Bei den Swiss Indoors in Basel stehen am Mittwoch, 28. Oktober, zwei Erstrundenmatches an, die aus deutscher Sicht besonders interessant sind: Novak Djokovic gibt gegen Ugo Humbert sein erstes Match in Basel seit 2011, Jan-Lennard Struff trifft drei Tage nach seinem Finale in Brüssel auf Yannick Hanfmann. Die Uhrzeiten stehen erst mit dem Spielplan für Mittwoch fest, der bis Dienstagnachmittag noch nicht veröffentlicht war (Stand 27.10.2026, 14:48 Uhr). Der Sieger des deutschen Duells trifft im Achtelfinale auf Djokovic oder Humbert.
Djokovic gegen Humbert: Rückkehr nach Basel mit Wildcard
Djokovic ist in Basel an Position vier gesetzt und spielt mit einer Wildcard. Laut Veranstalter ist es sein vierter Auftritt in Basel und der erste seit 2011. 2009 gewann er das Turnier im Finale gegen Roger Federer, ein Jahr später verlor er das Endspiel gegen den Schweizer, seine Bilanz in Basel steht bei 12:2 Siegen. Der 39-Jährige ist der einzige frühere Sieger im Feld.
Anfang Oktober holte Djokovic in Peking seinen 102. Turniersieg. Auf dem Weg dorthin schlug er Alexander Zverev 4:6, 6:4, 6:4 und Daniil Medwedew 7:5, 6:3, im Finale gab Alex de Minaur nach dem ersten Satz beim Stand von 0:1 auf. Die Ausgangslage vor dem Endspiel steht in unserer Analyse Djokovic gegen de Minaur. Eine Woche später verlor er in Shanghai sein erstes Match gegen Hubert Hurkacz 4:6, 3:6 (ESPN). Seitdem hat er nicht gespielt. Mit einem Titel in Basel würde er laut Veranstalter mit Federers 103 Turniersiegen gleichziehen. Im Race to Turin liegt er auf Rang elf und braucht Punkte, um noch unter die besten neun zu kommen. Wie eng es dort zugeht, zeigt unser Beitrag zur Auslosung von Wien und Basel.
Humbert, die Nummer 38 der Welt (ESPN), kommt mit wenig Rückenwind in die Schweiz. Von seinen letzten vier Matches gewann der Franzose eines: In Tokio schlug er Brandon Nakashima 6:3, 6:2, verlor danach gegen Jiří Lehečka 7:5, 4:6, 4:6, in Shanghai gegen Arthur Gea 4:6, 6:3, 1:6 und in der Vorwoche in Lyon gegen Corentin Moutet 2:6, 7:6 (5), 6:7 (4) (ESPN). Das bisher einzige Duell mit Djokovic gewann der Serbe 2019 im Achtelfinale von Wimbledon 6:3, 6:2, 6:3.
Struff gegen Hanfmann: Brüssel-Finalist gegen Qualifikant
Struff hat die beste Woche seiner Herbstsaison hinter sich. In Brüssel gewann er vier Matches, darunter 6:4, 6:7 (7), 7:6 (5) gegen den topgesetzten Arthur Fils. Laut ATP war es sein dritter Sieg gegen einen Top-10-Spieler in dieser Saison, als erster Deutscher stand er im Finale des Turniers. Dort unterlag er am Sonntag Tallon Griekspoor 6:4, 3:6, 4:6 (ESPN). In Basel startet er mit einem sogenannten Special Exempt, einem Platz für Spieler, die in der Vorwoche lange im Turnier waren. Vor Brüssel hatte Struff zweimal Medwedew zum Gegner: in Peking und in Shanghai, wo er ihn über drei Sätze forderte (6:4, 4:6, 3:6). Unsere Prognose zum Brüssel-Auftakt ordnet seine Form vor dem Turnier ein.
Hanfmann musste in Basel durch die Qualifikation. Er schlug Marcos Giron 6:2, 5:7, 6:4 und Rinky Hijikata 6:4, 1:6, 6:3, beide Matches gingen über drei Sätze. In Brüssel war er zuvor in der ersten Runde an Martin Damm gescheitert (5:7, 3:6), in Shanghai hatte er die zweite Runde erreicht (ESPN). In der Weltrangliste steht Hanfmann auf Rang 59, Struff auf Rang 47 (ESPN, Stand 26.10.). Ein Einzel-Duell der beiden auf der ATP-Tour führt der Quotenvergleich nicht.
| Kennzahl | Jan-Lennard Struff | Yannick Hanfmann |
| Weltrangliste | 47 | 59 |
| Startplatz Basel | Special Exempt | Qualifikant |
| Vorwoche | Brüssel, Finale (vier Siege, Niederlage gegen Griekspoor) | Brüssel, erste Runde |
| Matches seit 19.10. | 5 (4 Siege) | 3 (2 Siege, beide in der Basel-Qualifikation) |
| Shanghai 2026 | zweite Runde (Aus gegen Medwedew) | zweite Runde (Aus gegen Tiafoe) |
Quellen: ESPN (Ergebnisse, Weltrangliste), ATP, Swiss Indoors. Stand 27.10.2026, 14:48 Uhr.
Quoten zu Djokovic gegen Humbert und Struff gegen Hanfmann
| Markt | Quote | Chance laut Markt (ohne Marge) |
| Sieg Djokovic / Sieg Humbert | 1,36 / 3,08 | 69 zu 31 Prozent |
| Djokovic 2:0 / Humbert gewinnt mindestens einen Satz | 2,05 / 1,77 | 46 zu 54 Prozent |
| Djokovic minus 2,5 Spiele / Humbert plus 2,5 | 1,70 / 2,10 | 55 zu 45 Prozent |
| Djokovic gegen Humbert, Spiele gesamt 22,5 | Über 1,80 / Unter 1,97 | 52 zu 48 Prozent |
| Sieg Struff / Sieg Hanfmann | 1,80 / 2,01 | 53 zu 47 Prozent |
| Struff gegen Hanfmann, Spiele gesamt 24,5 | Über 1,90 / Unter 1,85 | 49 zu 51 Prozent |
Stand: 27.10.2026, 14:46 Uhr. Siegwetten als Durchschnitt aus dem Quotenvergleich mit sieben (Djokovic) bzw. acht Anbietern (Struff), Satzwetten aus fünf, Spiele-Handicap und Gesamtspiele aus drei.
Djokovic ist klarer Favorit, aber kein sicherer. Dass Humbert mindestens einen Satz holt, hält der Markt sogar für etwas wahrscheinlicher als einen Zweisatzsieg des Serben. Im deutschen Duell liegt Struff leicht vorn, der Markt rechnet mit einem engen Match um 24 Spiele. Wie Satzwetten und Spiele-Handicaps abgerechnet werden, erklärt unsere Seite zu den Tennis-Wetten.
Prognose Basel: Struffs Form trägt, Djokovic gegen einen Humbert ohne Rhythmus
Der Markt bewertet Struff nur knapp vor Hanfmann, obwohl der eine gerade ein Finale gespielt und der andere zuletzt vor allem in der Qualifikation gewonnen hat. Darin steckt die Sorge, dass Struff die lange Woche in Brüssel noch in den Beinen hat. Bis Mittwoch hat er zwei Ruhetage, Hanfmann hat am Samstag und Sonntag selbst zwei Dreisatzmatches gespielt.
Haupt-Tipp: Sieg Struff · Quote 1,80 (Stand 27.10., 14:46 Uhr)
Struff hat in Brüssel mit Fils einen Top-10-Spieler geschlagen und erst im dritten Satz des Finales verloren. Sein Aufschlag funktioniert in der Halle, in Brüssel gewann er zwei Sätze im Tiebreak gegen Giron und behielt gegen Fils im entscheidenden Tiebreak die Nerven. Hanfmann gewann in den vergangenen beiden Wochen nur in der Qualifikation und verlor sein einziges Hauptfeldmatch in Brüssel in zwei Sätzen. Der Quotenvergleich sieht Struff bei 53 Prozent, wir setzen 58 Prozent an. Die faire Quote liegt damit bei 1,72, die Marktquote von 1,80 darüber. Verworfen haben wir Unter 24,5 Spiele zu 1,85: Zwei Spieler mit starkem Aufschlag machen Tiebreaks wahrscheinlich, das spricht eher gegen ein kurzes Match.
Value-Tipp: Djokovic gewinnt 2:0 gegen Humbert · Quote 2,05 (Stand 27.10., 14:46 Uhr)
Dieser Tipp beruht auf Humberts Formtief, nicht auf Struffs Form. Der Franzose hat drei seiner letzten vier Matches verloren, gegen Lehečka gab er eine Satzführung ab, gegen Moutet verlor er den Tiebreak im dritten Satz. Djokovic hat in Peking Zverev und Medwedew geschlagen, das bisher einzige Duell mit Humbert gewann er ohne Satzverlust. Der Markt gibt dem Zweisatzsieg 46 Prozent, wir setzen 50 Prozent an. Die faire Quote liegt bei 2,00, die Marktquote von 2,05 darüber. Das Risiko liegt in der Pause: Djokovic hat seit dem 9. Oktober kein Match bestritten.
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