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White Sox gegen Guardians: Analyse, Quoten & Prognose zu ALDS Spiel 4 (09.10.2026)

Natalia Schubert
| veröffentlicht am: 08.10.26 (aktualisiert: 08.10.26)
geprüft von Sebastian Vierheim | 5 Min. Lesezeit

Nach dem 9:3 der Cleveland Guardians in Spiel 3 steht die American League Division Series bei 2:1 für die Chicago White Sox. Spiel 4 beginnt in der Nacht auf Freitag, 9. Oktober, um 02:00 Uhr MESZ im Rate Field. Es ist die Neuauflage von Spiel 1 auf dem Mound: Parker Messick für Cleveland, Hagen Smith für Chicago.


Guardians verkürzen auf 1:2: Neun Runs nach zwei Spielen mit nur sieben Hits

In Cleveland hatten die White Sox beide Auftaktspiele knapp gewonnen, 3:0 und 4:3. Die Guardians kamen in diesen beiden Partien zusammen auf sieben Hits und drei Runs. Unseren Vorbericht zu Spiel 3 hatten wir noch unter diesem Eindruck geschrieben.

Am Mittwoch in Chicago drehte sich das Bild. Cleveland erzielte im dritten Inning vier Runs und legte im achten und neunten jeweils zwei nach. Die Guardians kamen auf elf Hits und zehn Walks, ohne einen einzigen Home Run. Jo Adell brachte mit einem Triple drei Runs herein, José Ramírez schlug ein Double und ein Triple und kam auf zwei RBI. Chicagos Schlagleute blieben bei sechs Hits und kassierten 19 Strikeouts. Sieger war Foster Griffin, der 2 2/3 Innings mit sieben Strikeouts aus dem Bullpen warf, die Niederlage ging an Bryan Hudson.

Gewinnen die White Sox Spiel 4, treffen sie in der American League Championship Series auf die Tampa Bay Rays, die ihre Serie gegen die Yankees mit 3:0 beendet haben. Verliert Chicago, fällt die Entscheidung in Spiel 5 am Sonntag, 11. Oktober, um 02:00 Uhr MESZ in Cleveland.


Messick gegen Hagen Smith: Ein Dauerläufer trifft auf einen Kurzarbeiter

Beide Starter sind Linkshänder, und beide standen schon in Spiel 1 auf dem Mound. Damit enden die Gemeinsamkeiten.

Wert (Hauptrunde 2026) Parker Messick (Guardians) Hagen Smith (White Sox)
Einsätze / Starts 32 / 32 18 / 1
Bilanz 12-9 3-3
ERA 2,56 1,29
WHIP 1,06 0,96
Innings 186 1/3 28
Strikeouts / Walks 193 / 49 41 / 16
längster Einsatz 8 Innings 3 Innings

Messick hat für Cleveland jede fünfte Partie der Hauptrunde begonnen und ist im Schnitt knapp sechs Innings geblieben. Gegen Chicago startete er viermal, ließ in 25 2/3 Innings acht Earned Runs zu (ERA 2,81) und kam auf 29 Strikeouts. In Spiel 1 musste er nach 4 1/3 Innings und 87 Pitches mit zwei Earned Runs und sechs Strikeouts vom Mound, Cleveland verlor 0:3. Sein letzter Auftritt der Hauptrunde am 27. September war mit drei Innings kurz, seit Spiel 1 hatte er vier Tage Pause.

Smith hat erst am 9. August in der Major League debütiert. Seine Zahlen sind herausragend, Gegner schlugen gegen ihn nur 0,117. Die Stichprobe ist aber klein, und er ist kein klassischer Starter. In der Hauptrunde warf er nie mehr als drei Innings, in Spiel 1 waren es 2 2/3 Innings ohne Hit, aber mit drei Walks bei 51 Pitches. In Spiel 3 kam er am Mittwoch bereits aus dem Bullpen und brauchte für zwei Outs 21 Pitches, gab zwei Walks und einen Earned Run ab. Einen Tag später erneut zu beginnen heißt für Chicago fast zwangsläufig: Nach ein, zwei Durchgängen durch die Schlagreihenfolge übernimmt das Bullpen.


Bullpen-Belastung vor Spiel 4: Chicago brauchte am Mittwoch sieben Pitcher

Zwischen Spiel 3 und Spiel 4 liegt kein freier Tag. Für die White Sox ist das die größere Hypothek. Am Mittwoch setzten sie sieben Pitcher mit zusammen 178 Pitches ein, darunter Noah Schultz mit 45 und Davis Martin mit 31. Sandlin und Martin gaben im achten und neunten Inning je zwei Runs ab. Ausgeruht ist Closer Grant Taylor, der in Spiel 3 nicht gebraucht wurde. In der Serie hat er in 5 1/3 Innings keinen Run zugelassen.

Chicago ist das Spiel über das Bullpen gewohnt. In der Hauptrunde warfen die Reliever der White Sox 766 Innings und damit mehr als die Starter (674 2/3). Die Starter kamen auf eine ERA von 4,60, die Reliever auf 3,70. Clevelands Starter standen bei 3,93, das Bullpen bei 3,54 (Statistik der Liga, Hauptrunde).

Auch die Guardians sind nicht frisch. Ihre sieben Pitcher kamen in Spiel 3 auf 152 Pitches, Foster Griffin allein auf 53. Cade Smith und Hunter Gaddis pitchten in allen drei Spielen der Serie, Smith am Mittwoch mit 19 Pitches über zwei Innings. Mit Messick hat Cleveland allerdings einen Starter, der das Bullpen über fünf oder sechs Innings entlasten kann. Das hat Chicago mit Smith nicht.


Quoten zu White Sox gegen Guardians: Cleveland trotz Auswärtsspiel leicht vorn

Markt Auswahl Quote
Sieger (6 Anbieter) White Sox / Guardians 1,95 / 1,82
Run Line (5 Anbieter) White Sox +1,5 / Guardians -1,5 1,55 / 2,54
Runs 7,5 (5 Anbieter) Über / Unter 2,00 / 1,83
Runs 8,5 (1 Anbieter) Über / Unter 2,30 / 1,55

Die Quoten stammen aus dem Quotenvergleich, Stand 08.10.2026, 11:44 Uhr MESZ. Rechnet man den Aufschlag heraus, liegen die Guardians bei knapp 52 Prozent, die White Sox bei gut 48 Prozent. Vor Spiel 3 war Chicago mit 1,78 noch Favorit. Bei der Linie von 7,5 Runs liegt Unter mit rund 52 Prozent vorn, obwohl in Spiel 3 zwölf Runs fielen. Die Serie verlief mit drei, sieben und zwölf Runs bislang sehr unterschiedlich. Wie Run Line und Totals funktionieren, steht auf unserer Seite zu den Baseball-Wetten.


Prognose White Sox gegen Guardians: Messicks Länge gibt den Ausschlag für Cleveland

Haupt-Tipp: Sieg Guardians · Quote 1,82 (Stand 08.10., 11:44 Uhr)

Cleveland bringt den Pitcher mit der klar größeren Reichweite: Messick hat in 32 Starts eine ERA von 2,56 erreicht und Chicago in vier Duellen der Hauptrunde bei einer ERA von 2,81 gehalten. Die White Sox müssen dagegen mit einem Starter beginnen, der am Vortag 21 Pitches geworfen hat, und den Rest des Spiels einem Bullpen überlassen, das am Mittwoch 178 Pitches verbraucht hat. Chicagos Offensive kam in allen drei Spielen auf genau sechs Hits und zuletzt auf 19 Strikeouts. Die Redaktion sieht die Guardians bei rund 57 Prozent, die faire Quote liegt damit bei 1,75, die Marktquote von 1,82 darüber. Das Risiko liegt in Clevelands eigenem Bullpen, dessen beste Arme Cade Smith und Hunter Gaddis in jedem Spiel der Serie gebraucht wurden. Verworfen haben wir Unter 7,5 Runs zu 1,83: Wir sehen die Wahrscheinlichkeit bei rund 52 Prozent, die faire Quote von 1,92 liegt über dem Marktpreis.

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Natalia Schubert - Sportjournalistin |
Natalia Schubert Natalia Schubert ist Fußballanalystin und Sportjournalistin mit über zwölf Jahren Erfahrung in der datenbasierten Spielanalyse. Sie studierte Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln und arbeitet mit professionellen Analyseplattformen wie Wyscout, InStat und Opta. Bei wetttippsheute.net verantwortet sie taktische Spielvorschauen, Hintergrundanalysen und die statistische Einordnung von Partien aus der Bundesliga, Champions League und weiteren internationalen Wettbewerben. Pro Saison verfolgt und analysiert sie über 300 Spiele.
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