Der Große Preis der Niederlande im TV wird zum Sonderfall der Saison: Sky überträgt das komplette Rennwochenende in Zandvoort vom 21. bis 23. August, RTL zeigt Qualifying und Grand Prix zusätzlich frei empfangbar. Der Start des Rennens ist am Sonntag, 23. August 2026, um 15:00 Uhr.
Zandvoort eröffnet die Rückrunde der Formel-1-Saison 2026 und tut das gleich als Sprintwochenende. Nach elf absolvierten Rennen und der vierwöchigen Sommerpause steht der zwölfte WM-Lauf an, und für deutsche Zuschauer ist er einer von nur fünf Grands Prix des Jahres, die ohne Pay-TV-Abo zu sehen sind. Hinzu kommt der historische Rahmen: Es ist nach Angaben des Veranstalters die vorerst letzte Ausgabe des Rennens auf dem Dünenkurs an der Nordsee.
Welcher Sender überträgt den Großen Preis der Niederlande live im TV?
Die Live-Rechte für Deutschland liegen weiterhin exklusiv bei Sky. Der Pay-TV-Anbieter zeigt auf Sky Sport F1 sämtliche Sessions des Wochenendes, vom ersten Freien Training am Freitag über Sprint Qualifying, Sprint und Qualifying bis zum Grand Prix am Sonntag, jeweils mit deutschem Kommentar und ohne Werbeunterbrechung während des Renngeschehens.
Zandvoort gehört zugleich zu den fünf Rennwochenenden, die RTL in dieser Saison per Sublizenz im Free-TV ausstrahlt. Bestätigt sind das Qualifying am Samstagnachmittag und der Grand Prix am Sonntag. Ob auch das Sprintrennen am Samstagmittag frei empfangbar läuft, hat der Sender bislang nicht kommuniziert; bei Sky ist es in jedem Fall live zu sehen.
Eine Besonderheit dieser Saison ist das gemeinsame Auftreten beider Redaktionen. Seit der Übernahme von Sky Deutschland durch RTL zum 1. Juni 2026 arbeiten die On-Air-Teams an den Free-TV-Wochenenden zusammen. Für RTL sind unter anderem Moderator Florian König, Kommentator Heiko Wasser sowie die Experten Christian Danner und Günther Steiner im Einsatz, für Sky Moderator Peter Hardenacke, Kommentator Sascha Roos und die Experten Ralf Schumacher und Timo Glock.
| Veranstaltung | Formel 1, Großer Preis der Niederlande 2026 |
| Strecke | Circuit Zandvoort, Niederlande |
| Termin | Freitag, 21. bis Sonntag, 23. August 2026 |
| Rennstart | Sonntag, 23. August 2026, 15:00 Uhr (MESZ) |
| Format | Sprintwochenende mit nur einem Freien Training |
| Renndistanz | 72 Runden auf 4,259 Kilometern |
| Pay-TV | Sky Sport F1 (alle Sessions) |
| Free-TV | RTL (Qualifying und Rennen) |
| Livestream | Sky Go, WOW, RTL+ |
Zeitplan in Zandvoort: alle Sessions und Sender im Überblick
Weil in Zandvoort ein Sprint gefahren wird, verschiebt sich der gewohnte Ablauf. Statt drei Freier Trainings gibt es nur eine Übungseinheit am Freitagvormittag, bereits am Nachmittag zählt mit dem Sprint Qualifying die erste Session für die Startaufstellung des Sprintrennens. Am Samstag folgen der Sprint über rund 100 Kilometer und anschließend das klassische Qualifying für den Grand Prix.
| Tag | Zeit (MESZ) | Session | Deutschland | Österreich und Schweiz |
| Freitag, 21.08. | 12:30 | 1. Freies Training | Sky Sport F1, Sky Go, WOW | ServusTV, ServusTV On |
| Freitag, 21.08. | 16:30 | Sprint Qualifying | Sky Sport F1, Sky Go, WOW | ServusTV, ServusTV On |
| Samstag, 22.08. | 12:00 | Sprint | Sky Sport F1, Sky Go, WOW | ServusTV, ServusTV On |
| Samstag, 22.08. | 16:00 | Qualifying | RTL, RTL+, Sky Sport F1, Sky Go, WOW | ServusTV, ServusTV On, SRF zwei |
| Sonntag, 23.08. | 15:00 | Rennen | RTL, RTL+, Sky Sport F1, Sky Go, WOW | ServusTV, ServusTV On, SRF zwei |
Alle Sessionzeiten entsprechen der mitteleuropäischen Sommerzeit und damit der Ortszeit in Zandvoort. Die Sendungen starten jeweils vor Sessionbeginn mit Vorberichten. Stand der Senderangaben ist der 5. August 2026, kurzfristige Programmänderungen bleiben möglich.
Formel 1 in Zandvoort im Livestream: Sky Go, WOW und RTL+

Wer das Wochenende komplett verfolgen möchte, hat in Deutschland zwei Streaming-Wege. Sky-Abonnenten nutzen Sky Go, ohne klassisches Abo führt der Weg über WOW und dessen Live-Sport-Paket, das monatlich oder im Jahresmodell buchbar ist. Beide Varianten decken alle Sessions ab, der Stream läuft allerdings mit leichter Verzögerung gegenüber dem Satellitensignal.
Für Qualifying und Rennen genügt der kostenlose Weg über RTL. Parallel zur linearen Ausstrahlung läuft die Übertragung auch auf RTL+, wobei der Streamingdienst an Wochenenden ohne Free-TV-Rennen lediglich das Sky-Signal weiterreicht.
F1 TV Pro bleibt in Deutschland gesperrt
Der offizielle Streamingdienst der Rennserie ist für Neukunden in Deutschland nicht regulär buchbar, weil Sky die Exklusivrechte hält. Verfügbar ist lediglich das Paket ohne Live-Rechte. Als Alternative bleiben die kostenlosen Rennzusammenfassungen auf den YouTube-Kanälen von Sky Sport Formel 1 und der Formel 1 selbst.
Kostenlose Übertragung in Österreich und der Schweiz
In Österreich liegt Zandvoort bei ServusTV. Der Sender überträgt das gesamte Wochenende inklusive Sprint live im Free-TV und im kostenlosen Stream auf ServusTV On, dazu die Rennen des Porsche Supercups. Es ist eines von zwei Sprintrennen der Saison, die der Salzburger Sender live zeigt. In der Schweiz überträgt SRF zwei üblicherweise Qualifying und Rennen, die Freien Trainings in der Regel nicht. Sämtliche Streams dieser Sender sind geografisch beschränkt und außerhalb des jeweiligen Landes gesperrt.
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Warum 2026 nur fünf Formel-1-Rennen im deutschen Free-TV laufen
Die Free-TV-Lage hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert, obwohl die beiden beteiligten Sender inzwischen zum selben Konzern gehören. 2025 zeigte RTL noch sieben Grands Prix frei empfangbar, für 2026 sind es fünf: Monaco, Spa-Francorchamps, Zandvoort, das Debüt in Madrid und Las Vegas. Hinzu kommen einzelne Samstage mit Qualifying oder Sprint, etwa in Monza und Austin.
Der Grund liegt in der Rechtekonstruktion. Sky besitzt die Exklusivrechte für Deutschland und ist verpflichtet, einen Teil davon als Sublizenz an einen frei empfangbaren Sender abzugeben. Nach der Übernahme durch RTL fließt diese Sublizenz nun konzernintern, an der Grundstruktur ändert das jedoch nichts. Zu Saisonbeginn blieb die Auswahl monatelang offen, erst Ende Juni stand der Plan für den Rest des Jahres.
Dass ausgerechnet Zandvoort in dieser Auswahl landet, folgt einer klaren Logik: Ein Abschiedsrennen mit hoher Reichweite, europäischer Sendezeit am Sonntagnachmittag und einem Lokalmatador, der die Strecke geprägt hat, ist für einen Free-TV-Sender attraktiver als ein Nachtrennen in Übersee.
Unsere Prognose zum Großen Preis der Niederlande: Antonelli bleibt der Maßstab
Die sportliche Ausgangslage ist eindeutiger, als es ein Rückrundenauftakt üblicherweise ist. Kimi Antonelli geht mit 219 Punkten in das Wochenende, 50 Zähler vor Lewis Hamilton und 59 vor George Russell. Mercedes führt die Konstrukteurswertung mit 379 Punkten vor Ferrari (307), McLaren (220) und Red Bull (177) an und hat acht der elf bisherigen Rennen gewonnen, sechs davon durch Antonelli.
Nach Einschätzung der Redaktion spricht dennoch mehr für ein enges Wochenende, als der Punktestand nahelegt. Zwei Faktoren wirken gegen den Seriensieger. Erstens das Streckenprofil: Zandvoort belohnt Abtrieb, Balance und Fahrervertrauen in den überhöhten Kurven, nicht die langen Vollgaspassagen, auf denen der Mercedes-Vorsprung in dieser Saison überwiegend entstanden ist. Zweitens das Format. Ein einziges Freies Training vor der ersten Wertungssession erhöht die Varianz spürbar, weil Abstimmungsfehler kaum noch zu korrigieren sind.
Genau dort liegt allerdings auch das Risiko für die Verfolger. Ferrari zielt nach italienischen Berichten mit dem dritten großen Aerodynamik-Umbau am SF-26 auf Zandvoort, offiziell bestätigt ist der Termin nicht. Ein umfangreiches Paket ohne Freitagsprogramm zu validieren, ist der ungünstigste denkbare Rahmen. McLaren wiederum hat in Budapest mit dem Sieg von Lando Norris gezeigt, dass die Entwicklungskurve stimmt, und Max Verstappen kommt als Vorjahreszweiter und dreimaliger Zandvoort-Sieger (2021 bis 2023) vor heimischem Publikum.
Die Einschätzung im Detail
Für den Grand Prix am Sonntag bleibt Antonelli der wahrscheinlichste Sieger, weil Mercedes bislang jedes Wochenende mit einer belastbaren Basisabstimmung eröffnet hat und Track Position auf diesem Kurs schwer angreifbar ist. Wer 2024 und 2025 in Zandvoort von der Pole startete, gewann auch das Rennen. Die interessantere Frage ist der Samstag: Im Sprint sind Überraschungen deutlich wahrscheinlicher als im Grand Prix, weil die kurze Distanz Strategie und Reifenmanagement entwertet und die Startaufstellung aus einer Session ohne Referenzdaten entsteht.
Die Prognose der Redaktion lautet daher: Antonelli gewinnt den Grand Prix, Verstappen ist der plausibelste Podiumskandidat abseits der Mercedes-Ferrari-Achse, und das Sprintwochenende produziert seine Überraschung eher am Samstagmittag als am Sonntag. Belastbarer als jede Vorabeinschätzung sind ohnehin die Longruns im einzigen Freien Training am Freitag. Wie sich eine solche Ausgangslage systematisch bewerten lässt, zeigt die Übersicht zu Formel-1-Wetten, die Ausgangslage nach elf Rennen fasst die WM-Zwischenbilanz zur Sommerpause zusammen. Hintergründe zum erwarteten Technikpaket der Scuderia liefert die Meldung zum Ferrari-Upgrade für Zandvoort.
Glücksspiel kann süchtig machen. Sportwetten sind erst ab 18 Jahren erlaubt; eingesetzt werden sollte nur Geld, dessen Verlust verkraftbar ist. Hilfe und Informationen zum verantwortungsvollen Spielen: Spielerschutz.




















