Die Liga A der UEFA Nations League 2026/27 startet am 24. September 2026 und endet bereits am 17. November. In den vier Gruppen treffen unter anderem Weltmeister Spanien auf England und Titelverteidiger Portugal auf Dänemark.
Die fünfte Auflage des Wettbewerbs wird erstmals in nur zwei Länderspielfenstern ausgetragen. Sechs Spieltage verteilen sich auf die Zeiträume 24. September bis 6. Oktober sowie 12. bis 17. November 2026. Die Auslosung der Ligaphase fand am 12. Februar 2026 in Brüssel statt, die vollständige Ansetzungsliste veröffentlichte die UEFA einen Tag später.
16 Mannschaften bilden die Liga A, aufgeteilt in vier Gruppen zu je vier Teams. Jede Mannschaft bestreitet sechs Partien mit Hin- und Rückspiel. Die Gruppensieger und Gruppenzweiten erreichen das Viertelfinale im März 2027, die Gruppenletzten steigen direkt in die Liga B ab.
Die vier Gruppen der Liga A mit Weltmeister Spanien und Titelverteidiger Portugal
Die Setzung erfolgte auf Basis der Abschlussrangliste der Saison 2024/25. Portugal geht als Titelverteidiger in den Wettbewerb und ist mit zwei Erfolgen Rekordsieger. Spanien, das die Weltmeisterschaft 2026 mit dem Finalsieg gegen Argentinien gewonnen hat, trifft in Gruppe A3 auf England, Kroatien und Tschechien.
| Gruppe | Teams |
| A1 | Frankreich, Italien, Belgien, Türkei |
| A2 | Deutschland, Niederlande, Serbien, Griechenland |
| A3 | Spanien, England, Kroatien, Tschechien |
| A4 | Portugal, Dänemark, Norwegen, Wales |
Die stärkste Ballung an Turnierhistorie weist Gruppe A1 auf, in der mit Frankreich, Italien und Belgien drei ehemalige Endrundenteilnehmer der Nations League aufeinandertreffen. Gruppe A3 bringt mit Spanien gegen England eine Neuauflage des EM-Endspiels von 2024. Gruppe A4 ist die einzige Gruppe ohne einen früheren Weltmeister.
Alle Spieltermine der Liga A von September bis November 2026

Anstoß ist jeweils um 20.45 Uhr mitteleuropäischer Zeit, sofern nicht anders vermerkt. Die Ansetzungen stammen aus der offiziellen Spielplanveröffentlichung der UEFA.
Gruppe A1: Frankreich, Italien, Belgien und die Türkei
| Datum | Begegnungen |
| Fr, 25.09.2026 | Italien – Belgien; Türkei – Frankreich |
| Mo, 28.09.2026 | Belgien – Frankreich; Türkei – Italien |
| Fr, 02.10.2026 | Belgien – Türkei; Frankreich – Italien |
| Mo, 05.10.2026 | Frankreich – Belgien; Italien – Türkei |
| Do, 12.11.2026 | Türkei – Belgien (18.00 Uhr); Italien – Frankreich |
| So, 15.11.2026 | Belgien – Italien; Frankreich – Türkei |
Gruppe A2: Deutschland, Niederlande, Serbien und Griechenland
| Datum | Begegnungen |
| Do, 24.09.2026 | Niederlande – Deutschland; Serbien – Griechenland |
| So, 27.09.2026 | Serbien – Niederlande (18.00 Uhr); Deutschland – Griechenland |
| Do, 01.10.2026 | Deutschland – Serbien; Griechenland – Niederlande |
| So, 04.10.2026 | Griechenland – Deutschland; Niederlande – Serbien |
| Fr, 13.11.2026 | Niederlande – Griechenland; Serbien – Deutschland |
| Mo, 16.11.2026 | Deutschland – Niederlande; Griechenland – Serbien |
Gruppe A3: Spanien, England, Kroatien und Tschechien
| Datum | Begegnungen |
| Sa, 26.09.2026 | England – Spanien; Tschechien – Kroatien |
| Di, 29.09.2026 | Spanien – Kroatien; Tschechien – England |
| Sa, 03.10.2026 | Kroatien – England (18.00 Uhr); Spanien – Tschechien |
| Di, 06.10.2026 | Kroatien – Spanien; England – Tschechien |
| Do, 12.11.2026 | England – Kroatien; Tschechien – Spanien |
| So, 15.11.2026 | Spanien – England; Kroatien – Tschechien |
Gruppe A4: Portugal, Dänemark, Norwegen und Wales
| Datum | Begegnungen |
| Do, 24.09.2026 | Portugal – Wales; Norwegen – Dänemark |
| So, 27.09.2026 | Dänemark – Wales (18.00 Uhr); Norwegen – Portugal |
| Do, 01.10.2026 | Dänemark – Portugal; Wales – Norwegen |
| So, 04.10.2026 | Portugal – Norwegen; Wales – Dänemark |
| Sa, 14.11.2026 | Norwegen – Wales (18.00 Uhr); Portugal – Dänemark |
| Di, 17.11.2026 | Dänemark – Norwegen; Wales – Portugal |
Warum die Gruppenphase nur zwei Länderspielfenster umfasst

Auffällig ist die Verdichtung des Kalenders. Vier der sechs Spieltage werden zwischen dem 24. September und dem 6. Oktober ausgetragen, die verbleibenden zwei folgen erst im November. Für die Nationalmannschaften bedeutet das vier Pflichtspiele innerhalb von rund zwei Wochen, gefolgt von einer Pause von gut fünf Wochen.
Der Hintergrund liegt in der Terminplanung nach der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Das Turnier endete am 19. Juli, die europäischen Ligen starten entsprechend später in die Saison. Die Zusammenlegung der ersten beiden Abstellungsperioden verschafft den Vereinen einen zusammenhängenden Wettbewerbsblock im Oktober und November.
Für die Trainerteams ist die Konsequenz erheblich. Wer im September mit einem neuen Stab startet, verantwortet binnen zwölf Tagen vier Pflichtspiele ohne vorherige Testpartie. Das betrifft mehrere Verbände, die nach dem Turnier einen Schnitt vollzogen haben, darunter Frankreich nach dem Abschied von Didier Deschamps.
Viertelfinale, Final Four und der Abstieg in die Liga B
Nach der Ligaphase folgt die K.-o.-Runde. Die vier Gruppensieger und die vier Gruppenzweiten bestreiten das Viertelfinale in Hin- und Rückspielen, die Hinspiele finden vom 25. bis 27. März 2027 statt, die Rückspiele vom 28. bis 30. März. Gruppensieger und Gruppenzweite derselben Gruppe können dabei nicht aufeinandertreffen, der Gruppensieger hat im Rückspiel Heimrecht.
Die vier Viertelfinalsieger qualifizieren sich für das Finalturnier. Die Halbfinals sind für den 9. und 10. Juni 2027 angesetzt, Spiel um Platz drei und Endspiel folgen am 13. Juni. Der Gastgeber wird bevorzugt unter den vier qualifizierten Nationen bestimmt.
Am unteren Ende der Tabelle steigt der Gruppenletzte jeder Liga-A-Gruppe direkt in die Liga B ab. Die vier Gruppendritten müssen in ein Play-off gegen die Gruppenzweiten der Liga B, ebenfalls in Hin- und Rückspiel im März 2027. Für die betroffenen Mannschaften geht es damit im November um mehr als die Platzierung, weil ein vierter Rang unmittelbar den Klassenverlust bedeutet.
Was der komprimierte Kalender für Quoten und Wettmärkte bedeutet
Aus Marktsicht ist die Ligaphase in zwei sehr unterschiedliche Abschnitte geteilt. Im September fehlen belastbare Referenzwerte: Viele Kader wurden nach dem Turnier umgebaut, mehrere Nationaltrainer sind neu im Amt, und Testspiele als Vorlauf gibt es nicht. Die Preisbildung stützt sich in dieser Phase stärker auf Ranglisten und historische Formwerte als auf aktuelle Leistungsdaten.
Im zweiten Abschnitt kehrt sich das Verhältnis um. Bis zum 12. November liegen vier Ergebnisse pro Team vor, dazu eine Tabellenkonstellation, die Motivationslagen sichtbar macht. Mannschaften ohne Chance auf das Viertelfinale und ohne Abstiegssorgen treten anders auf als Teams im direkten Duell um Rang zwei. Diese Asymmetrie betrifft besonders Torlinien und Handicap-Märkte.
Ein dritter Punkt ist die Belastungssteuerung. Vier Partien in zwölf Tagen machen Rotation wahrscheinlich, insbesondere im dritten und vierten Gruppenspiel. Wer die Bewegung der Preise verfolgen möchte, findet die aktuellen Marktbilder im Quotenvergleich; die Ergebnisse der Spieltage laufen im Live-Score.



















