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US Open 2026: Favoriten, Quoten und Titelverteidiger in New York

Natalia Schubert
| veröffentlicht am: 31.07.26
geprüft von Sebastian Vierheim | 5 Min. Lesezeit

Der Wettmarkt für das US Open 2026 zeichnet an der Spitze ein ungewöhnlich klares Bild: Bei den Herren führt Weltranglistenerster Jannik Sinner vor dem zurückkehrenden Titelverteidiger Carlos Alcaraz, bei den Damen jagt Aryna Sabalenka einen historischen dritten Titel in Folge. Ausgerechnet die Ausgangslage der beiden Herren-Favoriten macht den Turniersieger-Markt heikler, als die Quoten vermuten lassen.

Vom 30. August bis 13. September 2026 schließt das US Open die Grand-Slam-Saison ab, und mit dem Turnier öffnet sich eines der wett-intensivsten Fenster des gesamten Tennisjahres. Der folgende Überblick ordnet die Favoriten, den aktuellen Quotenstand und die Rolle der Titelverteidiger ein. Er zeigt zugleich, an welchen Stellen der Markt Risiken einpreist, die bei einer Turniersieger-Wette (Outright) besondere Aufmerksamkeit verdienen. Alle Quoten sind Momentaufnahmen von Ende Juli 2026, vor dem Start der nordamerikanischen Hartplatzserie, und verschieben sich mit Auslosung, Form und möglichen Absagen.


US Open 2026: Termine, Spielort und Format in Flushing Meadows

Das Hauptfeld des US Open 2026 wird von Sonntag, 30. August, bis Sonntag, 13. September, ausgetragen. Die Qualifikation und die US Open Fan Week laufen bereits eine Woche zuvor ab dem 23. August. Gespielt wird wie gewohnt im USTA Billie Jean King National Tennis Center in Flushing Meadows im New Yorker Stadtteil Queens, auf Hartplatz im Freien. Das Damen-Finale ist für Samstag, 12. September, angesetzt, das Herren-Finale für Sonntag, 13. September.

Am Format ändert sich nichts: Beide Einzel starten mit einem 128er-Feld, die Herren spielen über drei Gewinnsätze, die Damen über zwei, und im Entscheidungssatz greift bei 6:6 der Champions-Tiebreak bis zehn Punkte. Als letztes Major der Saison steht das Turnier am Ende der nordamerikanischen Hartplatzserie. Wie sich die Kräfteverhältnisse in den beiden vorgeschalteten Masters-Turnieren darstellen, ordnet unser Überblick zu den ATP-Masters 1000 in Montreal und Cincinnati ein, die als direkte Formprobe vor New York dienen.


Warum Jannik Sinner der Favorit auf den US-Open-Titel 2026 ist

Jannik Sinner Favorit US-Open 2026

Jannik Sinner – Favorit US-Open 2026

An der Spitze des Herren-Marktes steht Jannik Sinner. Der Weltranglistenerste hat 2024 in New York bereits triumphiert, stand 2025 erneut im Finale und musste sich dort dem Spanier Alcaraz geschlagen geben. Die Saison 2026 verlief für den Südtiroler außergewöhnlich stark: Er verteidigte in Wimbledon seinen Titel gegen den frischgebackenen French-Open-Sieger Alexander Zverev und blieb auf Masters-Ebene über die Saison ungeschlagen. Auf dem Hartplatz, der Belag, auf dem sich seine Aufschlag- und Grundlinienstärke am deutlichsten auszahlt, gilt er als das Maß der Dinge.

Entsprechend eng fällt seine Siegquote aus. Je nach Buchmacher notiert Sinner rund 1,65 bis 1,85 auf den Turniersieg. Dahinter öffnet sich das Feld deutlich. Ein Tennis-Quotenvergleich lohnt sich gerade bei Turniersieger-Wetten, weil sich die Preise für die Verfolger zwischen den Anbietern spürbar unterscheiden.

Spieler (Herren) Quote Turniersieg
Jannik Sinner ca. 1,65 bis 1,85
Carlos Alcaraz ca. 2,75 bis 3,00
Alexander Zverev ca. 9,00 bis 12,00
Novak Djokovic ca. 11,00 bis 13,00
Ben Shelton / Taylor Fritz ca. 21,00

Carlos Alcaraz als Titelverteidiger: Comeback nach Handgelenksverletzung und das Antrittsrisiko

Titelverteidiger ist Carlos Alcaraz, der 2025 im Finale gegen Sinner mit 6:2, 3:6, 6:1, 6:4 gewann und zugleich als Titelverteidiger in Cincinnati antritt. Seine Saison 2026 begann glänzend mit dem Sieg bei den Australian Open, mit dem er im Alter von 22 Jahren den Karriere-Grand-Slam komplettierte. Danach kam der Bruch: Eine Verletzung am rechten Handgelenk, zugezogen im April in Barcelona, kostete ihn unter anderem die Titelverteidigungen bei den French Open und in Wimbledon sowie den Start beim Masters in Kanada. In der Weltrangliste fiel er dadurch von Platz eins auf Rang drei zurück.

Für die Wettbewertung ist weniger seine Klasse das Thema, die auf Hartplatz außer Frage steht, als vielmehr seine Verfügbarkeit. Alcaraz steht auf den Meldelisten für Cincinnati (13. bis 23. August) und für das US Open, und Ende Juli veröffentlichte er Trainingsvideos mit voller Schlaghärte. Eine Meldung ist jedoch keine Startgarantie: Berichte aus Spanien deuten an, dass sein Team einen kompletten Aufbau über eine erzwungene Rückkehr stellt und Cincinnati notfalls auslassen würde, um das Major nicht zu gefährden.

Genau hier liegt das Antrittsrisiko, das eine frühe Outright-Wette auf Alcaraz teuer machen kann. Bei den meisten Buchmachern verfällt eine Turniersieger-Wette, wenn ein gemeldeter Spieler letztlich nicht antritt, der Einsatz wird also nicht erstattet. Wer vor der Auslosung auf den Titelverteidiger setzt, wettet damit nicht nur auf seine Form, sondern auch darauf, dass er überhaupt aufschlägt. Ein Blick in die konkreten Antritts- und Rückgaberegeln des jeweiligen Anbieters ist in dieser Konstellation Pflicht.


Aryna Sabalenka und die Jagd auf den dritten US-Open-Titel in Serie

Im Damen-Feld ist die Ausgangslage eindeutiger, weil die Favoritin zugleich die Titelverteidigerin ist. Aryna Sabalenka gewann 2024 und 2025 in New York, zuletzt im Finale gegen Amanda Anisimova, und führt weiterhin die Weltrangliste an. 2026 könnte sie als erste Spielerin seit Serena Williams drei US-Open-Titel in Folge holen. Der Markt sieht sie mit einer Siegquote von rund 3,00 klar vorn, allerdings weit weniger dominant als Sinner bei den Herren.

Dahinter drängt eine Gruppe erfahrener Major-Siegerinnen. Iga Świątek, US-Open-Champion von 2022, folgt bei etwa 6,00, Coco Gauff, Siegerin von 2023, bei rund 8,00. In der zweistelligen Quotenregion warten unter anderem Elena Rybakina und die 19-jährige French-Open-Siegerin Mirra Andreeva, die in Paris ihren ersten Major-Titel holte und in New York erstmals als eine der Gejagten anreist.

Spielerin (Damen) Quote Turniersieg
Aryna Sabalenka ca. 3,00
Iga Świątek ca. 6,00
Coco Gauff ca. 8,00
Elena Rybakina / Mirra Andreeva zweistellig

Was gegen die Topfavoriten spricht: Hitze, Best-of-Five und die Varianz in New York

Die kurzen Favoritenquoten blenden aus, wie unnachgiebig das US Open sein kann. Die spätsommerlichen Bedingungen in Queens sind heiß und schwül, das Feld ist mit 128 Startern tief, und der schnelle Hartplatz bestraft Fehler hart. Für einen Spieler wie Alcaraz, der nach monatelanger Pause zurückkehrt, wiegt zusätzlich das Herren-Format über drei Gewinnsätze schwer, weil körperliche Frische über zwei Wochen zum eigenen Faktor wird. Warum der Belag und die äußeren Umstände im Tennis so viel verschieben, bündelt unser Ratgeber zu Tennis-Wetten.

Historisch sind Titelverteidigungen bei den Herren in New York selten. In der jüngeren Vergangenheit gelang das Kunststück aufeinanderfolgender Titel nur Roger Federer, der zwischen 2004 und 2008 fünfmal in Serie gewann. Im Damen-Feld ist die Varianz noch höher: Ein enger Rangunterschied rechtfertigt selten die Quotenschere, die der öffentliche Fokus auf die bekanntere Spielerin erzeugt. Wie eigene Regeln in solchen Konstellationen greifen, zeigt unsere Analyse zu Grand-Slam-Finals ohne klaren Favoriten.

Wo im US-Open-2026-Wettmarkt der Mehrwert liegt

Der Herren-Markt ist an der Spitze effizient bepreist. Auf Sinner und Alcaraz liegt so viel Aufmerksamkeit, dass die kurzen Quoten wenig Spielraum lassen, zumal die Verletzungsfrage bei Alcaraz eine zusätzliche Unsicherheit einpreist. Interessanter als der reine Turniersieger wirken deshalb abgeleitete Märkte: die Nennung der Finalisten, Viertel- oder Halbfinal-Duelle sowie Each-Way-Ansätze auf die dritte Kraft. Zverev als Wimbledon-Finalist und French-Open-Sieger sowie Rekordchampion Djokovic sind die naheliegenden Kandidaten, sollte einer der beiden Topfavoriten früh straucheln oder gar nicht antreten.

Im Damen-Feld ist Sabalenka als Favoritin gut begründet, doch der historische Seltenheitswert eines dritten Titels in Serie und die höhere Varianz sprechen dafür, die Verfolgerinnen nicht zu unterschätzen. Für jede Outright-Wette gilt vor der Auslosung dieselbe Grundregel: erst den bestätigten Startstatus und die Antrittsregeln prüfen, dann die Quoten der Anbieter vergleichen und erst danach den Einsatz platzieren.

Glücksspiel kann süchtig machen. Sportwetten sind erst ab 18 Jahren erlaubt; eingesetzt werden sollte nur Geld, dessen Verlust verkraftbar ist. Hilfe und Informationen zum verantwortungsvollen Spielen: Spielerschutz.

Häufige Fragen zu Favoriten und Quoten beim US Open 2026

Wer ist Titelverteidiger beim US Open 2026?

Titelverteidiger sind Carlos Alcaraz bei den Herren, der 2025 im Finale gegen Jannik Sinner gewann, und Aryna Sabalenka bei den Damen, die 2024 und 2025 triumphierte.

Wer ist Favorit auf den US-Open-Titel 2026?

Bei den Herren führt Jannik Sinner den Markt mit einer Siegquote von rund 1,65 bis 1,85 an, bei den Damen ist Titelverteidigerin Aryna Sabalenka mit etwa 3,00 die Favoritin.

Wann und wo findet das US Open 2026 statt?

Das Hauptfeld läuft vom 30. August bis 13. September 2026 im USTA Billie Jean King National Tennis Center in Flushing Meadows, New York. Qualifikation und Fan Week beginnen bereits am 23. August.

Was passiert mit einer Turniersieger-Wette, wenn ein Spieler nicht antritt?

Bei den meisten Buchmachern verfällt eine Outright-Wette, wenn ein gemeldeter Spieler letztlich nicht startet, der Einsatz wird dann nicht erstattet. Angesichts der Verletzungsgeschichte von Carlos Alcaraz ist der Blick in die Antritts- und Rückgaberegeln des jeweiligen Anbieters vor einer frühen Wette besonders wichtig.

Natalia Schubert - Sportjournalistin |
Natalia Schubert Natalia Schubert ist Fußballanalystin und Sportjournalistin mit über zwölf Jahren Erfahrung in der datenbasierten Spielanalyse. Sie studierte Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln und arbeitet mit professionellen Analyseplattformen wie Wyscout, InStat und Opta. Bei wetttippsheute.net verantwortet sie taktische Spielvorschauen, Hintergrundanalysen und die statistische Einordnung von Partien aus der Bundesliga, Champions League und weiteren internationalen Wettbewerben. Pro Saison verfolgt und analysiert sie über 300 Spiele.
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