Das zweite Halbfinale der Fußball-WM 2026 zwischen England und Argentinien läuft am Mittwoch, 15. Juli 2026, ab 21:00 Uhr (MESZ) live im Ersten. Anders als zunächst kolportiert liegt die Free-TV-Übertragung nicht beim ZDF, sondern bei der ARD. Parallel zeigt MagentaTV die Partie aus Atlanta.
Gespielt wird im Mercedes-Benz Stadium, das während des Turniers als Atlanta-Stadion firmiert. Die Ortszeit beim Anpfiff beträgt 15:00 Uhr, weshalb das schließbare Dach der Arena bei sommerlicher Hitze in Georgia mit hoher Wahrscheinlichkeit geschlossen bleibt.
Die Free-TV-Aufteilung der Vorschlussrunde steht damit endgültig fest: Das ZDF verantwortet das erste Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien am Dienstag in Dallas sowie das Endspiel am 19. Juli, die ARD übernimmt den Klassiker in Atlanta. Beide Halbfinals sind kostenlos zu empfangen, ein Bezahlangebot ist dafür nicht nötig.
Sendebeginn 20:15 Uhr: Sedlaczek, Schweinsteiger und Tom Bartels im ARD-Einsatz
Das Erste startet seine Übertragung um 20:15 Uhr, also 45 Minuten vor dem Anpfiff. Anders als im Quellmaterial mancher Vorberichte behauptet, ist die Besetzung längst offiziell: Esther Sedlaczek und Bastian Schweinsteiger moderieren direkt aus dem Stadion in Atlanta, Reporter der Begegnung ist Tom Bartels. In der Halbzeitpause schaltet die ARD auf eine Kurzausgabe der Tagesthemen um.
Kostenlose Streams laufen parallel in der ARD Mediathek und auf sportschau.de. MagentaTV zeigt die Partie zusätzlich im TV und im Stream, allerdings kostenpflichtig. Welche Kommentatoren und Moderatoren der Telekom-Dienst für dieses Spiel einsetzt, wurde bislang nicht offiziell bestätigt.
Wie groß das Interesse an der K.o.-Phase ist, zeigte zuletzt das Viertelfinale zwischen Frankreich und Marokko am 9. Juli: Im Ersten verfolgten es im Schnitt 8,418 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer bei einem Marktanteil von 49,1 Prozent, dazu kamen rund 3,5 Millionen Abrufe des Livestreams. Es war die bis dato erfolgreichste Übertragung eines Spiels ohne deutsche Beteiligung im Ersten.
Warum ARD und ZDF nur 60 der 104 WM-Spiele zeigen dürfen
Die deutschen Rechte an der WM 2026 liegen exklusiv bei der Telekom. MagentaTV ist Hauptlizenznehmer und überträgt alle 104 Partien. ARD und ZDF haben eine Sublizenz über 60 Spiele erworben, die sich beide Sender zu gleichen Teilen aufteilen. 44 Begegnungen bleiben damit exklusiv bei MagentaTV, darunter auch das Spiel um Platz 3 am 18. Juli in Miami.
Für die Endphase des Turniers heißt das: Beide Halbfinals und das Finale sind frei empfangbar, das kleine Finale hingegen nicht. Die Rechtelage erklärt auch, warum zwei Viertelfinals der vergangenen Woche nur im Bezahlangebot zu sehen waren.
WM-Halbfinale in Österreich und der Schweiz: ServusTV und SRF übertragen live

In Österreich hält der ORF die Rechte an allen 104 Spielen und hat 52 Partien an ServusTV sublizenziert. England gegen Argentinien fällt in das Kontingent des Sublizenznehmers: ServusTV zeigt das zweite Halbfinale ab 19:00 Uhr im Free-TV und im kostenlosen Livestream bei ServusTV On, der ausschließlich in Österreich verfügbar ist. Der ORF überträgt dafür das erste Halbfinale und das Finale.
In der Schweiz ist die Lage einfacher. SRF besitzt die Rechte an sämtlichen 104 Turnierspielen und zeigt auch dieses Halbfinale live und frei empfangbar.
| Land | Sender | Anstoß |
| Deutschland | ARD (ab 20:15 Uhr), ARD Mediathek, MagentaTV | 21:00 Uhr MESZ |
| Österreich | ServusTV, ServusTV On | 21:00 Uhr MESZ |
| Schweiz | SRF | 21:00 Uhr MESZ |
Erstes WM-Halbfinale einer Rivalität mit fünf Vorgeschichten
England und Argentinien standen sich bei Weltmeisterschaften bisher fünfmal gegenüber, die Bilanz spricht mit drei Siegen zu zwei für die Three Lions. Ein Halbfinale war nie darunter, weshalb die Partie in Atlanta eine Premiere darstellt.
Die Geschichte dieses Duells ist dennoch dicht: 1966 gewann England das Viertelfinale im Wembley-Stadion und wurde anschließend Weltmeister. 1986 revanchierte sich Argentinien in Mexiko mit dem 2:1, das durch Diego Maradonas Handtor und sein Solo über den halben Platz in die Turniergeschichte einging. 1998 schied England im Achtelfinale nach Elfmeterschießen aus, nachdem David Beckham vom Platz gestellt worden war. Das bislang letzte WM-Aufeinandertreffen liegt 24 Jahre zurück: 2002 setzte sich England in der Gruppenphase mit 1:0 durch.
Wer das Halbfinale gewinnt, trifft am Sonntag, 19. Juli, im MetLife Stadium bei New York auf den Sieger der Partie zwischen Frankreich und Spanien.
Quotenbild vor dem Anpfiff: England nur hauchdünn vor dem Titelverteidiger
Sportlich verspricht der Abend ein enges Spiel. England ist unter Thomas Tuchel ungeschlagen, musste im Viertelfinale gegen Norwegen aber in die Verlängerung und lebte über weite Strecken von Einzelaktionen: Harry Kane und Jude Bellingham erzielten zusammen zwölf der 13 englischen Turniertore. Argentinien gewann unter Lionel Scaloni alle sechs Spiele, brauchte dafür jedoch zweimal die Verlängerung und drehte gegen Ägypten einen 0:2-Rückstand. Lionel Messi führt mit 39 Jahren und acht Treffern die Torschützenliste des Turniers an.
Im Quotenmarkt spiegelt sich diese Ausgeglichenheit wider. Für den Finaleinzug über die vollen 120 Minuten liegt England leicht vorn, der Abstand zum Titelverteidiger fällt allerdings so gering aus, dass von einem klaren Favoriten keine Rede sein kann. Die Redaktion hat die Partie in einer eigenen Analyse zu England gegen Argentinien im Detail durchgerechnet, die Einordnung des gesamten Turnierbaums liefert die WM-Prognose bis zum Finale.





















