Vom 28. September bis zum 4. Oktober 2026 spielt die PDC in der Mattioli Arena in Leicester den World Grand Prix aus. 32 Profis treten an, das Preisgeld ist auf 750.000 Pfund gestiegen, der Sieger bekommt davon 150.000 Pfund. Sport1 zeigt das Turnier im Free-TV, parallel läuft es bei DAZN.
World Grand Prix 2026 Termine: Von der ersten Runde bis zum Finale am 4. Oktober
Das Turnier verteilt sich auf sieben Spieltage. Die erste Runde füllt die ersten beiden Abende, danach reduziert sich das Feld Runde für Runde bis zum Endspiel am Sonntag. Leicester liegt in der britischen Zeitzone, eine Stunde hinter Deutschland.
| Datum | Runde | Modus |
| Mo, 28.09. | 1. Runde | Best of 3 Sets |
| Di, 29.09. | 1. Runde | Best of 3 Sets |
| Mi, 30.09. | 2. Runde | Best of 5 Sets |
| Do, 01.10. | 2. Runde | Best of 5 Sets |
| Fr, 02.10. | Viertelfinale | Best of 5 Sets |
| Sa, 03.10. | Halbfinale | Best of 7 Sets |
| So, 04.10. | Finale | Best of 9 Sets |
Die Preisgeldsumme von 750.000 Pfund bedeutet eine Anhebung gegenüber den Vorjahren. Auf den Sieger entfallen 150.000 Pfund, der Unterlegene im Finale erhält die Hälfte davon.
Double-In statt Straight-In: Warum der World Grand Prix anders läuft als jedes andere PDC-Turnier
Der World Grand Prix ist das einzige Ranglistenturnier der PDC, bei dem jedes Leg mit einem Doppel eröffnet werden muss. Wer kein Doppelfeld trifft, bleibt bei null Punkten stehen, und der Gegner kann ohne Gegenwehr vorlegen. Am Ende zählt weiterhin das klassische Doppel zum Ausspielen, das Leg hat damit zwei Hürden statt einer.
Für die Statistik bedeutet das gestauchte Averages. Werte, die bei einem normalen Turnier auf ein schwaches Spiel hindeuten, sind hier normal, weil verpasste Eröffnungsdoppel den Schnitt drücken. Spieler mit stabiler Doppelquote haben in Leicester traditionell mehr Chancen als reine Scorer, und Favoritenstürze fallen häufiger aus als bei Turnieren im Straight-In-Modus.
Gespielt wird im Set-Modus, nicht über Legs. Die erste Runde geht über Best of 3 Sets und ist damit das kürzeste Format der Woche, was das Überraschungspotenzial am Montag und Dienstag zusätzlich erhöht.
Niko Springer als einziger Deutscher gegen Danny Noppert, Schindler fehlt erstmals seit vier Jahren
Die Auslosung steht bereits fest. Aus deutscher Sicht bleibt nur ein Name im Feld: Niko Springer trifft zum Auftakt auf den Niederländer Danny Noppert. Martin Schindler, über Jahre die deutsche Nummer eins bei diesem Turnier, hat die Qualifikation verpasst, zum ersten Mal seit vier Jahren.
An der Spitze des Tableaus steht Titelverteidiger Luke Littler, der gegen Luke Woodhouse beginnt. Luke Humphries bekommt es mit Dave Chisnall zu tun, einer Paarung zweier Spieler, die den Modus aus vielen Teilnahmen kennen. Das Feld umfasst 32 Startplätze, die sich aus der PDC Order of Merit und den Pro Tour Rankings speisen.
Wettmärkte beim World Grand Prix: Warum der Modus die Leg-Quoten verschiebt
Die gängigen Märkte sind der Turniersieger, der Matchsieger je Partie, das Set-Handicap und Über/Unter auf die Zahl der gespielten Legs oder Sets. Dazu kommen Spezialwetten wie die Zahl der 180er oder das höchste Checkout einer Partie.
Der Double-In-Modus greift in mehrere dieser Märkte ein. Legs dauern im Schnitt länger als bei Straight-In-Turnieren, weil verpasste Eröffnungsdoppel Aufnahmen kosten. Bei Über/Unter-Märkten auf Legs oder Aufnahmen ist der Vergleich mit anderen Turnieren deshalb irreführend, und Werte aus der Order of Merit lassen sich nicht ungeprüft übertragen. Auch das Set-Handicap verhält sich anders: Weil ein Set über wenige Legs entschieden wird und schwache Eröffnungsphasen härter bestraft werden, fallen Ergebnisse häufiger knapp aus, als die Ranglistendifferenz vermuten lässt.
Für die erste Runde kommt das kurze Format hinzu. Best of 3 Sets lässt wenig Raum für Rückstände, was die Quoten auf gesetzte Spieler weniger deutlich ausfallen lässt als in späteren Runden.
World Grand Prix im TV: Sport1 überträgt kostenlos, DAZN zeigt alle Sessions
Sport1 hält die Free-TV-Rechte an den großen PDC-Turnieren und zeigt den World Grand Prix kostenlos im deutschen Fernsehen. Parallel läuft das Turnier bei DAZN. Beide Wege gehen auf die Kooperation zwischen der PDC, Sport1 und DAZN zurück, die bis 2027 läuft und neben dem World Grand Prix auch die Weltmeisterschaft umfasst.
Welche Sessions Sport1 im Einzelnen linear überträgt und wann die Sendungen beginnen, hat der Sender bis zum 18. September nicht veröffentlicht. Bei früheren Ausgaben lagen die Abendsessions in der deutschen Primetime, weil die britische Zeitzone nur eine Stunde zurückliegt. Grundlagen zu Märkten und Quotenarten in dieser Sportart stehen auf unserer Seite zu Darts-Wetten, die internationale Turnierlandschaft ordnet unser Beitrag zur World Series of Darts ein.




