Der DFB-Pokal der Frauen 2026/27 startet am Samstag, 15. August 2026, mit den Playoffs und endet am Pfingstmontag, 17. Mai 2027, mit dem Finale im Kölner RheinEnergieSTADION. 48 Mannschaften nehmen teil, der Wettbewerb rollt damit knapp eine Woche vor dem Bundesliga-Auftakt an.
Der Deutsche Fußball-Bund hat die erste Runde des Wettbewerbs bereits zeitgenau angesetzt. Alle 16 Playoff-Partien steigen am Wochenende des 15. und 16. August 2026, den Rahmenterminkalender hatte das DFB-Präsidium im Dezember 2025 verabschiedet. Damit eröffnet der Pokal die Saison im deutschen Frauenfußball, noch bevor der Google Pixel Supercup am Abend des 15. August in Ingolstadt und der Bundesliga-Start am 21. August folgen.
Titelverteidiger ist der FC Bayern München, der das Endspiel 2026 gegen den VfL Wolfsburg mit 4:0 gewann und sich zum dritten Mal in die Siegerliste eintrug. Rekordpokalsiegerinnen bleiben die Wolfsburgerinnen mit elf Titeln. Das Finale 2027 wird das 47. Endspiel des Wettbewerbs und findet zum 18. Mal in Folge in Köln statt.
Playoff-Wochenende am 15. und 16. August eröffnet die Pokalsaison der Frauen
Die Playoffs gehen in ihre zweite Auflage. 32 Mannschaften kämpfen in zwei regionalen Gruppen um 16 Plätze in der ersten Hauptrunde. Den Auftakt macht am Samstag, 15. August, um 11 Uhr die Partie zwischen F.C. Hansa Rostock und dem VfL Bochum. Zwei Begegnungen zeigt DFB.TV live: Schalke 04 gegen Hannover 96 am Samstag ab 15 Uhr und FC St. Pauli gegen den SV Meppen am Sonntag ab 15 Uhr.
Sportlich reizvoll sind vor allem die Duelle zweier Zweitligisten, etwa MSV Duisburg gegen Borussia Mönchengladbach und FSV Babelsberg 74 gegen den 1. FFC Turbine Potsdam. Amateurmannschaften unterhalb der 2. Frauen-Bundesliga haben in dieser Runde grundsätzlich Heimrecht, was den kleineren Klubs Einnahmen und Aufmerksamkeit sichert.

Die Playoff-Paarungen im Überblick
Gruppe Nord: FC Jesteburg-Bendestorf gegen Hertha BSC, ATS Buntentor gegen SV Blau Weiss Berolina Mitte, FC Schalke 04 gegen Hannover 96, F.C. Hansa Rostock gegen VfL Bochum, FC St. Pauli gegen SV Meppen, VfR Warbeyen gegen FC Viktoria Berlin, FSV Babelsberg 74 gegen 1. FFC Turbine Potsdam sowie Holstein Kiel gegen den 1. FC Magdeburg.
Gruppe Süd: Chemnitzer FC gegen Sportfreunde Blau-Gelb Marburg, VfR Wormatia Worms gegen SV Eutingen, Karlsruher SC gegen TuS Issel, 1. FFV Erfurt gegen den FC Ingolstadt, 1. FC Saarbrücken gegen die SpVgg Greuther Fürth, MSV Duisburg gegen Borussia Mönchengladbach, TSV Alemannia Freiburg-Zähringen gegen den SC Sand sowie SC Fortuna Köln gegen die SG 99 Andernach.
48 Teams und ein zweistufiger Modus: So ist der DFB-Pokal der Frauen 2026/27 aufgebaut
Das Teilnehmerfeld ist auf 48 Mannschaften festgelegt und setzt sich aus vier Gruppen zusammen: den 14 Klubs der Google Pixel Frauen-Bundesliga der Vorsaison, den zehn bestplatzierten teilnahmeberechtigten Teams der 2. Frauen-Bundesliga, den Aufsteigern in die zweite Liga sowie den 21 Landespokalsiegern. Zweite Mannschaften und Spielgemeinschaften sind nicht startberechtigt, weshalb in mehreren Landesverbänden der unterlegene Pokalfinalist nachrückte. Der SV Eutingen ist auf diesem Weg ebenso ins Feld gekommen wie der Chemnitzer FC und der 1. FFV Erfurt.
In den Playoffs treten 32 dieser Klubs an. Die 14 Erstligisten und die zwei bestplatzierten Zweitligisten der abgelaufenen Saison, in diesem Fall der VfB Stuttgart und der 1. FSV Mainz 05, greifen erst in der ersten Hauptrunde ein. Bei der Auslosung dieser Runde landen die Playoff-Sieger in Topf 1, die Bundesligisten und die vier besten Zweitligisten in Topf 2. Vom Achtelfinale an wird aus einem gemeinsamen Topf gezogen, das Heimrecht bleibt für unterklassige Teams erhalten.
Finanziell ist der Wettbewerb für kleinere Klubs ein spürbarer Faktor. Die Playoff-Teilnahme bringt 6.000 Euro, die erste Hauptrunde 8.000 Euro und das Achtelfinale 10.000 Euro. Ab dem Viertelfinale steigen die Prämien deutlich: 70.000 Euro für die letzten Acht, 80.000 Euro für das Halbfinale, 100.000 Euro für den unterlegenen Finalisten und 150.000 Euro für die Pokalsiegerinnen.
Alle Termine im DFB-Pokal der Frauen 2026/27 von den Playoffs bis zum Finale
| Runde | Termin |
| Playoffs | 15. und 16. August 2026 |
| 1. Hauptrunde | 26. bis 28. September 2026 |
| Achtelfinale | 31. Oktober bis 2. November 2026 |
| Viertelfinale | 10. und 11. März 2027 |
| Halbfinale | 3. und 4. April 2027 |
| Finale in Köln | 17. Mai 2027 |
Auffällig ist die lange Winterpause im Wettbewerb. Nach dem Achtelfinale Anfang November ruht der Pokal mehr als vier Monate, bevor die Runde der letzten Acht Mitte März wieder aufgenommen wird. Wer sich vor den einzelnen Runden mit dem Quotenbild beschäftigen möchte, findet die aktuellen Ansetzungen und Bewertungen bei den DFB-Pokal Wett Tipps der Redaktion.
ARD, ZDF und Sky übertragen den Frauen-Pokal ab 2026/27 deutlich breiter

Mit der neuen Spielzeit greift der Medienrechtevertrag für die Saisons 2026/27 bis 2029/30. Erstmals wurden die audiovisuellen Rechte am DFB-Pokal der Frauen in einem eigenen Bieterverfahren vergeben. Die Rechteagentur SportA sicherte sich im Auftrag von ARD und ZDF die Free-TV-Rechte und zeigt in jeder der fünf Wettbewerbsrunden von der ersten Hauptrunde bis zum Endspiel jeweils eine Partie live. Die Zahl der frei empfangbaren Begegnungen wird dadurch mehr als verdoppelt.
Pay-TV-Partner bleibt Sky mit elf Livespielen pro Saison, darunter sämtliche Partien ab dem Viertelfinale. Hinzu kommen Clip- und Highlight-Rechte bei SportA, Sport1 und dem kicker. Für die Playoffs übernimmt in dieser Saison DFB.TV ausgewählte Begegnungen. Die breitere Verfügbarkeit dürfte auch die Wettmärkte betreffen, weil Buchmacher Partien mit Livebildern erfahrungsgemäß mit mehr Märkten und engeren Margen ausstatten. Ein Blick in den Quotenvergleich lohnt sich in solchen Fällen besonders.
Was der frühe Pokalstart für den Terminplan der Frauen-Bundesliga bedeutet
Der Start am 15. August liegt sechs Tage vor dem Bundesliga-Eröffnungsspiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem FC Bayern München am 21. August. In der Vorsaison lagen zwischen Pokalauftakt und Ligastart noch rund drei Wochen, weil die Bundesliga erst am 6. September begann. Der Grund für die Verschiebung liegt in der Aufstockung der höchsten Spielklasse auf 14 Mannschaften und den daraus resultierenden 26 Spieltagen, die einen früheren Saisonbeginn erzwingen.
Bemerkenswert ist auch die Reihenfolge im Vergleich zum Männerfußball. Die erste Hauptrunde des DFB-Pokals der Männer wird erst vom 21. bis 24. August ausgetragen. Der Frauen-Pokal eröffnet die deutsche Pokalsaison damit eine Woche vor den Männern, und das Finale in Köln liegt zwölf Tage vor dem Endspiel im Berliner Olympiastadion am 29. Mai 2027. Für die Vermarktung ist das ein eigenes Zeitfenster ohne direkte Konkurrenz durch das Männer-Finale.
Die Nachfrage stützt diese Entwicklung. 46.064 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen das Endspiel 2026 im RheinEnergieSTADION. Wettseitig verschiebt der frühe Start den Fokus: Anfang August liegen aus der Vorbereitung nur wenige belastbare Daten vor, gerade in Duellen zwischen Zweitligisten und Landespokalsiegern. Wer die Märkte kennt und die passenden Fußball-Wettarten auswählt, arbeitet in dieser Phase mit dünner Informationslage.



















