Aktuelle Wett Tipps

Bundesliga Trainer 2026/27: Die Trainerbank zum Saisonstart im Überblick

Natalia Schubert
| veröffentlicht am: 27.07.26 (aktualisiert: 27.07.26)
geprüft von Sebastian Vierheim | 5 Min. Lesezeit

Wenn die Bundesliga am 28. August 2026 in die Saison 2026/27 startet, stehen bei vier der 18 Klubs neue Cheftrainer an der Seitenlinie. Neun Trainerposten wurden innerhalb der vergangenen zwölf Monate neu besetzt, und nur drei Trainer sind länger als zwei Jahre im Amt.

Die Sommerpause hat vier Bundesligisten einen Wechsel gebracht: Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt, der 1. FC Union Berlin und RB Leipzig gehen mit anderen Cheftrainern in die neue Spielzeit als in die vergangene. Bemerkenswert ist vor allem der Leipziger Fall, denn dort musste ein Trainer trotz erreichter Champions-League-Qualifikation gehen. Am oberen Ende der Tabelle herrscht dagegen Ruhe: Der FC Bayern setzt weiter auf Vincent Kompany, Borussia Dortmund auf Niko Kovac.

Die folgende Übersicht listet alle 18 Bundesligisten der Saison 2026/27 in alphabetischer Reihenfolge samt Cheftrainer und Amtsantritt.

Verein Cheftrainer Im Amt seit
FC Augsburg Manuel Baum Dezember 2025
FC Bayern München Vincent Kompany Juli 2024
Bayer 04 Leverkusen Carles Martínez Novell Juli 2026
Borussia Dortmund Niko Kovac Januar 2025
Borussia Mönchengladbach Eugen Polanski September 2025
SV 07 Elversberg Vincent Wagner Juli 2025
Eintracht Frankfurt Adi Hütter Juli 2026
SC Freiburg Julian Schuster Juli 2024
Hamburger SV Merlin Polzin 2024
TSG 1899 Hoffenheim Christian Ilzer November 2024
1. FC Köln René Wagner März 2026
RB Leipzig Martín Demichelis Juni 2026
1. FSV Mainz 05 Urs Fischer Dezember 2025
SC Paderborn 07 Ralf Kettemann Juli 2025
FC Schalke 04 Miron Muslic Sommer 2025
VfB Stuttgart Sebastian Hoeneß April 2023
1. FC Union Berlin Mauro Lustrinelli Juli 2026
SV Werder Bremen Daniel Thioune Februar 2026

Vier neue Cheftrainer zum Bundesliga-Auftakt 2026/27

Bayer Leverkusen hat Carles Martínez Novell verpflichtet. Der 42-jährige Spanier kam vom FC Toulouse, mit dem er die Ligue-1-Saison auf Platz neun beendet hatte, und unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028. Er folgt auf Kasper Hjulmand, der den Klub nach einer Spielzeit verließ. Ausgebildet wurde Martínez in der Nachwuchsakademie des FC Barcelona, in Toulouse machte er vor allem durch die Entwicklung junger Spieler auf sich aufmerksam.

In Frankfurt kehrt ein alter Bekannter zurück: Adi Hütter übernahm zum 1. Juli 2026 und unterschrieb bis 2029. Der 56-jährige Österreicher hatte die Eintracht bereits von 2018 bis 2021 trainiert und sie damals ins Halbfinale der Europa League geführt. Zwischenzeitlich arbeitete er bei Borussia Mönchengladbach und bis Herbst 2025 bei der AS Monaco. Sein Vorgänger Albert Riera war nach nur wenigen Monaten im Amt nach dem letzten Spieltag entlassen worden.

Union Berlin setzt auf den Schweizer Meistertrainer

Der 1. FC Union Berlin holte Mauro Lustrinelli vom FC Thun und stattete den 50-jährigen Schweizer mit einem Vertrag bis 2028 aus. Lustrinelli hatte Thun erst in die Super League geführt und dort anschließend überraschend den Meistertitel gewonnen; für die Freigabe wurde eine Ablösesumme fällig. Er folgt auf Marie-Louise Eta, die als erste Cheftrainerin in der Geschichte der Männer-Bundesliga die letzten Saisonspiele verantwortete und den Klassenerhalt sicherte. Ihr Wechsel zur Frauenmannschaft des Klubs war von Beginn an so geplant. Zuvor hatten sich die Berliner im April von Steffen Baumgart getrennt.


Warum RB Leipzig trotz Champions-League-Qualifikation den Trainer wechselte

Ole Werner

Der auffälligste Wechsel des Sommers vollzog sich in Leipzig. Ole Werner wurde am 17. Juni 2026 freigestellt, gemeinsam mit den Co-Trainern Tom Cichon und Patrick Kohlmann. Werner war seit dem 1. Juli 2025 im Amt gewesen, hatte in 38 Pflichtspielen an der Seitenlinie gestanden, die Mannschaft auf Platz drei und damit zurück in die Champions League geführt sowie das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht. Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer begründete den Schritt mit einer abschließenden Saisonanalyse.

Nachfolger wurde Martín Demichelis. Der 45-jährige Argentinier unterschrieb bis zum 30. Juni 2028 und wurde per Ausstiegsklausel von RCD Mallorca losgeeist, wo er erst seit dem Frühjahr gearbeitet hatte. Als Spieler bestritt Demichelis zwischen 2003 und 2011 insgesamt 259 Pflichtspiele für den FC Bayern und gewann je viermal Meisterschaft und DFB-Pokal, später trainierte er Nachwuchsteams des Rekordmeisters. Als Cheftrainer führte er River Plate in seiner Debütsaison zur argentinischen Meisterschaft und arbeitete anschließend bei CF Monterrey in Mexiko. Die Details des Wechsels sind im Beitrag zum Trainerwechsel bei RB Leipzig aufgearbeitet.

Eine Randnotiz mit Gewicht: Jürgen Klopp, in seiner Funktion bei Red Bull an der Personalentscheidung beteiligt, wurde am 24. Juli 2026 als neuer Bundestrainer vorgestellt und tritt das Amt beim DFB am 15. August an. Demichelis beginnt seine Leipziger Zeit damit ohne den prominentesten Fürsprecher im Konzern.


Sebastian Hoeneß ist der dienstälteste Trainer der Bundesliga 2026/27

Sebastian Hoeneß

Kontinuität ist in der Liga zur Ausnahme geworden. Zum Saisonstart sind lediglich drei Cheftrainer länger als zwei Jahre bei ihrem Klub tätig: Sebastian Hoeneß, seit April 2023 beim VfB Stuttgart, sowie Vincent Kompany und Julian Schuster, die beide im Juli 2024 übernahmen. Hoeneß führte Stuttgart zurück in die Champions League und stand mit dem VfB im Pokalfinale, Schuster qualifizierte sich mit Freiburg erneut für den Europapokal, nachdem seine Mannschaft bis ins Endspiel der Europa League vorgedrungen war.

Auf der anderen Seite steht eine ungewöhnlich hohe Fluktuation: Neun der 18 Trainerposten wurden innerhalb der zurückliegenden zwölf Monate neu besetzt. Zu den vier Sommerwechseln kommen fünf Veränderungen aus der laufenden Vorsaison, darunter Eugen Polanski in Mönchengladbach, Urs Fischer in Mainz, Manuel Baum in Augsburg, Daniel Thioune in Bremen und René Wagner in Köln. Fischer sicherte Mainz den Klassenerhalt und erreichte das Viertelfinale der Conference League, Baum führte Augsburg von einem Abstiegsplatz auf Rang neun und erhielt dafür einen Vertrag bis Sommer 2028. Wagner übernahm im März zunächst interimsweise und wurde im Mai mit einem Vertrag bis 2028 bestätigt.


Diese Trainer haben Schalke, Elversberg und Paderborn in die Bundesliga geführt

Alle drei Aufsteiger vertrauen dem Coach des Aufstiegs. Miron Muslic hat den FC Schalke 04 bereits zwei Spieltage vor Schluss als Zweitligameister nach oben gebracht und wurde dafür mit einer Verlängerung bis 2028 belohnt. Der bosnisch-österreichische Trainer war zuvor mit Plymouth Argyle aus der zweiten englischen Liga abgestiegen und in Deutschland weitgehend unbekannt.

Vincent Wagner führte die SV Elversberg trotz erheblicher personeller Abgänge erstmals in die Bundesliga; der Klub aus Spiesen-Elversberg ist mit rund 13.000 Einwohnern der kleinste Standort der Ligageschichte. Ralf Kettemann wiederum kam von der U19 des Karlsruher SC und schaffte mit dem SC Paderborn 07 in seiner ersten Profisaison den Sprung über die Relegation, in der sich die Ostwestfalen gegen den VfL Wolfsburg durchsetzten.


Wo der Druck auf die Bundesliga-Trainer zum Saisonstart am größten ist

Ein Blick auf die jüngere Vergangenheit zeigt, wo die Geduld zuletzt am kürzesten war. In Leverkusen ist Martínez Novell binnen gut eines Jahres der dritte Cheftrainer: Auf Xabi Alonso folgte Erik ten Hag, der bereits nach dem zweiten Spieltag der Saison 2025/26 gehen musste, danach Kasper Hjulmand für eine Spielzeit. In Frankfurt endeten die Amtszeiten von Dino Toppmöller und Albert Riera innerhalb einer einzigen Saison. Und in Berlin hat seit dem Abschied von Urs Fischer im November 2023 kein Trainer länger als etwa anderthalb Jahre durchgehalten.

Bei Demichelis in Leipzig kommt eine andere Konstellation hinzu: Der Klub hat gerade den Trainer entlassen, der die Champions-League-Qualifikation geschafft hat. Damit ist die Messlatte für den Nachfolger unmissverständlich definiert. Wer auf solche Entwicklungen setzen möchte, findet die Märkte rund um den ersten Trainerwechsel der Bundesliga-Saison in der entsprechenden Übersicht. Los geht es für alle 18 Klubs am Wochenende des 28. bis 30. August, den Auftakt bestreiten der FC Bayern und der VfB Stuttgart am Freitagabend. Details dazu stehen in der Vorschau zur Übertragung des Bundesliga-Auftaktspiels.

Natalia Schubert - Sportjournalistin |
Natalia Schubert Natalia Schubert ist Fußballanalystin und Sportjournalistin mit über zwölf Jahren Erfahrung in der datenbasierten Spielanalyse. Sie studierte Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln und arbeitet mit professionellen Analyseplattformen wie Wyscout, InStat und Opta. Bei wetttippsheute.net verantwortet sie taktische Spielvorschauen, Hintergrundanalysen und die statistische Einordnung von Partien aus der Bundesliga, Champions League und weiteren internationalen Wettbewerben. Pro Saison verfolgt und analysiert sie über 300 Spiele.
Bester Neukundenbonus

100€Bonus Zum Anbieter AGB gelten, 18+
250€Bonus Zum Anbieter AGB gelten, 18+
200€Bonus Zum Anbieter AGB gelten, 18+
200€Bonus Zum Anbieter AGB gelten, 18+

Top 5 Wettanbieter
98/100 Wertung Zum Anbieter AGB gelten, 18+
98/100 Wertung Zum Anbieter AGB gelten, 18+
96/100 Wertung Zum Anbieter AGB gelten, 18+
96/100 Wertung Zum Anbieter AGB gelten, 18+
95/100 Wertung Zum Anbieter AGB gelten, 18+
wetttippsheute.net
Rechtlicher Hinweis: Wir weisen darauf hin, dass Sportwetten süchtig machen kann! Wetten soll Spaß machen, spielen Sie verantwortungsbewusst! Für alle Bonusangebote gelten die AGB des jeweiligen Anbieters! Bitte informieren Sie sich vorab! Spielen ist erst ab 18 erlaubt! Glücksspiel kann süchtig machen. Hilfe unter bzga.de