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Packers gegen Bears: Analyse, Quoten & Prognose zum NFL-Sonntag (11.10.2026)

Natalia Schubert
| veröffentlicht am: 08.10.26 (aktualisiert: 08.10.26)
geprüft von Sebastian Vierheim | 5 Min. Lesezeit

Am Sonntag, 11. Oktober 2026, empfangen die Green Bay Packers um 19:00 Uhr MESZ die Chicago Bears im Lambeau Field. Chicago kommt mit drei Siegen aus vier Spielen und Ersatz-Quarterback Tyson Bagent, Green Bay mit einer Bilanz von 2-2 und einer Defense, der zwei ihrer besten Spieler fehlen. Im Quotenvergleich gehen die Packers erstmals seit 2006 als Außenseiter in ein Heimspiel gegen den Rivalen.


Bagent statt Caleb Williams: Warum Chicago als Favorit nach Green Bay reist

Bears-Headcoach Ben Johnson legte sich schon am Montag fest: Tyson Bagent beginnt in Green Bay. Caleb Williams fehlt zum dritten Spiel in Folge. Er zog sich die Zerrung im hinteren Oberschenkel in den Schlussminuten der 3:9-Niederlage gegen Minnesota am 20. September zu, laut ESPN wurde mit drei bis vier Wochen Pause gerechnet. Johnson nennt ihn weiter „week-to-week“, am Mittwoch trainierte Williams nicht.

Ohne ihren Starter haben die Bears beide Spiele gewonnen. Gegen Philadelphia führte Case Keenum das Team zum 27:7, gegen die Jets brachte Bagent beim 23:12 25 von 34 Pässen für 268 Yards an, ohne Touchdown-Pass und mit einer Interception. Drei weitere Fehlwürfe wurden nur wegen Strafen gegen die Jets zurückgenommen. Johnson sprach von einem durchwachsenen Auftritt und bemängelte die Ausbeute vor der gegnerischen Endzone: Seit Week 2 kamen die Bears bei 13 Besuchen in der Red Zone nur viermal zum Touchdown, Knieabschlüsse am Spielende herausgerechnet.

Dass Green Bay trotzdem Außenseiter ist, liegt an der eigenen Form. Die Packers verloren zum Auftakt 22:39 in Minnesota und zu Hause 14:35 gegen Atlanta. Ihre beiden Siege in New York (20:17) und Tampa (17:14) fielen knapp aus, beim 17:14 gegen den Bucs-Debütanten Jalon Daniels verspielte das Team zwei Chancen auf die Vorentscheidung durch Ballverluste im letzten Viertel. Matt LaFleur nannte 17 Punkte danach „nicht unseren Standard“. Nach einer Auswertung von ran war Green Bay zuletzt im September 2006 Heim-Außenseiter gegen Chicago, damals gewannen die Bears 26:0. Die direkte Bilanz führen die Packers mit 109 Siegen, 98 Niederlagen und sechs Unentschieden, Chicago gewann drei der vergangenen vier Duelle.


Bears mit 196 Laufyards pro Spiel, Packers mit 58: Die Saisonwerte im Vergleich

Wert (Week 1 bis 4) Green Bay Packers Chicago Bears
Bilanz 2-2, Platz 3 NFC North 3-1, Platz 2 NFC North
Ergebnisse 22:39 in Minnesota, 20:17 bei den Jets, 14:35 gegen Atlanta, 17:14 in Tampa 59:37 in Carolina, 3:9 gegen Minnesota, 27:7 gegen Philadelphia, 23:12 gegen die Jets
Punkte erzielt / zugelassen 73 / 105 (18,3 / 26,3 pro Spiel) 112 / 65 (28,0 / 16,3 pro Spiel)
Yards pro Spiel 318,3 440,3
Laufyards pro Spiel (pro Lauf) 58,0 (3,2) 196,3 (4,9)
Third-Down-Quote 26,1 Prozent 47,4 Prozent
Ballverluste / Ballgewinne 6 / 4 5 / 6
Strafyards 344 189

Stand: 08.10.2026, 11:49 Uhr MESZ, Teamstatistik und Ergebnisse laut ESPN.

Die Tabelle zeigt zwei sehr unterschiedliche Angriffe. Jordan Love hat 1.041 Yards und acht Touchdowns geworfen, trägt die Offensive aber fast allein, weil das Laufspiel nicht vorankommt. Gegen Atlanta liefen die Packers 17 Yards in einem ganzen Spiel. Dazu kommt eine Third-Down-Quote von 26 Prozent, mit der sich kaum ein Drive verlängern lässt. Chicago spielt das Gegenteil: Kyle Monangai lief gegen die Jets 30-mal für 146 Yards und zwei Touchdowns, mit D’Andre Swift teilt er sich die Last. Die Bears-Defense ließ in drei ihrer vier Spiele höchstens zwölf Punkte zu, nur das 59:37 in Carolina fällt aus der Reihe.


Ohne Parsons und Cooper: Wo der Packers-Defense die Spieler fehlen

Green Bay muss weiter ohne Micah Parsons auskommen. Der Edge Rusher erholt sich von einem Kreuzbandriss aus dem Dezember, steht auf der PUP-Liste und trainiert nach Aussage von LaFleur in dieser Woche nicht, ein Einsatz gegen Chicago ist damit ausgeschlossen. Seit dem Spiel in Tampa fehlt auch Linebacker Edgerrin Cooper. Er riss sich ohne Gegnerkontakt die Achillessehne und fällt für die Saison aus. Vor dem Spiel hatte Cooper 21 Tackles, sechs Tackles für Raumverlust und zwei Sacks gesammelt, in Tampa kamen neun Tackles, ein Sack und eine Interception hinzu. Isaiah McDuffie und Ty’Ron Hopper übernehmen seine Snaps, Safety Evan Williams bekam in Tampa mehr Blitz-Aufgaben und lieferte mit Interception und Sack.

Auf dem ersten Verletzungsbericht vom Mittwoch stehen bei Green Bay außerdem Defensive Tackle Devonte Wyatt (Knöchel) und Edge Lukas Van Ness (Schulter) mit eingeschränktem Training. Im Angriff fehlten die Innenlinienspieler Aaron Banks, Jacob Monk und Jager Burton sowie Running Back Chris Brooks ganz. Offensive Lineman Zach Bako-Bewele ist für die Saison raus.

Chicagos Liste ist länger. Neben Williams setzten Joe Thuney, Darnell Wright und Jonah Jackson aus der Offensive Line aus, dazu beide Running Backs Monangai (Daumen, Zeh) und Swift (Hüfte, Knie). Johnson bezeichnete Monangais Daumen am Montag als Tagesfrage. Nickel-Cornerback Kyler Gordon trainierte laut offiziellem Bericht voll, ESPN führt ihn dagegen als Ausfall, wir sehen ihn als fraglich. Wer fit wird, klärt sich mit dem letzten Bericht am Freitag. Alle Ausfälle des Spieltags sammelt unser Verletzungs-Radar zu NFL Week 5.


Wettquoten Packers gegen Bears: Chicago bei 1,75, die Punktelinie bei 45,5

Markt Auswahl Quote
Sieger (2 Anbieter) Packers / Bears 2,10 / 1,75
Handicap 2,5 (6 Anbieter) Packers +2,5 / Bears -2,5 1,90 / 1,94
Handicap 1,5 (6 Anbieter) Packers +1,5 / Bears -1,5 2,00 / 1,89
Gesamtpunkte 45,5 (5 Anbieter) Über / Unter 1,90 / 1,92
Gesamtpunkte 44,5 Über / Unter 1,80 / 2,00

Stand der Quoten: 08.10.2026, 11:44 Uhr MESZ, Durchschnittswerte aus dem Quotenvergleich.

Ohne Buchmacher-Aufschlag sieht der Markt Chicago bei rund 55 Prozent. Am Montagvormittag, also vor der Festlegung auf Bagent, stand die Bears-Quote im Verletzungs-Radar noch bei 1,68 und die der Packers bei 2,13 (Stand 05.10., 10:35 Uhr). Die Bewegung seitdem ist klein. Die Linie der Gesamtpunkte bei 45,5 ist nahezu ausgeglichen, der Markt erwartet also ein Spiel ungefähr auf dem Niveau des Saisonschnitts beider Teams.


Prognose zum NFC-North-Duell: Zwei Angriffe mit Ladehemmung sprechen für die Unter-Linie

In den Spielen der Packers fielen zuletzt 37, 49 und 31 Punkte, in den beiden Bears-Spielen mit einem Ersatz-Quarterback 34 und 35. Über 45,5 lagen nur drei der acht Spiele beider Teams: das 59:37 der Bears in Carolina mit Williams, das 22:39 der Packers in Minnesota und das 14:35 gegen Atlanta, zu dem Green Bay selbst nur 14 Punkte beisteuerte.

Haupt-Tipp: Unter 45,5 Punkte · Quote 1,92 (Stand 08.10., 11:44 Uhr)

Green Bay erzielt 18,3 Punkte im Schnitt, bringt kaum ein Laufspiel zustande und wandelt nur jeden vierten dritten Versuch um. Chicago setzt mit Bagent auf Läufe und kurze Pässe, das hält die Uhr in Bewegung, und vor der Endzone hapert es seit Wochen. Fehlen am Sonntag Monangai oder Swift, verliert dieser Plan zusätzlich an Kraft. Wir schätzen die Chance auf höchstens 45 Punkte auf 56 Prozent, das entspricht einer fairen Quote von 1,79, die Marktquote von 1,92 liegt darüber. Gegen den Tipp spricht die geschwächte Packers-Defense ohne Parsons und Cooper, gegen die Chicagos Laufspiel lange Drives mit Touchdown-Abschluss gelingen könnten.

Verworfen haben wir den Heimsieg der Packers zu 2,10. Unsere Rechnung sieht Green Bay bei etwa 46 Prozent und damit bei einer fairen Quote von 2,17, also unter dem Marktpreis. Wie Punktewetten funktionieren, erklärt der Ratgeber zu Über/Unter-Wetten, weitere Märkte der Liga stehen auf der Seite zu den NFL-Wetten.

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Natalia Schubert - Sportjournalistin |
Natalia Schubert Natalia Schubert ist Fußballanalystin und Sportjournalistin mit über zwölf Jahren Erfahrung in der datenbasierten Spielanalyse. Sie studierte Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln und arbeitet mit professionellen Analyseplattformen wie Wyscout, InStat und Opta. Bei wetttippsheute.net verantwortet sie taktische Spielvorschauen, Hintergrundanalysen und die statistische Einordnung von Partien aus der Bundesliga, Champions League und weiteren internationalen Wettbewerben. Pro Saison verfolgt und analysiert sie über 300 Spiele.
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