Aktuelle Wett Tipps

WM 2026 Prognosen und Tipps vom Viertelfinale bis zum Finale

Natalia Schubert
| veröffentlicht am: 09.07.26
geprüft von Sebastian Vierheim | 6 Min. Lesezeit

Frankreich, Spanien, England und Argentinien gelten als Top-Favoriten auf den WM-Titel 2026. Doch mit Marokko, Belgien, Norwegen und der Schweiz stehen vier Gegner im Viertelfinale, die in der K.o.-Phase bereits für Aufsehen gesorgt haben. Eine Simulation vom Viertelfinale bis zum Finale zeigt, warum Spanien am 19. Juli im MetLife Stadium den Pokal in die Höhe stemmen könnte.

Die deutsche Nationalmannschaft ist längst ausgeschieden, ebenso wie Portugal, Brasilien und alle drei Gastgeber. Was bleibt, ist ein Feld der letzten Acht, das die Favoritenfrage neu sortiert. Frankreich bringt mit fünf Siegen aus fünf Spielen und 14:2 Toren die beeindruckendste Bilanz mit, Spanien hat als einziges Team noch kein Gegentor kassiert, und Argentinien musste sich in der K.o.-Phase zweimal aus Rückständen befreien. England wiederum bewies im Aztekenstadion Nervenstärke in Unterzahl. Auf der anderen Seite stehen mit Norwegen und der Schweiz zwei Teams, die bei diesem Turnier historische Meilensteine setzen, während Marokko und Belgien auf ihre jeweils eigene Art unterschätzt werden.

Auf Basis der vier feststehenden Viertelfinals und der aktuellen Favoritenanalyse simuliert die Redaktion das Turnier einmal bis zum Endspiel durch. Die ausführlichen Einzelprognosen zu allen vier Viertelfinals liefern dabei das Fundament.


WM-Viertelfinale: Vier Duelle, vier unterschiedliche Geschichten

Das Viertelfinalprogramm beginnt am Donnerstagabend in Foxborough und endet in der Nacht zum Sonntag in Kansas City. Die vier Begegnungen könnten in ihrer Charakteristik kaum unterschiedlicher sein.

Frankreich gegen Marokko (09.07., 22:00 Uhr MESZ)

Die Neuauflage des WM-Halbfinals von 2022 findet im Gillette Stadium statt, und die Vorzeichen ähneln dem Duell von Katar verblüffend. Frankreich marschiert mit weißer Weste durch das Turnier: 14 Tore in fünf Spielen, in der K.o.-Phase ohne Gegentreffer. Kylian Mbappé steht bei sieben Turniertoren und jagt historische Bestmarken, Ousmane Dembélé steuert vier Tore und zwei Vorlagen bei. Die Offensive der Équipe Tricolore ist die gefährlichste dieses Turniers.

Marokko ist ebenfalls ungeschlagen und hat mit den Niederlanden im Elfmeterschießen sowie Kanada beim 3:0 im Achtelfinale zwei namhafte Gegner ausgeschaltet. Das Muster aus tiefer Staffelung, diszipliniertem Verteidigen und tödlichem Umschaltspiel macht die Atlaslöwen erneut zum unbequemsten Außenseiter. Allerdings wiegt der Ausfall von Ismael Saibari schwer, der mit drei Turniertoren der beste marokkanische WM-Torschütze war und gegen Kanada mit einer Oberschenkelverletzung ausfiel.

Die ausführliche Prognose zu Frankreich gegen Marokko sieht den Favoriten vorn, allerdings nicht ohne Gegentor. Marokko hat in allen fünf Turnierspielen getroffen und wird auch gegen Frankreich seine Konterqualität unter Beweis stellen. Die Redaktion erwartet einen 2:1-Sieg Frankreichs nach 90 Minuten.

Spanien gegen Belgien (10.07., 21:00 Uhr MESZ)

Im SoFi Stadium von Los Angeles trifft die beste Turnierdefensive auf eine belgische Mannschaft im Aufwind. Spanien hat in fünf WM-Spielen kein einziges Gegentor kassiert, Torhüter Unai Simón steht seit 450 Minuten ohne Gegentreffer. Die Achse um Rodri, Pedri und Mikel Oyarzabal, der mit vier Toren die interne Torschützenliste anführt, stand in jedem Spiel. Auch ohne die verletzten Nico Williams und Yeremy Pino kontrolliert La Roja jeden Gegner.

Belgien hat nach einem zähen Turnierstart in der K.o.-Phase aufgedreht und zwölf Tore in drei Spielen erzielt, darunter das beeindruckende 4:1 gegen Co-Gastgeber USA. Die Offensive um Romelu Lukaku, Leandro Trossard und Kevin De Bruyne ist in Turnierform. Die Kehrseite: Fünf Gegentore in den letzten drei Partien zeigen, dass die Defensive gegen Ballbesitzgegner anfällig bleibt.

Laut der Einzelanalyse zu Spanien gegen Belgien wird Spaniens Positionsspiel um Rodri und Pedri den Belgiern systematisch die Konterräume nehmen. Die Redaktion tippt auf ein 2:0 für Spanien.

Norwegen gegen England (11.07., 23:00 Uhr MESZ)

Das Hard Rock Stadium in Miami verspricht das offenste der vier Viertelfinals. Norwegen hat mit dem 2:1 gegen Brasilien die größte Sensation des Turniers geliefert und steht erstmals in einem WM-Viertelfinale. Erling Haaland führt mit sieben Turniertoren die Torjägerliste an, Torhüter Ørjan Nyland parierte gegen die Seleção einen Elfmeter und lieferte eine der besten Torwart-Leistungen des gesamten Turniers.

England überstand im Aztekenstadion gegen Mexiko ein Fünf-Tore-Drama und gewann trotz Unterzahl nach der Roten Karte gegen Jarell Quansah. Harry Kane steht bei sechs Turniertoren, Jude Bellingham bei vier, und von der Bank können mit Marcus Rashford, Noni Madueke und Ollie Watkins noch einmal nachlegen. Genau diese Kadertiefe dürfte in der Schwüle Floridas zum entscheidenden Faktor werden. Der Torjäger-Vergleich zwischen Haaland und Kane zeigt, wie unterschiedlich beide Stürmer ihre Treffer erzielen und was das für die Torschützenmärkte bedeutet.

Die Prognose der Redaktion zu Norwegen gegen England lautet 2:2 nach 90 Minuten. In der Verlängerung macht sich Englands deutlich tieferer Kader bemerkbar. England kommt weiter.

Argentinien gegen Schweiz (12.07., 03:00 Uhr MESZ)

Im Arrowhead Stadium von Kansas City treffen zwei unvereinbare Turniermuster aufeinander. Die Schweiz hat gegen Kolumbien über 120 torlose Minuten vorgeführt, wie K.o.-Spiele eng gehalten werden. Die Defensive um Manuel Akanji und Nico Elvedi ließ in sechs Spielen nur drei Gegentore zu, Torhüter Gregor Kobel agiert in herausragender Verfassung. Offensiv überrascht der erst 20-jährige Johan Manzambi mit drei Toren und zwei Vorlagen in nur rund 200 Einsatzminuten.

Argentinien hat die individuelle Klasse, jedes verfahrene Spiel zu drehen, wie die beiden 3:2-Siege gegen Kap Verde und Ägypten bewiesen. Lionel Messi führt die WM-Torschützenliste mit acht Treffern an, Enzo Fernández köpfte gegen Ägypten das Siegtor in der Nachspielzeit. Doch genau die Offensivexplosionen der letzten K.o.-Runden entstanden aus Rückstandssituationen. Dieses Angebot wird die Nati nicht machen.

Die Analyse zu Argentinien gegen Schweiz erwartet ein Geduldsspiel nach dem Muster des WM-Achtelfinals 2014, als Di María erst in der 118. Minute traf. Die Prognose: 0:0 nach 90 Minuten, 1:0 für Argentinien nach Verlängerung.


WM-Halbfinale: Frankreich gegen Spanien als vorweggenommenes Endspiel

Die Viertelfinalprognosen ergeben zwei Halbfinals, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Im oberen Turnierbaum stünde ein rein europäisches Duell zwischen Frankreich und Spanien an, das viele Experten als das eigentliche Endspiel dieser WM betrachten. Im unteren Turnierbaum träfe England auf den Titelverteidiger Argentinien.

Frankreich gegen Spanien

Dieses Halbfinale wäre ein Duell der Gegensätze. Frankreichs Stärke liegt in der individuellen Wucht seiner Offensivspieler. Mbappé, Dembélé und Olise kombinieren Tempo, Technik und Abschlussqualität auf einem Niveau, das bei diesem Turnier kein anderes Trio erreicht. Die Équipe Tricolore setzt auf Dynamik und Vertikalspiel, bricht Gegner mit schnellen Umschaltaktionen auf und hat in fünf Spielen 14 Tore erzielt.

Spanien kontert mit dem spielerisch ausgereiftesten Kollektiv des Turniers. La Rojas Ballbesitzspiel unter der Regie von Rodri und Pedri nimmt dem Gegner systematisch Konterräume. Die Zu-null-Serie ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer taktischen Disziplin, die auch im Achtelfinale gegen Portugal standgehalten hat. Mikel Oyarzabal und Lamine Yamal liefern in der Offensive die nötigen Impulse.

Die entscheidende Frage dieses Halbfinals lautet: Kann Frankreichs Dynamik Spaniens Struktur brechen? Die Turnierdaten sprechen dagegen. Spanien hat bislang keinem Gegner die Räume gelassen, die Frankreichs Umschaltspiel benötigt. Gleichzeitig hat La Roja in den Spielen gegen Portugal und Uruguay gezeigt, dass auch gegen kompakte Gegner am Ende ein Tor fällt. Die Redaktion bleibt bei der Einschätzung, dass Spanien die kollektiv stärkere Mannschaft ist und das WM-Finale am 19. Juli erreicht.

England gegen Argentinien

Im unteren Turnierbaum käme es nach der Viertelfinalprognose zum Aufeinandertreffen zweier Teams, die in der K.o.-Phase bereits über sich hinauswachsen mussten. England hätte in Miami 120 Minuten in der Schwüle Floridas in den Beinen und zusätzlich die Sperre von Quansah zu verkraften. Argentinien wäre nach dem erwarteten Geduldsspiel gegen die Schweiz ebenfalls durch 120 Minuten belastet.

Den Unterschied macht in diesem Szenario die argentinische Mentalität. Die Albiceleste hat bei den vergangenen drei Turnieren bewiesen, dass die Mannschaft unter Druck eine zusätzliche Ebene erreicht. Messi agiert bei seiner voraussichtlich letzten WM in einem Modus, den Kane und Bellingham in einem Halbfinale bisher nicht abrufen konnten. Englands jüngere Turniergeschichte ist von verpassten Chancen geprägt, von der Elfmeterniederlage gegen Italien 2021 über das Aus im Viertelfinale 2022. Diese Erfahrungen hinterlassen Spuren. Argentinien setzt sich durch und steht zum zweiten Mal in Folge im WM-Finale.


WM-Finale am 19. Juli: Warum Spaniens Kollektiv den Titel holt

Das Endspiel im MetLife Stadium von East Rutherford lautet in dieser Simulation Spanien gegen Argentinien. Für Spanien wäre es das erste WM-Finale seit dem Titelgewinn 2010 in Südafrika, für Argentinien die Chance auf die historische Titelverteidigung, die seit Brasiliens Doppelsieg 1958 und 1962 keiner Nation mehr gelungen ist.

Spanien geht mit dem Wissen in dieses Finale, den vermeintlich stärksten Gegner des Turniers in Frankreich bereits besiegt zu haben. La Roja hätte das gesamte Turnier über die taktische Kontrolle behalten und wäre auch im Finale die Mannschaft, die das Tempo diktiert. Argentinien hätte sich durch den leichteren Turnierbaum gekämpft, aber nie das Gefühl vermittelt, eine Partie souverän im Griff zu haben.

Die taktische Ausgangslage spricht für Spanien. Rodri und Pedri würden Argentiniens Aufbauspiel den Sauerstoff entziehen, während Lamine Yamal und Oyarzabal die Räume bespielen, die Argentiniens aggressives Pressing hinter der letzten Linie öffnet. Die Albiceleste kann das Spiel mit Zweikampfstärke und Mentalität lange offen halten, doch am Ende setzt sich das bessere Kollektiv durch. Messi verliert sein letztes WM-Spiel, darf sich aber mit der WM-Torjägerkanone trösten. Spanien wird Weltmeister.

Natalia Schubert - Sportjournalistin |
Natalia Schubert Natalia Schubert ist Fußballanalystin und Sportjournalistin mit über zwölf Jahren Erfahrung in der datenbasierten Spielanalyse. Sie studierte Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln und arbeitet mit professionellen Analyseplattformen wie Wyscout, InStat und Opta. Bei wetttippsheute.net verantwortet sie taktische Spielvorschauen, Hintergrundanalysen und die statistische Einordnung von Partien aus der Bundesliga, Champions League und weiteren internationalen Wettbewerben. Pro Saison verfolgt und analysiert sie über 300 Spiele.
Die besten Fussball Wettanbieter
98/100 Wertung Zum Anbieter AGB gelten, 18+
98/100 Wertung Zum Anbieter AGB gelten, 18+
97/100 Wertung Zum Anbieter AGB gelten, 18+
96/100 Wertung Zum Anbieter AGB gelten, 18+
96/100 Wertung Zum Anbieter AGB gelten, 18+
Bester Bonus

100€Bonus Zum Anbieter AGB gelten, 18+
250€Bonus Zum Anbieter AGB gelten, 18+
200€Bonus Zum Anbieter AGB gelten, 18+
200€Bonus Zum Anbieter AGB gelten, 18+