Iga Swiatek beim Aufschlag in Madrid im April 2026. In Peking trifft sie im Achtelfinale auf Ivana Jovic. Foto: OSCAR GONZALEZ FUENTES/Shutterstock.com Beim WTA-1000-Turnier in Peking stehen die beiden Topgesetzten nicht mehr im Feld: Aryna Sabalenka verlor am Sonntag in Runde drei 4:6, 3:6 gegen Nikola Bartunkova, die Weltranglistenerste Elena Rybakina war schon am Samstag gegen Alina Charaeva ausgeschieden. Am Dienstag, 6. Oktober, beginnt das Achtelfinale mit Iga Swiatek, Naomi Osaka, Mirra Andreeva und der Österreicherin Sinja Kraus, die auf Bartunkova trifft.
Sabalenka und Rybakina raus: Wie das obere Ende des Tableaus in zwei Tagen weggebrochen ist
Bartunkova brauchte gegen Sabalenka eine Stunde und 35 Minuten. Laut WTA nutzte die Weltranglistenzweite keinen ihrer Breakbälle, die 20-jährige Tschechin verwertete drei von acht. Für Bartunkova, an Position 26 gesetzt und mit Platz 34 so hoch notiert wie nie, war es der zweite Sieg gegen eine Spielerin aus den Top 10 und nach eigener Aussage „der größte Sieg meiner Karriere“. Sabalenka hat 2026 laut WTA nur drei von zehn Matches gewonnen, in denen sie den ersten Satz abgab.
Rybakina reiste als neue Nummer eins nach Peking und verlor ihr erstes Match in dieser Rolle. Rybakina gewann in Runde zwei den ersten Satz gegen Charaeva 6:3, verlor dann aber 4:6 und 3:6. Unsere Vorschau auf die zweite Runde in Peking hatte die Kasachin noch als klare Favoritin gegen Charaeva geführt. Charaeva schlug am Montag auch Sonay Kartal mit 6:4, 6:1 und trifft im Achtelfinale auf Zheng Qinwen.
Damit fehlen die Setzplätze eins und zwei, aus den Top 4 der Setzliste ist neben Andreeva nur noch Coco Gauff dabei. Gauff spielt ihr Drittrundenmatch gegen Sun Xinran am Montag um 14:30 Uhr MESZ.
Sinja Kraus gegen Bartunkova: Die Österreicherin vor ihrem größten Match
Kraus kam ungesetzt in das 96er-Feld und hat drei Matches gewonnen. Zum Auftakt setzte sie sich gegen Maya Joint mit 6:3, 3:6, 7:5 durch, in Runde zwei gab die an Position 16 gesetzte Anastasia Potapova beim Stand von 4:1 für Kraus mit einer Schulterverletzung auf. In Runde drei schlug sie Dayana Yastremska mit 6:1, 6:4. Bartunkova hatte zum Auftakt ein Freilos, gewann danach 6:2, 6:2 gegen Magdalena Frech und anschließend gegen Sabalenka.
Den einzigen direkten Vergleich gewann laut WTA Bartunkova, 2025 beim Turnier in Hechingen. Die Tschechin kommt 2026 auf 22 Siege, 16 davon auf Hartplatz.
Die Achtelfinals am Dienstag: Wege, Setzplätze und direkte Vergleiche

Naomi Osaka in Madrid im April 2026. In Peking trifft sie im Achtelfinale auf Karolina Muchova. Foto: OSCAR GONZALEZ FUENTES/Shutterstock.com
| Match | Setzplatz (Weltrangliste laut Setzliste) | Weg ins Achtelfinale |
| Iva Jovic gegen Iga Swiatek | Nr. 10 (13) / Nr. 8 (9) | 2:6, 6:3, 6:3 gegen Dart und 6:1, 7:5 gegen Rakhimova / 6:2, 6:3 gegen Gao und 4:6, 7:6 (0), 6:2 gegen Vekic |
| Karolina Muchova gegen Naomi Osaka | Nr. 7 (8) / Nr. 12 (17) | 7:6 (3), 6:1 gegen Boulter und 4:6, 6:4, 6:2 gegen Samsonova / 6:3, 3:6, 6:3 gegen Timofeeva und 7:6 (4), 6:4 gegen Bejlek |
| Daria Snigur gegen Mirra Andreeva | ungesetzt / Nr. 4 (5) | drei Siege, darunter 3:6, 7:6 (5), 6:2 gegen Paolini / 3:6, 6:0, 6:0 gegen Yuan und 6:4, 6:1 gegen Kudermetova |
| Sinja Kraus gegen Nikola Bartunkova | ungesetzt / Nr. 26 (34) | siehe oben |
| Linda Noskova gegen Ekaterina Alexandrova | Nr. 5 (6) / Nr. 19 | 6:4, 6:1 gegen Ruse und 6:2, 6:1 gegen Golubic / 6:1, 6:4 gegen Sasnovich und 3:6, 6:4, 6:3 gegen Shnaider |
Quelle: offizielles Tableau der WTA (veröffentlicht 05.10.2026), Ergebnisse von Montag laut WTA und tennisnet. Bartunkovas Weltranglistenplatz laut WTA-Spielbericht.
Swiatek stand gegen Vekic schon mit 4:6 und 2:5 zurück, holte zwei Breaks zum 5:5, gewann den Tiebreak ohne Punktverlust und das Match nach zwei Stunden und 40 Minuten. Es war laut WTA ihr 147. Sieg bei einem Turnier der 1000er-Kategorie. „Ich lag klar zurück und wusste nach dem ersten Satz nicht wirklich, was ich ändern soll“, sagte die Polin, die Peking 2023 gewonnen hat. Gegen Jovic geht sie nach einem Kraftakt in die Partie.
Osaka brauchte gegen Bejlek fünf Matchbälle und gut zwei Stunden. Im direkten Vergleich mit Muchova liegt sie laut WTA 3:4 zurück, die beiden jüngsten Duelle in Bad Homburg und Wimbledon 2026 gewann die Tschechin.
Den genauen Spielplan für Dienstag hatte die WTA bis 12:06 Uhr nicht veröffentlicht. Im Quotenvergleich sind die fünf Partien mit Beginn des Spieltags um 05:00 Uhr MESZ gelistet, das entspricht 11:00 Uhr Ortszeit. Die übrigen Achtelfinals der oberen Hälfte, darunter Zheng gegen Charaeva, hängen an den Matches vom Montag.
Quoten zum Achtelfinale in Peking: Bartunkova und Andreeva klar vorn, Muchova gegen Osaka offen
| Match | Siegquoten |
| Jovic gegen Swiatek | 2,93 / 1,39 |
| Muchova gegen Osaka | 1,70 / 2,12 |
| Snigur gegen Andreeva | 5,23 / 1,15 |
| Kraus gegen Bartunkova | 4,56 / 1,18 |
| Noskova gegen Alexandrova | 1,28 / 3,51 |
Stand der Quoten: 05.10.2026, 12:03 Uhr MESZ, Werte aus dem Quotenvergleich. Kraus ist mit 4,56 die größte Außenseiterin des Tages, ohne Marge entspricht das einer Siegchance von gut 20 Prozent. Swiatek wird trotz des Fehlstarts gegen Vekic mit knapp 68 Prozent eingepreist. Das einzige Match nahe am Münzwurf ist Muchova gegen Osaka: Der Markt sieht die Tschechin bei rund 55 Prozent. Weitere Märkte im Tennis erklärt unsere Seite zu den Tennis-Wetten.
Prognose Muchova gegen Osaka: Warum die Siegquote 1,70 zu hoch ist
Haupt-Tipp: Sieg Karolina Muchova gegen Naomi Osaka · Quote 1,70 (Stand 05.10., 12:03)
Muchova hat die beiden jüngsten Duelle gewonnen, beide in dieser Saison auf Rasen. Sie ist in Peking an Position sieben gesetzt und hat sich nach dem verlorenen ersten Satz gegen Samsonova mit 6:4, 6:2 gesteigert. Osaka kam gegen Bejlek erst mit dem fünften Matchball durch und sah sich neun Breakbällen gegenüber, mit dem zweiten Aufschlag gewann sie laut WTA nur 37 Prozent der Punkte. Auf diesen Schwachpunkt kann Muchova im Return zielen, auf Hartplatz in Peking ebenso wie zuletzt auf Rasen. Die Redaktion sieht Muchova bei 62 Prozent, das entspricht einer fairen Quote von 1,62, die Marktquote liegt darüber. Verworfen wurde Jovic gegen Swiatek zu 2,93: Swiatek zeigte gegen Vekic Schwächen, der direkte Vergleich der beiden ist aber nicht belegt, und ohne diese Grundlage fehlt der Wette die Begründung.
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