Zwischen dem 23. September und dem 18. Oktober 2026 verlagert sich die Tennis-Saison nach Asien. In knapp vier Wochen werden zwei ATP-500-Turniere, ein ATP-1000-Turnier und zwei WTA-1000-Turniere gespielt, dazu die beiden laufenden ATP-250-Veranstaltungen in Chengdu und Hangzhou. Für die Qualifikation zu den ATP Finals in Turin und den WTA Finals in Indian Wells ist das der letzte große Punktesatz vor der Hallensaison.
Asien-Serie 2026: Alle Turniere von Chengdu bis Wuhan im Terminplan
Der Kalender staffelt sich über vier Wochen, und mehrere Termine überschneiden sich: Peking und Tokio tragen ihre ATP-500-Turniere in derselben Woche aus, das Damenturnier in Peking läuft fünf Tage länger als das der Herren und damit bis in die erste Woche von Shanghai hinein.
| Zeitraum | Turnier | Kategorie | Ort und Belag |
| 23. bis 29.09. | Chengdu Open | ATP 250 | Sichuan International Tennis Center, Hartplatz im Freien |
| ab 23.09. | Hangzhou Open | ATP 250 | Hangzhou, Hartplatz im Freien |
| 30.09. bis 06.10. | China Open, Herren | ATP 500 | National Tennis Center Peking, Hartplatz |
| 30.09. bis 06.10. | Japan Open | ATP 500 | Ariake Coliseum Tokio, Hartplatz im Freien |
| 30.09. bis 11.10. | China Open, Damen | WTA 1000 | National Tennis Center Peking, Hartplatz |
| 05. bis 18.10. | Rolex Shanghai Masters | ATP 1000 | Qizhong Forest Sports City Arena, Hartplatz im Freien |
| 12. bis 18.10. | Wuhan Open | WTA 1000 | Optics Valley International Tennis Center, Hartplatz im Freien |
Peking richtet die 25. Auflage bei den Herren und die 27. bei den Damen aus, Tokio die 52., Wuhan die neunte. Das Damenfeld in Peking umfasst 96 Spielerinnen, in Wuhan sind es 56 im Einzel und 28 Doppelpaarungen.
Peking, Tokio und Shanghai: Wer bei den großen Turnieren gemeldet ist
Jannik Sinner hat Peking inzwischen wegen Knieproblemen abgesagt, damit ist Alexander Zverev an Position eins gesetzt (Stand 28.09.). Die ursprüngliche Meldeliste für Peking führte Sinner an, dahinter folgen Alexander Zverev, Felix Auger-Aliassime, Novak Djokovic, Flavio Cobolli, Alex de Minaur, Daniil Medwedew und Alexander Bublik. Sinner ist Titelverteidiger und hat bei allen drei bisherigen Teilnahmen das Endspiel erreicht, gewonnen hat er 2023 und 2025. Djokovic kehrt erstmals seit 2015 nach Peking zurück, wo er sechsmal gewonnen hat und in 29 Partien ungeschlagen ist.
Aus deutscher Sicht stehen zwei Namen auf der Pekinger Liste: Alexander Zverev, der dort dreimal im Halbfinale stand, und Jan-Lennard Struff. Zverev ist zusätzlich für Shanghai gemeldet, wo neben ihm Sinner, Carlos Alcaraz und Djokovic im Feld stehen. Titelverteidiger in Shanghai ist Valentin Vacherot, der in dieser Woche als Nummer eins gesetzt beim ATP 250 in Chengdu antritt.
In Tokio verteidigt Carlos Alcaraz seinen Titel. Ben Shelton hat seine Teilnahme am 25. September abgesagt, nach Angaben der ATP wegen der Belastung aus US Open und Davis Cup. Gesetzt sind damit hinter Alcaraz Frances Tiafoe, Taylor Fritz und Rafael Jódar. Alcaraz trifft zum Auftakt auf Alex Michelsen, Tiafoe auf den mit einer Wildcard gestarteten Kei Nishikori. Ein deutscher Spieler steht nicht im Tokioter Hauptfeld (Stand 29.09.). João Fonseca hat verletzt abgesagt (Stand 24.09.). Bei den Damen ist in Peking Elena Rybakina an Position eins gesetzt, dahinter folgen Aryna Sabalenka, Coco Gauff und Mirra Andreeva, ebenfalls gemeldet sind Mirra Andreeva, Linda Noskova, Karolina Muchova und Iga Swiatek. Titelverteidigerin ist Amanda Anisimova. In Wuhan werden Rybakina, Sabalenka, Pegula und Gauff als Gesetzte geführt, Titelverteidigerin ist Gauff; Victoria Mboko hat wegen einer Verletzung am linken Knie abgesagt. Im Pekinger Hauptfeld steht mit Eva Lys eine deutsche Spielerin, sie trifft zum Auftakt auf Sun Xinran. Jessica Pegula und Titelverteidigerin Amanda Anisimova haben verletzt abgesagt, ebenso Marta Kostjuk. Für Wuhan liegt noch keine Meldeliste vor (Stand 28.09.).
Warum die Asien-Serie über die ATP Finals in Turin und die WTA Finals entscheidet
Bei den Herren geht es um die verbleibenden Plätze. Die ATP Finals werden vom 15. bis 22. November in Turin gespielt. Qualifiziert sind die ersten sieben der Race-Wertung nach dem Masters in Paris sowie bis zu zwei Grand-Slam-Sieger des Jahres, die zwischen Rang 8 und 20 stehen. An der Spitze der Wertung steht Zverev mit 8.650 Punkten vor Sinner mit 7.950, beide sind ebenso gesetzt wie Alcaraz. Zverev hatte sein Ticket bereits im August nach dem Titel bei den French Open sicher und baute den Vorsprung mit dem Sieg bei den US Open gegen Shelton aus.
Bei den Damen ist das Feld deutlich offener. Die WTA Finals finden vom 8. bis 15. November im Indian Wells Tennis Garden statt. Die Wertung führt am 21.09.2026 Rybakina mit 7.492 Punkten an, sie ist als erste Spielerin qualifiziert. Es folgen Sabalenka mit 6.485, Pegula mit 5.825, Gauff mit 5.654, Andreeva mit 5.614, Swetolina mit 4.809, Muchova mit 4.400 und Noskova mit 4.234 Punkten. Auf den Plätzen neun und zehn liegen Marta Kostjuk mit 3.850 und Iga Swiatek mit 3.584 Punkten, beide also in Schlagdistanz. Im Live-Race der WTA steht Kostjuk inzwischen bei 3.910 Punkten, an der Reihenfolge ab Platz fünf hat sich nichts geändert (Stand 24.09.). Mit zwei WTA-1000-Turnieren in Peking und Wuhan sowie mehreren 500er- und 250er-Veranstaltungen liegen genug Punkte auf dem Tisch, um diese Reihenfolge zu drehen. Eine deutsche Spielerin steht nicht unter den ersten 20 der Einzelwertung.
Wettmärkte zur Asien-Serie: Wo es heute schon Quoten gibt und wo nicht
Zwischen Terminplan und Wettangebot liegt eine Lücke, die sich in den kommenden Tagen schließt. Für die beiden laufenden ATP-250-Turniere in Chengdu und Hangzhou stehen die Einzelmärkte bereits offen. Für die Erstrundenpartie Tallon Griekspoor gegen Denis Shapovalov in Chengdu lagen am 22.09.2026 um 11:40 Uhr MESZ Quoten von 2,14 bis 2,25 gegen 1,62 bis 1,67 im Dezimalquoten-Vergleich vor, dazu Märkte für Über/Unter und Asiatisches Handicap.
Für Peking und Tokio dagegen war am selben Tag noch kein Markt eröffnet. Die Quotenvergleiche weisen für das ATP-500-Turnier in Peking bislang keine Partien aus. Das ist kein Fehler der Vergleichsseiten, sondern der übliche Ablauf: Buchmacher stellen Einzelquoten erst, wenn die Auslosung die Paarungen festlegt. In Chengdu geschah das am 21. September, in Peking und Tokio bis zum 29. September, also wenige Tage vor dem ersten Ballwechsel. Turniersieger-Märkte öffnen bei den großen Veranstaltungen meist früher, folgen aber derselben Logik: Je später die Auslosung, desto später der vollständige Markt. Inzwischen sind beide Tableaus ausgelost und die Märkte offen. In Peking beginnt Alexander Zverev als Nummer eins gegen Cameron Norrie, ein Sieg des Deutschen stand am 29. September um 10:10 Uhr im Mittel bei 1,06. Jan-Lennard Struff trifft auf Thiago Agustín Tirante (2,39 zu 1,57), Novak Djokovic auf Nuno Borges (1,42 zu 2,82). In Tokio eröffnet Carlos Alcaraz gegen Alex Michelsen, ein Sieg des Spaniers steht bei 1,16.
Daraus ergibt sich eine praktische Reihenfolge für die kommenden Wochen. Quoten gibt es derzeit bei den ATP-250-Turnieren, etwa zur ersten Runde von Chengdu. Einen Überblick über die Märkte im Tennis bietet die Seite zu den Tennis-Wetten. Für Peking, Tokio, Shanghai und Wuhan lohnt der Blick ab dem Auslosungstag. Wie sich die einzelnen Märkte unterscheiden und worauf beim Vergleich zu achten ist, steht im Tennis-Quotenvergleich. Parallel zur Asien-Serie lief bis zum 27. September der Laver Cup in London, ein Teamwettbewerb, für den die Vergleichsseiten wie schon beim Davis Cup und beim Billie Jean King Cup keine Einzelquoten führen.




