Nach der ersten Niederlage seiner Amtszeit baut Jürgen Klopp die Nationalmannschaft fast komplett um. Für das Heimspiel gegen Serbien am Donnerstag, dem 1. Oktober, um 20:45 Uhr in München bleiben nur sechs Spieler aus dem ersten Aufgebot, neun Spieler im neuen Kader haben noch kein Länderspiel bestritten.
Der Kaderwechsel war seit der Nominierung Mitte September angekündigt, trifft aber auf eine veränderte Lage. Am Sonntagabend verlor Deutschland in Augsburg 0:1 gegen Griechenland. Dimitrios Kourbelis zog in der 74. Minute nach einer Verlagerung von Christos Tzolis aus rund 18 Metern ab, Joshua Kimmich fälschte den Schuss beim Klärungsversuch unhaltbar ab. Laut Sportschau war es im elften Duell die erste Niederlage einer deutschen Mannschaft gegen Griechenland. Klopp sagte danach: „Das Spiel darfst du nicht verlieren. Wir hatten zu wenig Lösungen gegen einen sehr tief stehenden Gegner.“
Gefehlt hat es vor allem an der Verwertung. Zwischen der 25. und der 31. Minute hatte Deutschland drei gute Möglichkeiten durch Younes Ebnoutalib und zweimal Karim Adeyemi, nach der Pause scheiterte Bambasé Conté, der sein Länderspieldebüt gab. Im Tor stand Alexander Nübel, Yann Aurel Bisseck kehrte nach anderthalb Jahren in die Nationalmannschaft zurück.
Wer im neuen DFB-Kader steht: sechs bleiben, neun Neulinge
Aus dem ersten Aufgebot bleiben Finn Dahmen, Nico Schlotterbeck, Philipp Treu, Yannik Engelhardt, Conté und Serge Gnabry. Florian Wirtz und Jonathan Burkardt waren schon nach dem 1:1 in Amsterdam für die verletzten Jamal Musiala und Kai Havertz vorzeitig angereist. Neu hinzu kommen unter anderem Waldemar Anton, David Raum, Malick Thiaw, Aleksandar Pavlovic, Tom Bischof, Lennart Karl und Nick Woltemade.
Die neun Spieler ohne Länderspiel sind die drei Torhüter Noah Atubolu (Eintracht Frankfurt), Finn Dahmen (FC Augsburg) und Jonas Urbig (FC Bayern), dazu Finn Jeltsch (VfB Stuttgart), Mika Baur (Celtic Glasgow), Said El Mala (1. FC Köln), Vitaly Janelt (FC Brentford), Felix Keidel (SV Elversberg) und Derry Scherhant (SC Freiburg). Im Angriff stehen mit Burkardt und Woltemade nur zwei gelernte Mittelstürmer im Aufgebot, keiner von beiden begann in Augsburg. Gegen Griechenland begann Ebnoutalib vorn, er gehört dem neuen Kader nicht mehr an.
| Position | Spieler (Verein) |
| Tor | Atubolu (Frankfurt), Dahmen (Augsburg), Urbig (Bayern) |
| Abwehr | Anton (Dortmund), Baku (Leipzig), Jeltsch (Stuttgart), Mittelstädt (Stuttgart), Raum (Leipzig), Schlotterbeck (Dortmund), Thiaw (Newcastle), Treu (Freiburg) |
| Mittelfeld | Baur (Celtic), Bischof (Bayern), Conté (Hoffenheim), El Mala (Köln), Engelhardt (Freiburg), Gnabry (Bayern), Janelt (Brentford), Karl (Bayern), Keidel (Elversberg), Pavlovic (Bayern), Scherhant (Freiburg), Wirtz (Liverpool) |
| Angriff | Burkardt (Frankfurt), Woltemade (Juventus) |
Tabelle der Gruppe A2: Deutschland mit einem Punkt hinter Griechenland und den Niederlanden
Nach zwei Spieltagen steht Deutschland auf Platz drei. Griechenland führt mit sechs Punkten, nachdem die Mannschaft schon in Belgrad 2:1 gegen Serbien gewonnen hatte. Die Niederlande folgen mit vier Punkten, am Sonntag setzten sie sich ebenfalls in Belgrad 2:1 durch, Meerdink traf zweimal. Serbien ist nach zwei 1:2-Niederlagen noch ohne Punkt.
| Platz | Team | Spiele | Punkte |
| 1 | Griechenland | 2 | 6 |
| 2 | Niederlande | 2 | 4 |
| 3 | Deutschland | 2 | 1 |
| 4 | Serbien | 2 | 0 |
Gegen Serbien und drei Tage später in Thessaloniki gegen Griechenland am Sonntag, dem 4. Oktober, um 20:45 Uhr geht es für Klopp darum, den Abstand zur Spitze nicht weiter wachsen zu lassen. Die Serben unter Veljko Paunović haben die WM in Nordamerika verpasst und kamen mit 3:12 Toren aus den vier Spielen des Jahres in diese Nations-League-Saison. Gegen Griechenland führten sie nach vier Minuten, gegen die Niederlande glich Luka Jović direkt nach der Pause aus, beide Spiele gingen dennoch 1:2 verloren.
Quote 1,20 für Deutschland gegen Serbien: Was der Markt Klopps B-Elf zutraut
Am Markt ändert die Niederlage wenig am Bild für Donnerstag. Im Quotenvergleich lag ein deutscher Sieg am Montag, dem 28. September, um 10:06 Uhr im Mittel bei 1,20, das Unentschieden bei 6,47 und ein Sieg Serbiens bei 11,64. Vor Abzug der Marge entspricht das rund 83 Prozent für Deutschland, 15 Prozent für ein Remis und 9 Prozent für die Gäste.
Wie wenig solche Werte garantieren, zeigte der Sonntag. Vor dem Spiel gegen Griechenland lag der deutsche Sieg am 25. September bei 1,41, was rund 71 Prozent entsprach. Der Tipp Unter 2,5 Tore aus dem Debüt-Watch ging beim 0:1 auf, die Offensive fand gegen den tief stehenden Gegner keinen Weg. Gegen Serbien trifft eine Mannschaft mit vielen Spielern ohne gemeinsame Abläufe auf einen Gegner, der in beiden Spielen getroffen, aber jeweils zwei Gegentore kassiert hat. Eine Quote von 1,20 lässt kaum Raum für einen Fehlstart der neuen Elf. Einen eigenen Tipp geben wir in diesem Artikel nicht ab, zum Spiel gegen Serbien liegt noch kein Wett-Tipp-Artikel vor (Stand 28.09.).
Wie Klopp nach dem Remis in Amsterdam auf die Ausfälle reagierte, beschreibt der Artikel zu Havertz und Musiala, was der Markt Klopp zum Start zugetraut hat, der Debüt-Watch zu Klopp, Blessin und Wagner. Die Aufteilung auf zwei Aufgebote erklärt die Übersicht zu Klopps erstem DFB-Kader, die gängigen Märkte bei Länderspielen die Seite zu Fußballwetten.




