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ATP Chengdu 2026: Analyse, Quoten & Prognose zum Auftakt (23. bis 29.09.)

Natalia Schubert
| veröffentlicht am: 22.09.26
geprüft von Sebastian Vierheim | 5 Min. Lesezeit

Das ATP-250-Turnier in Chengdu wird vom 23. bis 29. September 2026 im Sichuan International Tennis Center auf Hartplatz im Freien gespielt. Titelverteidiger Alejandro Tabilo trifft auf ein Feld, das Valentin Vacherot als Nummer eins anführt. Die erste Runde bringt mit Tallon Griekspoor gegen Denis Shapovalov und Alexander Shevchenko gegen Hubert Hurkacz zwei Partien, für die der Markt bereits Quoten stellt.


ATP Chengdu 2026: Vacherot führt das Feld an, Tabilo verteidigt seinen Titel

Chengdu richtet die achte Auflage des Turniers aus. Die Veranstaltung gehört zur Kategorie ATP 250, ausgespielt werden 1.210.115 US-Dollar Gesamtpreisgeld. Der Sieger erhält 184.085 US-Dollar und 250 Weltranglistenpunkte. Die Auslosung fand am Montag, 21. September, um 16 Uhr Ortszeit statt.

Gesetzt sind acht Spieler, angeführt von Valentin Vacherot aus Monaco als Nummer 19 der Welt. Dahinter folgen Alejandro Davidovich Fokina (Nummer 29) und Alejandro Tabilo (Nummer 32). Der Chilene Tabilo ist Titelverteidiger: 2025 wehrte er im Endspiel gegen Lorenzo Musetti zwei Matchbälle ab und gewann 6:3, 2:6, 7:6 (5). Mit Shang Juncheng und Zhou Yi stehen zwei chinesische Wildcards im Hauptfeld, Lorenzo Sonego und Aleksandar Kovacevic rückten für Absagen nach.

Die Turniergeschichte liefert zwei Bestmarken, die den Charakter der Veranstaltung beschreiben. Shang Juncheng gewann 2024 mit 19 Jahren als jüngster Champion, und der bestplatzierte Titelträger war 2023 Alexander Zverev als Nummer 10 der Welt. Chengdu taugt damit sowohl für Aufsteiger als auch für Spieler aus den Top 10 als Einstieg in die Asien-Serie. Parallel läuft in dieser Woche der Laver Cup in London, der einen Teil der Weltspitze bindet.


Die Erstrundenpaarungen in Chengdu und wann sie gespielt werden

Die erste Runde verteilt sich auf zwei Tage. Wegen der Zeitverschiebung fallen die Partien in Mitteleuropa in die Nacht und den frühen Morgen. Alle Zeiten in MESZ, Stand 22.09.2026, 11:40 Uhr.

Datum Zeit (MESZ) Partie
23.09. 06:00 Sebastian Baez gegen Jenson Brooksby
23.09. 07:00 Lloyd Harris gegen Alexis Galarneau
23.09. 07:00 Alexandre Müller gegen Petr Bar Biryukov
23.09. 07:30 Vit Kopriva gegen Hu Junhao
24.09. 04:00 Tallon Griekspoor gegen Denis Shapovalov
24.09. 04:00 Alexander Shevchenko gegen Hubert Hurkacz
24.09. 04:00 Shang Juncheng gegen Adrian Mannarino
24.09. 04:00 Juan Manuel Cerundolo gegen Zhou Yi
24.09. 04:00 James Duckworth gegen Lorenzo Sonego
24.09. 04:00 Nuno Borges gegen Camilo Ugo Carabelli

Die Übertragung der Partien läuft über TennisTV, einen frei empfangbaren deutschen Sender gibt es für Chengdu nicht.


Quoten zum Auftakt in Chengdu: Wie der Markt Griekspoor gegen Shapovalov sieht

Für die beiden gefragtesten Erstrundenpartien liegen im Dezimalquoten-Vergleich bereits Preise vor. Die Spannweiten geben die Bandbreite der ausgewerteten Buchmacherzeilen wieder, Stand 22.09.2026, 11:40 Uhr MESZ.

Partie Quote Spieler 1 Quote Spieler 2
Tallon Griekspoor gegen Denis Shapovalov 2,14 bis 2,25 1,62 bis 1,67
Alexander Shevchenko gegen Hubert Hurkacz 4,50 bis 5,50 1,14 bis 1,20

Bemerkenswert ist die Richtung im ersten Duell. Griekspoor steht am 22.09. auf Rang 55 der Weltrangliste, Shapovalov auf Rang 50, ein Abstand von fünf Plätzen. Der Markt macht daraus einen deutlichen Unterschied: 1,65 gegen 2,20 entspricht einer impliziten Siegwahrscheinlichkeit von rund 61 Prozent für den Kanadier gegenüber 45 Prozent für den Niederländer. Diese Differenz speist sich nicht aus dem Ranking, sondern aus Form und Belag.

Im zweiten Duell ist die Lage eindeutiger. Hurkacz als Nummer 46 liegt bei 1,14 bis 1,20 unterhalb des Quotenrahmens, in dem sich ein Tipp rechnet. Die Grundlagen zu solchen Preisen stehen auf der Seite zu Tennis-Wetten.


Form und direkter Vergleich: Shapovalov gewann das Duell in München

Griekspoors Saison 2026 liest sich zweigeteilt. Bis zum 31. August standen 12 Siege und 17 Niederlagen zu Buche, eine Quote von 41 Prozent. Bei allen drei bis dahin gespielten Grand Slams, den Australian Open, den French Open und in Wimbledon, war in der ersten Runde Schluss. Gleichzeitig schlug er in Dubai die Nummer 10 Alexander Bublik und beim Canadian Open die Nummer 3 Alexander Zverev, wo er bis ins Achtelfinale kam. Das war der achte Sieg seiner Laufbahn gegen einen Top-10-Spieler.

Shapovalov bringt das größere Hartplatz-Portfolio mit. Der Kanadier hält vier ATP-Titel, darunter den bislang größten beim ATP 500 in Dallas 2025, wo er auf dem Weg zum Titel Taylor Fritz, Tommy Paul und Casper Ruud schlug, sowie den Titel in Los Cabos. Sein Karrierehoch ist Rang 10 vom September 2020. Im April 2026 stand er noch auf Rang 39, seither hat er elf Plätze verloren.

Kennzahl Tallon Griekspoor Denis Shapovalov
Weltrangliste, Stand 22.09.2026 55 50
Position im Jahresverlauf 56 am 31.08.2026 39 am 13.04.2026
Bilanz 2026, Stand 31.08.2026 12 Siege, 17 Niederlagen keine belegte Jahresbilanz
Wichtigste Erfolge Siege gegen Bublik und Zverev 2026, Achtelfinale Canadian Open vier ATP-Titel, darunter Dallas 2025 und Los Cabos 2025
Letztes Duell, München 2026 4:6, 6:3, 2:6 6:4, 3:6, 6:2

Das letzte Aufeinandertreffen liegt fünf Monate zurück. In der ersten Runde der BMW Open in München, gespielt vom 13. bis 19. April 2026 auf Sand, setzte sich Shapovalov mit 6:4, 3:6, 6:2 gegen den an Position acht gesetzten Griekspoor durch. Im dritten Satz schlug der Kanadier 13 Winner und gab keinen Breakball ab.


Prognose zu Griekspoor gegen Shapovalov: Warum der Hartplatz für den Kanadier spricht

Der entscheidende Punkt ist der Belagwechsel. Shapovalov hat Griekspoor zuletzt auf Sand geschlagen, also auf dem Untergrund, der seinem eigenen Spiel am wenigsten entgegenkommt. In Chengdu wird auf Hartplatz im Freien gespielt, und genau dort liegen seine beiden jüngsten Titel. Ein flacher, schneller Belag belohnt den Aufschlag und die Rückhand von links, mit der Shapovalov Punkte in zwei bis drei Schlägen beendet.

Gegen Griekspoor spricht die Konstanz. Eine Jahresbilanz von 41 Prozent und drei Erstrundenniederlagen bei Grand Slams beschreiben einen Spieler, der einzelne große Tage hat und dazwischen früh verliert. Die Siege über Bublik und Zverev zeigen die Obergrenze, nicht den Normalfall. Für eine Erstrundenpartie am frühen Morgen nach der Anreise in die Asien-Serie ist der Normalfall der bessere Maßstab.

Haupt-Tipp: Sieg Denis Shapovalov gegen Tallon Griekspoor · Quote 1,65 (Stand 22.09., 11:40)

Der Markt sieht Shapovalov bei rund 61 Prozent. Unsere faire Quote liegt bei 1,56, was 64 Prozent entspricht. Die Differenz ergibt sich aus dem Belag, auf dem beide Spieler zuletzt sehr unterschiedlich abgeschnitten haben, und aus dem direkten Vergleich, der dem Kanadier sogar auf dem für ihn ungünstigeren Untergrund gehörte. Griekspoors Ranking von 55 steht für eine Saison, in der die Ergebnisse unter den einzelnen Höhepunkten lagen. Verworfen haben wir den Gegentipp auf Griekspoor zu 2,20: Er gewinnt nur dann, wenn wieder einer seiner großen Tage eintritt, und darauf lässt sich in der ersten Runde eines ATP 250 keine Rechnung aufbauen.

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Natalia Schubert - Sportjournalistin |
Natalia Schubert Natalia Schubert ist Fußballanalystin und Sportjournalistin mit über zwölf Jahren Erfahrung in der datenbasierten Spielanalyse. Sie studierte Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln und arbeitet mit professionellen Analyseplattformen wie Wyscout, InStat und Opta. Bei wetttippsheute.net verantwortet sie taktische Spielvorschauen, Hintergrundanalysen und die statistische Einordnung von Partien aus der Bundesliga, Champions League und weiteren internationalen Wettbewerben. Pro Saison verfolgt und analysiert sie über 300 Spiele.
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