Die Kölner Haie empfangen am Freitag, 25. September 2026, um 19:30 Uhr die Eisbären Berlin in der LANXESS arena. Es ist das erste Wiedersehen seit dem Playoff-Halbfinale vom April, das Berlin mit 4:2 Siegen gewann, bevor der Klub die Meisterschaft holte. Nach zwei Spieltagen liegen beide Teams hinter der Spitze, der Quotenvergleich führt die Gastgeber knapp als Favorit.
Kölner Haie gegen Eisbären Berlin: Der Hauptrundensieger trifft auf den Meister
Die Rollen aus der vergangenen Saison sind klar verteilt. Köln beendete die Hauptrunde 2025/26 auf Platz eins, Berlin ging als Sechster in die Playoffs. Im Halbfinale drehte sich das Bild: Die Eisbären gewannen die Serie mit 4:2, das entscheidende sechste Spiel endete 4:1. Schon ein Jahr zuvor war für die Haie gegen Berlin Schluss gewesen, damals im Finale. Im Endspiel 2026 setzten sich die Eisbären anschließend gegen die Adler Mannheim durch, vor dem Heimauftakt zogen sie das Meisterbanner unter das Hallendach.
Der Start in die Saison 2026/27 verlief für Köln holprig. Zum Auftakt am 18. September verloren die Haie vor 18.089 Zuschauern mit 4:8 gegen die Grizzlys Wolfsburg, nach zwei Dritteln hatte es noch 3:3 gestanden. Das Schlussdrittel ging mit 1:5 verloren. Trainer Thomas Berglund sprach danach von einer Mannschaft, die „etwas verkatert“ vom guten Start in die Champions Hockey League gewirkt habe. Zwei Tage später folgte ein 4:3 nach Verlängerung gegen die Löwen Frankfurt. Köln führte 3:1, kassierte den Ausgleich zwölf Sekunden vor dem Ende und gewann durch ein Tor von Valtteri Kemiläinen in der Overtime.
Berlin gewann den Auftakt am 17. September mit 4:2 gegen die Straubing Tigers. In Mannheim verspielten die Eisbären am 20. September eine 2:0-Führung aus den ersten zwei Minuten und verloren 3:4. Den Unterschied machten die Spezialteams: Berlin blieb in drei Überzahlspielen ohne Treffer, Mannheim nutzte seine einzige Überzahl.
Formkurve und Tabelle: Köln mit elf Gegentoren aus zwei Heimspielen
| Kennzahl | Kölner Haie | Eisbären Berlin |
| Tabellenplatz | 11 | 7 |
| Punkte aus zwei Spielen | 2 | 3 |
| Tore | 8:11 | 7:6 |
| Bilanz | 1 Sieg nach Verlängerung, 1 Niederlage | 1 Sieg, 1 Niederlage |
| Letztes Spiel | 4:3 n. V. gegen Frankfurt | 3:4 in Mannheim |
| Torhüter in beiden Spielen | Janne Juvonen | Jack LaFontaine |
| Platz in der Hauptrunde 2025/26 | 1 | 6 |
Stand der Tabelle: 23.09.2026, nach dem 2. Spieltag. Tabellenführer sind die Nürnberg Ice Tigers mit drei Siegen aus drei Spielen.
Beide Klubs haben bislang mehr Tore zugelassen als die Tabellenspitze. Auffällig ist vor allem die Kölner Defensive mit 5,5 Gegentoren pro Spiel, acht davon allein gegen Wolfsburg. Berlin kassierte drei Gegentore pro Spiel, gegen Straubing fielen beide erst im Schlussdrittel.
Auch der direkte Vergleich spricht für viele Tore. In den sechs Halbfinalspielen vom April gewann Berlin viermal, Köln zweimal, darunter ein 4:3 nach Verlängerung. In fünf der sechs Partien fielen mindestens sechs Tore.
Quoten zu Köln gegen Berlin: Der Markt sieht die Haie knapp vorn
| Markt | Auswahl | Quote |
| Ergebnis nach 60 Minuten | Kölner Haie | 2,15 bis 2,30 |
| Ergebnis nach 60 Minuten | Unentschieden | 4,10 bis 4,50 |
| Ergebnis nach 60 Minuten | Eisbären Berlin | 2,40 bis 2,60 |
| Sieger inkl. Verlängerung und Penaltyschießen | Kölner Haie | 1,74 bis 1,85 |
| Sieger inkl. Verlängerung und Penaltyschießen | Eisbären Berlin | 1,92 bis 2,02 |
| Tore 5,5 | Über / Unter | 1,75 / 2,10 (Mittel) |
| Tore 6,5 | Über / Unter | 2,45 / 1,57 (Mittel) |
Stand der Quoten: 23.09.2026, 10:40 Uhr MESZ. Im Dreiwegmarkt liegt Köln bei durchschnittlich 2,24, das Unentschieden bei 4,33 und Berlin bei 2,51. Übersetzt heißt das: Der Markt traut den Haien vor allem wegen des Heimvorteils etwas mehr zu, von einem klaren Favoriten ist die Partie weit entfernt. In der Siegwette inklusive Verlängerung schrumpft der Abstand auf wenige Prozentpunkte.
Bei den Toren setzt der Markt die ausgeglichene Linie zwischen 5,5 und 6,5 an. Die Grenze von 4,5 Toren ist mit 1,38 für Über kaum noch ein Markt. Wie die Torwetten abgerechnet werden, erklärt der Ratgeber zu Über-Unter-Wetten.
Personal und Übertragung: Bokk fehlt Köln seit Anfang September
Dominik Bokk verletzte sich Anfang September im CHL-Spiel in Salzburg an der Schulter und fällt laut Klub mehrere Wochen aus. Maxi Kammerer, der sich zur selben Zeit verletzt hatte, ist zurück und bereitete gegen Frankfurt das 2:0 von Daniel Fischbuch vor. Fischbuch erzielte damit sein 150. Tor in der DEL.
Berlin hat den Kader kurz vor und nach dem Saisonstart ergänzt. Stürmer Jean-Luc Foudy kam am 21. September aus der American Hockey League von den Iowa Wild, Verteidiger Brandon Davidson vom tschechischen Meister Kometa Brno. Verteidiger Markus Niemeläinen verließ den Klub im August. Offizielle Ausfälle für Freitag haben die Eisbären bis zum 23. September nicht gemeldet, die Aufstellungen geben beide Klubs erst am Spieltag bekannt.
Live zu sehen ist das Spiel bei MagentaSport, das alle Partien der DEL überträgt, als Einzelspiel und in der Konferenz ab 19:00 Uhr. Wie die Übertragung bei der DEL grundsätzlich geregelt ist, steht im TV-Ratgeber zu Mannheim gegen Berlin. Die Märkte der Liga im Überblick sammelt die Seite zu Eishockey-Wetten.
Prognose Köln gegen Berlin: Warum die Torlinie mehr hergibt als die Siegwette
Vier Saisonspiele haben beide Teams zusammen bestritten, keines endete mit weniger als sechs Toren. Köln kam auf zwölf und sieben Tore, Berlin auf sechs und sieben. Dazu passt die Halbfinalserie mit fünf von sechs Spielen jenseits der Linie von 5,5. Die Kölner Defensive hat in zwei Heimspielen elf Gegentore zugelassen, während Berlin in Mannheim trotz einer 2:0-Führung nach zwei Minuten noch vier Gegentore kassierte.
Haupt-Tipp: Über 5,5 Tore · Quote 1,75 (Stand 23.09., 10:40 Uhr)
Die Linie verlangt sechs Tore, und dieser Wert wurde in allen vier bisherigen Spielen beider Teams erreicht, auch ohne das Kölner Siegtor in der Verlängerung gegen Frankfurt. Köln hat nach zwei Spieltagen 19 Tore in seinen Partien gesehen, Berlin 13. Dazu kommt eine Kölner Defensive, die in zwei Spielen elf Gegentore zugelassen hat, also 5,5 pro Partie. Für ein Spiel mit vier oder fünf Treffern spricht in diesen Zahlen wenig. Die faire Quote der Redaktion liegt bei 1,65, was rund 61 Prozent entspricht, die Marktquote von 1,75 liegt darüber. Verworfen wurde Über 6,5 Tore zu 2,45: Sieben Tore in 60 Minuten gab es in dieser Saison nur in zwei der vier Spiele beider Teams, für einen Haupt-Tipp ist das zu wacklig.
Value-Tipp: Eisbären Berlin gewinnen inklusive Verlängerung und Penaltyschießen · Quote 1,92 (Stand 23.09., 10:40 Uhr)
Hier geht es um eine andere Frage, nämlich wer die bessere Mannschaft ist. Der Markt preist Köln wegen des Heimvorteils und der starken Hauptrunde als Favoriten ein, die direkten Duelle mit Gewicht gewann aber Berlin: zwei Playoff-Serien in Folge, zuletzt mit vier Siegen aus sechs Spielen. Die Eisbären ließen in dieser Saison drei Tore pro Spiel zu, Köln 5,5. Die faire Quote der Redaktion liegt bei 1,85, rund 54 Prozent, die Marktquote von 1,92 am unteren Ende der Spanne liegt darüber.
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