende | Halbzeit- und Endstandmärkte |
| ML | Moneyline, reiner Spielsieger | Nordamerikanischer Sport |
| PS | Point Spread, das US-Handicap | NFL, NBA und College-Sport |
| EW | Each Way, Sieg und Platz zugleich | Pferdesport und Golf |
Wer diese zehn Kürzel kennt, kommt durch jedes Wettprogramm, auch wenn die Oberfläche auf Englisch steht.
Begriffe kennen ersetzt keine Grenze
Häufige Fragen zu den Wettbegriffen
Ein Begriff mehr ist kein besserer Tipp
Dieses Lexikon deckt die Begriffe ab, die im deutschen Wettprogramm wirklich vorkommen. Nützlich wird es weniger durch vollständiges Lesen als durch gezieltes Nachschlagen: ein Kürzel auf dem Schein, ein Wort in den Bonusbedingungen, eine Zeile in den AGB. Drei Einträge lohnen sich allerdings auswendig, nämlich Quote, Marge und Umsatzfaktor. Sie entscheiden darüber, was ein Angebot tatsächlich wert ist. Alle Wettformen im Zusammenhang erklärt die Übersicht der Wettarten, den Weg durch die übrigen Themen zeigt der Sportwetten Ratgeber.
Stand: Oktober 2026. Neue Begriffe kommen hinzu, sobald sie in den Wettprogrammen auftauchen.




