Arpanchakraborty/Shutterstock.com Mit fünf Rennen der Gruppe 1 endet am Samstag, 17. Oktober 2026, in Ascot die britische Flachsaison. Das erste Rennen startet um 13:55 Uhr deutscher Zeit, Höhepunkt ist um 17:00 Uhr die Champion Stakes mit Titelverteidiger Calandagan und Ombudsman. Insgesamt geht es an diesem Tag um 4,35 Millionen Pfund Preisgeld, erstmals unter dem neuen Titelsponsor Qatar Racing.
Zeitplan des British Champions Day 2026: Alle sieben Rennen in deutscher Zeit
| Start (MESZ) | Rennen | Kategorie | Distanz | Preisgeld |
| 13:55 Uhr | Two-Year-Old Conditions Stakes | Klasse 2, Zweijährige | 6 Furlong (rund 1.200 m) | 250.000 Pfund |
| 14:30 Uhr | British Champions Long Distance Cup | Gruppe 1 | 2 Meilen (rund 3.200 m) | 500.000 Pfund |
| 15:05 Uhr | British Champions Sprint Stakes | Gruppe 1 | 6 Furlong (rund 1.200 m) | 500.000 Pfund |
| 15:40 Uhr | British Champions Fillies & Mares Stakes | Gruppe 1, Stuten | 1 Meile 4 Furlong (rund 2.400 m) | 500.000 Pfund |
| 16:20 Uhr | Queen Elizabeth II Stakes | Gruppe 1 | 1 Meile (rund 1.600 m) | 1,1 Millionen Pfund |
| 17:00 Uhr | Champion Stakes | Gruppe 1 | 1 Meile 2 Furlong (rund 2.000 m) | 1,3 Millionen Pfund |
| 17:35 Uhr | Balmoral Handicap | Handicap, Klasse 2 | 1 Meile (rund 1.600 m) | 200.000 Pfund |
Quellen: Veranstalter British Champions Day und Rennkarten der Racing Post, Ortszeit plus eine Stunde (Stand 15.10., 11:34 Uhr). In Großbritannien gilt bis zum 25. Oktober die Sommerzeit, der Zeitunterschied beträgt deshalb wie gewohnt eine Stunde. Die Tore öffnen um 11:30 Uhr deutscher Zeit.
Seit 2011 bündelt Ascot an diesem Tag die großen Saisonabschlussrennen, die früher teils in Newmarket gelaufen sind, darunter die Champion Stakes. Für Wetten ist der Tag besonders, weil viele Spitzenpferde der Saison noch einmal aufeinandertreffen: Platzierte aus dem Arc und dem King George laufen gegen die Titelverteidiger der Vorjahre. Am Donnerstag haben die Trainer die endgültigen Starterlisten abgegeben, insgesamt stehen in den fünf Gruppe-1-Rennen 56 Pferde.
Champion Stakes 2026: Calandagan und Ombudsman vor der Revanche
Die Champion Stakes über knapp 2.000 Meter ist das höchstdotierte Rennen des Tages, dem Sieger stehen laut Racing Post 737.230 Pfund zu. Nur sechs Pferde wurden erklärt, die drei Erstplatzierten des Vorjahres sind alle dabei: Calandagan gewann 2025 vor Ombudsman und Almaqam.
| Pferd (Alter) | Box | Trainer | Jockey | Wichtigste Form |
| Calandagan (5) | 4 | Francis-Henri Graffard | Christophe Soumillon | Titelverteidiger, Sieger Grand Prix de Saint-Cloud 2026, Zweiter im King George hinter Kalpana |
| Ombudsman (5) | 2 | John & Thady Gosden | William Buick | Zweiter 2025, Sieger Prince of Wales’s Stakes 2026, Vierter im Juddmonte International |
| Bay City Roller (4) | 5 | George Scott | Oisin Murphy | Zweiter im Prix de l’Arc de Triomphe hinter Daryz |
| Almaqam (5) | 1 | Ed Walker | Kieran Shoemark | Dritter der Champion Stakes 2025 |
| Devil’s Advocate (4) | 6 | John & Thady Gosden | Robert Havlin | zweites Gosden-Pferd im Feld |
| Constitution River (3) | 3 | Aidan O’Brien | Ryan Moore | einziger Dreijähriger, statt in der Queen Elizabeth II Stakes jetzt über 2.000 Meter |
Stand der Starterliste: endgültige Erklärungen vom 15.10.2026, Startboxen und Reiter laut Rennkarte der Racing Post (Stand 16.10., 10:25 Uhr).
Calandagan ist der Maßstab. Das Pferd aus dem Stall von Francis-Henri Graffard hat den Grand Prix de Saint-Cloud zum zweiten Mal in Folge gewonnen und verlor im Juli den King George nur gegen die Stute Kalpana. Stammjockey Mickael Barzalona sitzt laut der britischen Nachrichtenagentur PA eine Sperre ab, als Ersatz ist Christophe Soumillon vorgesehen. Die Rennkarte der Racing Post führt ihn inzwischen als Reiter, Calandagan startet aus Box 4. Constitution River reitet Ryan Moore (Stand 16.10., 10:25 Uhr). Ombudsman hat in dieser Saison unter anderem die Prince of Wales’s Stakes in Ascot gewonnen und kennt die Bahn damit gut, in York reichte es im August nur zu Platz vier. Bay City Roller kommt 13 Tage nach seinem zweiten Platz im Arc, den Daryz wie schon 2025 gewann.
Zwei Pferde, die bis Montag noch in der Liste standen, fehlen. Hotazhell, Sieger der Irish Champion Stakes im September, wurde nicht erklärt, sein Team plant laut Racing Post mit dem Breeders‘ Cup. Aidan O’Brien hat Gstaad in die Queen Elizabeth II Stakes umgeleitet und schickt stattdessen Constitution River über die längere Strecke. Über Gstaad sagte er der Racing Post: „We think it might not be fair to him“, gemeint ist ein erster Start gegen ältere und erfahrenere Pferde über 2.000 Meter. Die Leistungen von Constitution River über diese Distanz nannte er „very good“.
Queen Elizabeth II Stakes, Fillies & Mares und Sprint: Wer in den übrigen Gruppe-1-Rennen startet
Queen Elizabeth II Stakes (16:20 Uhr)
Das Meilenrennen ist mit 1,1 Millionen Pfund das zweitreichste des Tages, im Vorjahr gewann Cicero’s Gift. Erklärt wurden elf Pferde. Ballydoyle tritt mit Gstaad unter Ryan Moore und Hawk Mountain unter Colin Keane an, Charlie Appleby schickt Talk Of New York nach dem Sieg in den Joel Stakes mit William Buick. Aus Frankreich kommt Rayif, ebenfalls von Arc-Trainer Graffard. Dazu laufen unter anderem More Thunder und Needle Match für William Haggas sowie Docklands.
British Champions Fillies & Mares Stakes (15:40 Uhr)
Kalpana aus dem Stall von Andrew Balding hat das Stutenrennen 2024 und 2025 gewonnen und schlug in diesem Jahr im King George auch Calandagan. Gewinnt sie erneut, wäre es ihr dritter Erfolg in Folge in diesem Rennen, im Sattel sitzt wie im Vorjahr Colin Keane. Balding hat zusätzlich See The Fire nachgenannt, aus Frankreich ist Tajlina dabei. Für Minnie Hauk könnte es nach Angaben von Aidan O’Brien der letzte Start vor dem Ende der Rennlaufbahn sein. 13 Stuten wurden erklärt.
British Champions Sprint Stakes (15:05 Uhr)
Über 1.200 Meter stehen 16 Pferde im Feld, das größte der fünf Gruppe-1-Rennen. Dazu gehören Almeraq von William Haggas mit Tom Marquand und die nachgenannte Soul Love von Karl Burke. Mit Kind Of Blue ist der Sieger von 2024 wieder dabei, der Vorjahressieger Powerful Glory fehlt.
British Champions Long Distance Cup (14:30 Uhr)
Im Steherrennen über zwei Meilen trifft St.-Leger-Sieger Highwayman auf neun Gegner, für ihn verzichtet Trainer Joseph O’Brien auf den Melbourne Cup. Der Sieger von 2025, Trawlerman, steht nicht im Feld. Aidan O’Brien hat Scandinavia, den St.-Leger-Sieger von 2025, abgemeldet und plant mit ihm laut Racing Post bereits den Ascot Gold Cup im kommenden Jahr. Für Ballydoyle laufen Queenstown und Amelia Earhart.
Wetten auf den British Champions Day: Welche Märkte es gibt
Bei Pferderennen stehen die Siegwette und die Platzwette im Mittelpunkt. Die Platzwette zahlt, wenn das Pferd unter den ersten zwei, drei oder vier landet, abhängig von der Größe des Feldes. In Großbritannien verbreitet ist zudem die Each-Way-Wette, die eine Sieg- und eine Platzwette zu gleichen Teilen verbindet. Bei großen Feldern wie den 16 Startern im Sprint oder den 20 im Balmoral Handicap rücken solche Wetten in den Vordergrund, weil Außenseiter dort häufiger unter die ersten drei laufen. In der Champion Stakes mit nur sechs Pferden zahlt eine Platzwette dagegen in der Regel nur für die ersten zwei.
Unser Quotenvergleich führt keine Pferderennen, deshalb nennt dieser Überblick keine Kurse und keinen Tipp (Stand 15.10., 11:55 Uhr). Für die Einordnung der Felder taugt die Formtabelle oben: In der Champion Stakes trifft der Titelverteidiger auf den Sieger der Prince of Wales’s Stakes und den Zweiten des Arc, im Stutenrennen und im Sprint stehen Siegerinnen und Sieger der Vorjahre gegen neue Herausforderer. Grundlagen zu Sieg-, Platz- und Kombiwetten im Galopp erklärt unsere Seite zu den Pferdewetten.




