Ratgeber: die größte Rundfahrt der Welt als Wettereignis

Die Tabelle oben führt unsere getesteten Adressen. Es folgt die Tour de France selbst: ihre Wettmärkte, ihre vier Trikots und die Frage, wann sich welche Wette lohnt. Drei Wochen, 21 Etappen, rund 3.300 Kilometer und ein Feld von 176 Fahrern ergeben ein Ereignis, das kein anderes Radrennen erreicht.
Für Tour de France Wetten heißt das zweierlei. Erstens gibt es täglich neue Märkte, vom Etappensieg bis zum Ausgang einer Bergankunft. Zweitens dauert die Entscheidung über den Gesamtsieg drei Wochen, und in dieser Zeit ändern sich Quoten und Kräfteverhältnisse mehrfach. Wer beides trennt, tippt besser: Etappenwetten sind Tagesgeschäft, die Wette auf das Gelbe Trikot ist eine Anlage über drei Wochen.
Die wichtigsten Wettmärkte

- Gesamtsieger. Wer trägt das Gelbe Trikot in Paris. Die bekannteste Wette, mit den längsten Quoten vor dem Start.
- Etappensieg. Jeden Tag neu, mit eigenen Favoriten je nach Streckenprofil.
- Head to Head Wetten. Ein Duell zweier Fahrer, entschieden über die bessere Platzierung. H2H Wetten gibt es sowohl für einzelne Etappen als auch für die Gesamtwertung.
- Trikotwertungen. Grün, Gepunktet und Weiß als eigene Langzeitmärkte.
- Top 3 und Top 10. Der Tipp auf einen Podiumsplatz trifft deutlich öfter als der auf den Sieg.
- Spezialwetten. Bester Fahrer einer Nation, Sieger im Zeitfahren, Träger des Gelben Trikots nach einer bestimmten Etappe.
Der Wettmarkt rund um die Grande Boucle ist der größte im Radsport: Bei den großen Buchmachern stehen während der drei Wochen mehr als hundert Märkte zur Verfügung, deutlich mehr als bei jeder anderen Rundfahrt.
Die vier Trikots und was sie bedeuten

- Gelb. Die Gesamtwertung nach Zeit. Das Gelbe Trikot trägt, wer nach allen Etappen die kürzeste Gesamtzeit hat.
- Grün. Die Punktewertung, entschieden in den Zwischensprints und auf flachen Etappen. Meist eine Sache der Sprinter.
- Gepunktet. Die Bergwertung, vergeben nach Punkten an den Anstiegen.
- Weiß. Die Nachwuchswertung für Fahrer unter 26 Jahren, nach derselben Zeitrechnung wie Gelb.
Für Wetten sind Grün und Gepunktet interessanter als Gelb, weil dort seltener der Gesamtfavorit gewinnt. Das weiße Trikot wiederum geht häufig an denselben Fahrer, der auch in der Gesamtwertung vorn liegt; bei jungen Ausnahmefahrern ist diese Wette deshalb selten lohnend.
Etappentypen und ihre Favoriten

Eine Tour besteht aus drei Arten von Tagen, und jede hat andere Sieger. Flachetappen enden fast immer im Massensprint, die Favoriten sind eine Handvoll Sprinter. Bergetappen und Bergankünfte entscheiden die Gesamtwertung; hier zählen Kletterer und die Teamstärke am letzten Anstieg. Einzelzeitfahren schließlich sind Rennen gegen die Uhr, in denen Spezialisten Minuten holen können.
Dazu kommen die Übergangsetappen mit welligem Profil, aus denen oft eine Ausreißergruppe den Sieg holt, weil die großen Teams sie ziehen lassen. Für Etappenwetten sind das die Tage mit den höchsten Quoten, aber auch die unberechenbarsten.
Rückblick: die Tour de France 2026

Die Ausgabe 2026 gewann Tadej Pogacar. Für den Slowenen war es der fünfte Gesamtsieg und der dritte in Folge; damit steht er in der Geschichte der Rundfahrt in einer Reihe mit Bernard Hinault und Miguel Indurain, die ebenfalls fünf Siege holten.
- 1. Tadej Pogacar in 73:56:26 Stunden
- 2. Remco Evenepoel mit 6:26 Minuten Rückstand
- 3. Isaac del Toro mit 9:42 Minuten Rückstand
- 4. Paul Seixas mit 11:56 Minuten Rückstand
- 5. Lenny Martinez mit 13:02 Minuten Rückstand
Das grüne Trikot holte Mads Pedersen mit 559 Punkten, die Bergwertung gewann Richard Carapaz mit 156 Punkten. Auffällig war das starke Abschneiden der jungen Franzosen: Paul Seixas und Lenny Martinez fuhren beide unter die besten fünf. Aus deutscher Sicht verlief die Tour enttäuschend, weil Florian Lipowitz vom Team Red Bull Bora Hansgrohe unterwegs aufgeben musste.
Für Wetten liefert dieser Endstand zwei Lehren. Erstens war die Rangfolge an der Spitze früh klar, während die Plätze dahinter bis in die dritte Woche offen blieben. Zweitens zahlte sich die Wette auf Platzierungen mehr aus als die auf den Sieger, dessen Quote schon vor dem Start niedrig war.
Die Tour de France 2027: Grand Départ in Großbritannien
Die nächste Ausgabe beginnt weit von Frankreich entfernt. Der Grand Départ 2027 findet in Edinburgh statt, am Freitag, dem 2. Juli. Die ersten drei Etappen führen durch Schottland, England und Wales, bevor das Feld auf den Kontinent wechselt; das Ziel in Paris ist für Sonntag, den 25. Juli, angesetzt.
- 2. Juli, Etappe 1: Edinburgh nach Carlisle, 184 Kilometer
- 3. Juli, Etappe 2: Keswick nach Liverpool, 223 Kilometer
- 4. Juli, Etappe 3: Welshpool nach Cardiff, 223 Kilometer
Für Tipps auf die ersten Tage ist das eine eigene Rechnung: Britische Straßen sind schmal, der Wind von der Küste teilt das Feld regelmäßig, und ein Zeitverlust in der ersten Woche lässt sich in den Alpen kaum aufholen. Wer früh auf den Gesamtsieg setzt, sollte das Wetter über dem Norden Großbritanniens im Blick behalten.
Die Rekordsieger der Tour
Fünf Gesamtsiege sind die Marke, an der sich alles misst. Jacques Anquetil war der Erste, der sie erreichte, danach folgten Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain. Merckx gilt bis heute als der vollständigste Fahrer der Geschichte, weil er neben der Tour auch die Klassiker gewann. Aus Großbritannien kam mit Chris Froome der Dominator der Zeit nach 2010, aus Deutschland gab es bisher einen einzigen Gesamtsieger.
Für Langzeitwetten hilft dieser Blick zurück weniger, als es scheint: Die Tour hat in den vergangenen Jahren mehrfach gezeigt, dass ein Fahrer ein Jahrzehnt prägen kann, bis ein Jüngerer kommt. Wer auf den Sieger der kommenden Ausgabe setzt, entscheidet vor allem über eine Frage: Bleibt der Titelverteidiger der Beste seines Feldes?
Strategie: wann welche Wette Sinn ergibt
- Vor dem Start. Die Quoten auf den Gesamtsieg sind am höchsten, die Informationen am dünnsten. Wer hier setzt, braucht eine Meinung zur Form aus den Vorbereitungsrennen.
- Nach der ersten Woche. Jetzt ist bekannt, wer stürzte, wer krank wurde und wer im Zeitfahren überzeugte. Die Quoten sind niedriger, das Risiko aber auch.
- Am Renntag. Etappenwetten mit Blick auf Streckenprofil, Wetter und die Frage, ob eine Ausreißergruppe eine Chance bekommt.
- Während der Etappe. Live Wetten, sobald die Rennsituation klar ist und der Vorsprung der Spitzengruppe erkennbar wird.
Eine Analyse der Streckenprofile kostet vor jeder Etappe zehn Minuten und sagt mehr als jede Favoritenliste. Sinnvoll ist außerdem, die Einsätze über die gesamte Rundfahrt zu verteilen, statt in der ersten Woche das Budget auszureizen.
Welche Buchmacher die Tour führen
Die Tour de France steht bei praktisch jedem Wettanbieter mit Radsport im Programm, anders als die kleineren Rundfahrten. In unseren Testberichten zu den zehn Erstplatzierten taucht Radsport jedoch nicht als eigener Programmpunkt auf; deshalb verzichten wir hier auf Namen mit Bezug zu dieser Sportart. Unsere Testkandidaten stehen im Wettanbieter Vergleich. Wie weit die Notierungen für dasselbe Ereignis auseinandergehen, führt der Quotenvergleich vor; die Abgabe an den Fiskus erklärt unsere Wettsteuer-Seite.
Beim Konto gilt dieselbe Regel wie bei jeder Sportart: Ein Blick auf die Lizenz im Impressum gehört vor die erste Einzahlung, und ein Bonus taugt nur so viel, wie seine Umsatzvorgaben zulassen.
Drei Wochen Rennen, drei Wochen Versuchung
Fragen rund um die Frankreich-Rundfahrt
Tadej Pogacar, mit 73:56:26 Stunden und damit zum fünften Mal insgesamt sowie zum dritten Mal nacheinander. Zweiter wurde Remco Evenepoel mit 6:26 Minuten Rückstand, Dritter Isaac del Toro mit 9:42 Minuten.
In Edinburgh. Der Grand Départ ist für Freitag, den 2. Juli 2027 angesetzt, die erste Etappe führt über 184 Kilometer nach Carlisle. Es folgen Keswick nach Liverpool und Welshpool nach Cardiff, bevor das Feld nach Frankreich wechselt; das Ziel in Paris ist am 25. Juli.
Den Gesamtsieg, tägliche Etappenwetten, Head-to-Head-Duelle zwischen zwei Fahrern, die drei Nebenwertungen für Grün, Gepunktet und Weiß sowie Platzierungswetten auf die Top 3 und Top 10. Dazu kommen Spezialmärkte wie der beste Fahrer einer Nation oder der Sieger im Zeitfahren.
Gelb steht für die Gesamtwertung nach Zeit, Grün für die Punktewertung der Sprinter, das gepunktete Trikot für die Bergwertung und Weiß für die beste Platzierung eines Fahrers unter 26 Jahren. 2026 gewann Mads Pedersen das grüne Trikot, die Bergwertung ging an Richard Carapaz.
Bis zum Start in Edinburgh
Zwischen den Ausgaben liegt fast ein Jahr, und es lohnt sich, diese Zeit zu nutzen: Die Frühjahrsklassiker und die kleineren Rundfahrten wie die Tour de Suisse zeigen, wer in Form kommt. Wer die Namen aus dem Frühjahr kennt, liest die Quotenliste im Juli mit anderen Augen. Einen Überblick über alle Rennen und die übrigen Märkte gibt unsere Seite zu Radsport Wetten.
Stand: September 2026. Am 29. haben wir nachgeschlagen: den Endstand der Ausgabe 2026 mit allen Wertungen sowie Termine und Streckenführung des Grand Départ 2027.




