Die Gastgeber von VfB Stuttgart gehen mit einer klar definierten Ausgangslage in diese Begegnung. Als amtierender Titelverteidiger streben die Schwaben danach, erneut das Endspiel in Berlin zu erreichen und ihren Status als Pokal-Spezialisten zu untermauern. In der laufenden Pokalsaison präsentierte sich die Mannschaft von Sebastian Hoeneß defensiv äußerst stabil und kassierte in den letzten drei Runden keinen einzigen Gegentreffer.
Der Weg ins Halbfinale führte über Siege gegen den FSV Mainz 05 sowie drei unterklassige Gegner, wobei besonders die Heimstärke in der mit 60.449 Zuschauern ausverkauften MHPArena ein entscheidender Faktor war. Mit der Erfahrung aus dem letztjährigen Halbfinalsieg gegen RB Leipzig im Rücken agiert der VfB mit großem Selbstbewusstsein. SC Freiburg hingegen spielt eine beeindruckende Saison 2025/26. Die Breisgauer stehen aktuell unter den Top 7 der Bundesliga und träumen unter Trainer Julian Schuster vom ersten großen Titel der Vereinsgeschichte. Mit vier Siegen in Folge in allen Wettbewerben reisen die Gäste in absoluter Topform an den Neckar. Die Quoten spiegeln die Rollenverteilung wider: Ein Heimsieg von Stuttgart wird mit einer Quote von 1,63 bewertet, während ein Erfolg der Gäste bei 5,25 liegt. Ein richtungsweisendes Duell zwischen dem Titelverteidiger, der seine Vormachtstellung behaupten will, und einer Freiburger Mannschaft, die den Blick fest auf das historische Double gerichtet hat.
Formanalyse: VfB Stuttgart

Besonders im Angriff verfügt Stuttgart über Akteure, die Spiele entscheiden können. Deniz Undav ist die unumstrittene Lebensversicherung des Teams: Mit 2 Toren und 2 Assists in der laufenden Pokalsaison zeigt der 29-jährige Nationalstürmer eine enorme Effizienz und bringt die notwendige Kaltschnäuzigkeit im Abschluss mit. Unterstützt wird er von Ermedin Demirović, der mit 28 Jahren die physische Präsenz im Zentrum verkörpert. Demirović erzielte bisher ebenfalls 2 Tore und stand bereits 130 Minuten im Pokal auf dem Platz. In der kreativen Zentrale zieht Angelo Stiller die Fäden. Der erst 25-jährige Mittelfeldspieler bringt mit 352 Einsatzminuten wichtige Impulse aus dem Halbfeld. Auch Chris Führich konnte mit einem Treffer Akzente setzen und unterstreicht mit 215 Spielminuten seine Bedeutung für das Flügelspiel. Die Offensive ist somit durchaus in der Lage, auch gegen die kompakte Freiburger Defensive Treffer zu erzielen.
Im Mittelfeld und in der Defensive zeigen sich die Stärken in der Abstimmung. Atakan Karazor fungiert als defensiver Anker und bringt mit seinen 29 Jahren und 390 Einsatzminuten die nötige Robustheit mit, wobei er auch schon 2 Tore beisteuern konnte. Unterstützt wird er im Zentrum von El Khannouss Bilal, der mit 233 Minuten Spielzeit zum erweiterten Stammpersonal gehört. In der Abwehrreihe setzen die Schwaben auf die Zweikampfstärke von Jeff Chabot (28 Jahre) und die Dynamik von Maximilian Mittelstädt. Zwischen den Pfosten ist Alexander Nübel mit seinen 29 Jahren der verlässliche Rückhalt. Der Keeper absolvierte bereits 210 Minuten im Wettbewerb und ist für die Stabilität der Hintermannschaft von existenzieller Bedeutung. Trainer Hoeneß muss es gelingen, die defensive Ordnung gegen die konterstarken Freiburger über 90 Minuten aufrechtzuerhalten.
Formanalyse: SC Freiburg

Die Offensive wird von Routinier Vincenzo Grifo angeführt. Mit 33 Jahren zeigt der Angreifer seine ganze Klasse und war in sieben Pokaleinsätzen an sechs Toren direkt beteiligt (4 Tore, 2 Assists). Grifo ist zudem der Standard-Spezialist des Teams, was seine Bedeutung bei ruhenden Bällen unterstreicht. An seiner Seite glänzt Igor Matanović. Der 23-Jährige ist eine der Entdeckungen der Saison: In 177 Minuten erzielte er 1 Tor und bereitete ein weiteres vor. Seine Kopfballstärke macht ihn zu einer ständigen Gefahr bei Flanken. Lucas Höler steuerte ebenfalls 2 wichtige Tore bei, während Yuito Suzuki mit einem Treffer und einem Assist in 303 Minuten seine Flexibilität bewies. Bemerkenswert ist auch die Torgefahr aus dem Mittelfeld: Derry Scherhant erzielte bereits einen Treffer und unterstreicht damit die Breite des Kaders unter Schuster.
Das Herzstück des Teams ist das ausgewogene Mittelfeld. Maximilian Eggestein orchestriert das Spiel mit einer hohen Laufleistung und 390 absolvierten Minuten. Neben ihm sorgt Patrick Osterhage für die nötige Balance, auch wenn sein Einsatz aufgrund einer Knieverletzung fraglich bleibt. In der Innenverteidigung ist Matthias Ginter mit seinen 32 Jahren der unangefochtene Abwehrchef. Er bringt die Erfahrung aus 390 Spielminuten mit und führt die Defensive lautstark an. Unterstützt wird er vom 29-jährigen Philipp Lienhart. Auf der linken Abwehrseite ist Kapitän Christian Günter (33 Jahre) gesetzt, der mit seiner Erfahrung von 274 Minuten Stabilität garantiert. Im Tor steht Noah Atubolu als verlässlicher Rückhalt. Der 23-jährige U21-Nationalkeeper strahlt trotz seines Alters eine enorme Ruhe aus. Freiburg wirkt in allen Mannschaftsteilen gefestigter als in den vergangenen Jahren und ist bereit für den großen Wurf.
Head-to-Head Vergleich
Die direkte Bilanz der letzten Aufeinandertreffen zwischen diesen beiden Clubs spricht eine deutliche Sprache zugunsten der Schwaben, besonders wenn diese vor heimischem Publikum agierten.
- 01.02.26 (Bundesliga): VfB Stuttgart 1-0 SC Freiburg
- 13.09.25 (Bundesliga): SC Freiburg 3-1 VfB Stuttgart
- 18.01.25 (Bundesliga): VfB Stuttgart 4-0 SC Freiburg In den letzten drei Begegnungen konnte Stuttgart zwei Heimsiege einfahren, während Freiburg ein Heimspiel für sich entscheiden konnte. Besonders das deutliche 4:0 von Stuttgart im Januar 2025 in der MHPArena dürfte den Gästen noch in schmerzhafter Erinnerung geblieben sein. In Stuttgart blieb Freiburg zuletzt in drei Spielen ohne eigenen Treffer bei einem Torverhältnis von 0:10.
Letzte 5 Spiele von VfB Stuttgart und SC Freiburg
| Team | Spiel 1 | Spiel 2 | Spiel 3 | Spiel 4 | Spiel 5 |
| VfB Stuttgart | N | S | N | S | N |
| SC Freiburg | S | S | S | S | N |
Taktische Analyse
VfB Stuttgart: Trainer Sebastian Hoeneß wird voraussichtlich auf ein 4-2-3-1-System setzen, um die Spielkontrolle im Mittelfeld zu behalten. Der Fokus liegt darauf, die Bälle über Stiller und Karazor schnell in die Zwischenräume zu Deniz Undav zu bringen, der als hängende Spitze die Freiburger Abwehr vor Zuordnungsprobleme stellen soll. Das Flügelspiel über Leweling und Führich ist der Schlüssel für Stuttgart, um die kompakte Kette der Gäste auseinanderzuziehen. Defensive Stabilität hat oberste Priorität, da man gegen die effizienten Freiburger keine Konter zulassen darf.
SC Freiburg: Julian Schuster bevorzugt ein flexibles 4-4-2 oder 4-2-3-1, das auf eine massive Defensive und schnelles Umschalten ausgelegt ist. Die Außenverteidiger Günter und Kübler agieren vorsichtiger, um gegen die schnellen Stuttgarter Flügelspieler nicht in Unterzahl zu geraten. Vincenzo Grifo agiert oft als Freigeist auf dem linken Flügel, der nach innen zieht, um Platz für nachrückende Mittelfeldspieler zu schaffen. Freiburg wird versuchen, das Spiel lange offen zu halten und Stuttgart durch aggressives Pressing im Mittelfeld zu Fehlern im Spielaufbau zu zwingen. Standardsituationen sind eine der großen Stärken der aktuellen Freiburger Mannschaft.
Voraussichtliche Aufstellungen
VfB Stuttgart (4-2-3-1): Nübel – Mittelstädt, Chabot, Hendriks, Assignon – Karazor, Stiller – Führich, Undav, Leweling – Demirović
SC Freiburg (4-2-3-1): Atubolu – Günter, Ginter, Lienhart, Kübler – Eggestein, Osterhage (oder Makengo) – Grifo, Höler, Suzuki – Matanović
Wettoptionen und Quoten
| ERGEBNIS | 1 | X | 2 |
| QUOTE | 1.63 | 4.30 | 5.25 |
Neben der klassischen Drei-Weg-Wette bieten sich für dieses Spiel weitere interessante Möglichkeiten an, um von der statistischen Ausgangslage zu profitieren:
| Wette | Quote | Erklärung |
| BEIDE TEAMS TREFFEN | 1.70 | Offensivpower auf beiden Seiten vorhanden |
| ÜBER / UNTER 2,5 TORE | 1.65 | Offener Schlagabtausch im Halbfinale erwartet |
| DENIZ UNDAV ERZIELT EIN TOR | 2.10 | Stuttgart-Topscorer in Pokalform |
| Doppelte Chance X2 | 2.25 | Freiburg ist seit 4 Spielen ungeschlagen |
Wett-Tipp & Prognose: VfB Stuttgart – SC Freiburg | DFB-Pokal (23.04.2026)
Das Duell in der MHPArena am Halbfinaltag des DFB-Pokals verspricht Hochspannung pur. Während VfB Stuttgart als Titelverteidiger die Chance auf das erneute Finale wahren möchte, reist der SC Freiburg mit der breiten Brust von vier Siegen in Serie an. Die Statistiken untermauern die Favoritenrolle der Hausherren in der heimischen Arena, wo sie Freiburg zuletzt dominieren konnten. Dennoch ist der K.o.-Charakter dieses Halbfinals nicht zu unterschätzen: Freiburg spielt die historisch erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte und verfügt mit Vincenzo Grifo über einen Akteur, der Spiele im Alleingang entscheiden kann. Stuttgart hingegen baut auf die Achse Nübel-Karazor-Undav, die bereits im letzten Jahr bewiesen hat, dass sie dem Druck in entscheidenden Phasen standhält.
Die Formkurve der letzten Wochen spricht zwar für die Gäste aus dem Breisgau, doch die individuelle Qualität und die Heimwucht des VfB in der MHPArena sind gewichtige Faktoren. Da Stuttgart im Pokal defensiv zuletzt extrem sicher stand und Freiburg auswärts immer für einen Treffer gut ist, erwarten wir ein intensives Spiel mit Gelegenheiten auf beiden Seiten. Da Freiburg in der Liga unter den Top 7 rangiert und Stuttgart den Pokal als direkten Weg nach Europa priorisiert, wird keine Mannschaft taktisch zu viel riskieren, was jedoch bei einem frühen Tor schnell hinfällig sein könnte. Aufgrund der offensiven Ausrichtung beider Teams und der Bedeutung dieses Alles-oder-Nichts-Spiels ist mit einer torreichen Begegnung zu rechnen, bei der die individuelle Klasse von Deniz Undav letztlich den Ausschlag geben könnte.
- Unser Tipp: Kombiwette – Sieg VfB Stuttgart & Über 2,5 Tore (Quote: 2.69)
- Ergebnisprognose: 2:1 für VfB Stuttgart





















