Die Auslosung der 3. Runde in der Champions League Qualifikation fand am 20. Juli 2026 in Nyon statt. Die Hinspiele steigen am 4. und 5. August, die Rückspiele am 11. August. Vergeben werden zehn Plätze in der Play-off-Runde, die den letzten Schritt in die Ligaphase darstellt.
Zwanzig Mannschaften bestreiten die dritte Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League 2026/27. Sie ist weiterhin in zwei Stränge geteilt: Im Meisterweg treten die zwölf Sieger der zweiten Runde in sechs Duellen an, im Ligaweg spielen acht Klubs vier Paarungen aus. Sechs dieser acht Ligaweg-Teams steigen erst jetzt in den Wettbewerb ein, darunter Olympique Lyon, Sparta Prag, Olympiakos Piräus und Union Saint-Gilloise.
Der Zeitplan ist eng getaktet. Nach den Rückspielen am 11. August folgt bereits am selben Tag der Übergang in die nächste Stufe: Die Play-offs werden am 18. und 19. August sowie am 25. und 26. August ausgetragen, ausgelost wird diese Runde am 3. August. Die Ligaphase startet am 8. September, die Auslosung dafür steigt am 27. August in Nyon. Insgesamt werden über die gesamte Qualifikation sieben der 36 Startplätze vergeben, die übrigen 29 Teams stehen längst fest.
Warum die Auslosung der 3. Qualifikationsrunde ohne feste Namen auskommen musste
Eine Besonderheit dieser Auslosung: Sie wurde vorgenommen, bevor die zweite Qualifikationsrunde überhaupt abgeschlossen war. Die Hinspiele der zweiten Runde fanden am 21. und 22. Juli statt, die Rückspiele erst am 28. und 29. Juli. Gezogen wurden am 20. Juli also überwiegend keine Klubs, sondern Paarungen.
Für die Setzliste behilft sich die UEFA in solchen Fällen mit einer klaren Regel. Maßgeblich ist der höhere Klubkoeffizient der beiden noch im Duell stehenden Mannschaften. Wer also gegen einen koeffizientenstarken Gegner spielt, dessen Sieger wird automatisch als gesetzt geführt, unabhängig davon, welches der beiden Teams sich am Ende durchsetzt.
Konkret bedeutet das für die Fans: Erst am Abend des 29. Juli steht fest, wer im August tatsächlich antritt. Nur sechs der zwanzig Teilnehmer waren am Tag der Auslosung namentlich bekannt, und zwar die sechs Direkteinsteiger im Ligaweg.
Ligaweg mit Olympique Lyon, Fenerbahçe und Sturm Graz: die attraktivsten Duelle

Der Ligaweg bündelt die bekanntesten Namen dieser Runde. Vier Vizemeister sowie der Tabellendritte aus den Niederlanden und der Tabellenvierte aus Frankreich steigen hier neu ein und treffen auf die beiden Sieger aus dem Ligaweg der zweiten Runde.
| Hinspiel (4./5. August) | Rückspiel (11. August) |
| Olympiakos Piräus gegen NEC Nimwegen | NEC Nimwegen gegen Olympiakos Piräus |
| Union Saint-Gilloise gegen Bodø/Glimt | Bodø/Glimt gegen Union Saint-Gilloise |
| Fenerbahçe / Górnik Zabrze gegen Sturm Graz / Heart of Midlothian | Sturm Graz / Heart of Midlothian gegen Fenerbahçe / Górnik Zabrze |
| Sparta Prag gegen Olympique Lyon | Olympique Lyon gegen Sparta Prag |
Sturm Graz steuert auf ein Duell mit Fenerbahçe zu
Die aus deutschsprachiger Sicht interessanteste Konstellation betrifft Sturm Graz. Der österreichische Vizemeister gewann das Hinspiel der zweiten Runde gegen Heart of Midlothian am 21. Juli mit 4:0. Kapitän Jon Gorenc Stankovic traf bereits in der vierten Minute, nach der Pause legten Jeyland Mitchell, Luca Weinhandl und Jürgen Heil innerhalb von zehn Minuten nach. Trainer Fabio Ingolitsch dämpfte anschließend die Erwartungen und verwies auf das Rückspiel in Edinburgh.
Sollte Sturm den Vorsprung verwalten, wartet in der dritten Runde der Sieger aus Fenerbahçe Istanbul gegen Górnik Zabrze. Der türkische Vizemeister gewann das Hinspiel gegen die Polen zu Hause mit 1:0 und ist im Rückspiel klarer Favorit. Fenerbahçe hat im Sommer erneut kräftig investiert und gilt in dieser Paarung als das Team mit der größten individuellen Qualität.
Sparta Prag gegen Olympique Lyon als sportlich engstes Duell
Als ausgeglichenste Begegnung des Ligawegs gilt das Aufeinandertreffen von Sparta Prag mit Olympique Lyon. Der französische Vierte startet mit Rückenwind aus der abgelaufenen Ligue-1-Saison, muss das Hinspiel aber auswärts bestreiten. Olympiakos Piräus trifft mit NEC Nimwegen auf einen Klub, der über die niederländische Eredivisie kam und in der jüngeren Vergangenheit kaum internationale Erfahrung sammeln konnte.
Meisterweg der CL-Qualifikation: sechs Duelle und viele offene Namen

Im Meisterweg kommen keine neuen Klubs hinzu. Die zwölf Sieger der zweiten Runde ermitteln in sechs Paarungen die Teilnehmer für den Meisterweg der Play-offs, wo dann noch vier weitere Meister einsteigen. Weil sämtliche Rückspiele der zweiten Runde erst am 28. und 29. Juli stattfinden, sind hier alle zwölf Plätze noch offen.
| Hinspiel-Heimrecht (4./5. August) | Gegner |
| FC Thun / Dinamo Zagreb | KÍ Klaksvík / Kauno Žalgiris |
| Mjällby AIF / Lincoln Red Imps | Iberia 1999 Tiflis / Slovan Bratislava |
| Levski Sofia / Universitatea Craiova | Omonia Nikosia / Kairat Almaty |
| AGF Aarhus / Lech Posen | Sabah FK / KuPS Kuopio |
| Ararat-Armenia / Shamrock Rovers | KF Egnatia / NK Celje |
| Víkingur Reykjavík / Hapoel Beer Sheva | Larne FC / Roter Stern Belgrad |
Sportlich ragen zwei Konstellationen heraus. Roter Stern Belgrad führt nach dem 4:0 in Larne komfortabel und wäre in seiner Paarung der klare Favorit. Lech Posen gewann in Aarhus mit 4:1 und hat den Einzug ebenfalls fast sicher. Deutsche Mannschaften sind in keiner der beiden Wege vertreten, weil die Bundesliga ihre vier Startplätze direkt vergibt.
Was für die Verlierer der 3. Qualifikationsrunde auf dem Spiel steht
Ausscheiden bedeutet in diesem System nicht das Ende der Europapokalsaison. Die sechs Verlierer des Meisterwegs wechseln in die Play-off-Runde der Europa League und behalten damit eine reale Chance auf eine Ligaphase. Für die vier Verlierer des Ligawegs ist die Rechnung noch komfortabler: Sie sind ohne weiteres Spiel für die Ligaphase der Europa League gesetzt.
Dieser Mechanismus erklärt, warum Klubs wie Sturm Graz nach dem 4:0 gegen Hearts bereits von einer gesicherten Ligaphase sprechen konnten. Die UEFA hat die Qualifikation so konstruiert, dass Vereine aus mindestens 37 Landesverbänden eine Ligaphase in einem der drei Wettbewerbe erreichen. Für die Klubs geht es in der dritten Runde deshalb weniger um das internationale Überleben als um die deutlich lukrativere Bühne.
Wettmärkte auf die Qualifikationsrunden reagieren erfahrungsgemäß spät und heftig. Solange die Teilnehmer nicht feststehen, existieren belastbare Quoten allenfalls für die vier bereits definierten Ligaweg-Duelle. Ein realistisches Quotenbild für den Meisterweg ist erst ab dem 30. Juli zu erwarten. Wer die Runde verfolgen möchte, findet passende Analysen im Bereich Champions League Wetten, ergänzende Einordnungen zu den beteiligten Ligen liefern die Hubs zur österreichischen Bundesliga und zur Ligue 1.
Alle Termine und Paarungen sind bei der UEFA dokumentiert, den Grazer Hinspielabend hat unter anderem sport.ORF.at aufgearbeitet.



















