Conor McGregor kehrt nach fünf Jahren Pause in den UFC-Käfig zurück. Bei UFC 329 trifft der 37-jährige Ire am 11. Juli in Las Vegas auf den ehemaligen Federgewichts-Champion Max Holloway. Die Quoten sehen den Rückkehrer als Außenseiter, und die Datenlage gibt den Buchmachern recht.
Es ist eines der meistdiskutierten Comebacks in der Geschichte des Kampfsports: Conor McGregor steigt am Samstagabend (Ortszeit) in der T-Mobile Arena von Las Vegas zum ersten Mal seit Juli 2021 wieder ins Octagon. Damals, bei UFC 264, brach sich der Ire im dritten Kampf gegen Dustin Poirier das Schienbein und musste den Ring auf einer Trage verlassen. Fünf Jahre, mehrere Operationen und eine 18-monatige Anti-Doping-Sperre später soll UFC 329 nun die triumphale Rückkehr werden. Der Gegner ist mit Max Holloway allerdings alles andere als ein Aufbaugegner.
UFC 329 in Las Vegas: Datum, Anstoßzeit und Übertragung im deutschsprachigen Raum
UFC 329 findet im Rahmen der jährlichen International Fight Week statt. Die Main Card mit fünf Kämpfen beginnt in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 3:00 Uhr deutscher Zeit (MESZ). Der Hauptkampf McGregor gegen Holloway ist für circa 5:00 Uhr MESZ angesetzt, die exakte Startzeit hängt von der Dauer der vorherigen Kämpfe ab.
| Datum | Samstag, 11. Juli 2026 (Ortszeit) / Sonntag, 12. Juli 2026 (MESZ) |
| Austragungsort | T-Mobile Arena, Las Vegas (Nevada) |
| Hauptkampf | Conor McGregor (22-6) vs. Max Holloway (27-9) |
| Gewichtsklasse | Weltergewicht (170 lbs / 77 kg) |
| Uhrzeit Main Card | 3:00 Uhr MESZ |
| Uhrzeit Hauptkampf (ca.) | 5:00 Uhr MESZ |
| Übertragung (DACH) | DAZN |
| Übertragung (USA) | Paramount+ |
Im deutschsprachigen Raum überträgt DAZN sämtliche UFC-Events live. Die Übertragung beginnt mit der Main Card um 3:00 Uhr MESZ, Kommentator ist Mark Bergmann, als Experte ist MMA-Kämpfer Emilio Quissua im Einsatz. In den USA läuft UFC 329 als Pay-per-View-Event bei Paramount+.
McGregors Bilanz seit 2017: Drei Niederlagen in vier Kämpfen und eine lange Pause
Die Zahlen erzählen eine ernüchternde Geschichte. Seit dem Showkampf gegen Boxlegende Floyd Mayweather im August 2017 hat McGregor nur noch vier MMA-Kämpfe bestritten. Einen davon gewann er (gegen Donald Cerrone in 40 Sekunden bei UFC 246 im Januar 2020), drei verlor er: gegen Khabib Nurmagomedov bei UFC 229 (Oktober 2018) durch Submission sowie zweimal gegen Dustin Poirier bei UFC 257 (Januar 2021, KO in der zweiten Runde) und UFC 264 (Juli 2021, TKO nach Beinbruch). Die Gesamtbilanz von 22 Siegen bei 6 Niederlagen ist beeindruckend, aber die jüngste Tendenz zeigt klar nach unten.
Dazu kommt das Alter. McGregor wird am 14. Juli, drei Tage nach UFC 329, 38 Jahre alt. In seiner Glanzzeit zwischen 2013 und 2016 galt er als einer der präzisesten Schlagkünstler, die der Käfigsport je gesehen hat. Der 13-Sekunden-Knockout gegen José Aldo im Dezember 2015 und die gleichzeitige Titelträgerschaft in zwei Gewichtsklassen (Feder- und Leichtgewicht) begründeten seinen Ruf als bester Fighter seiner Generation. Ob diese Qualitäten nach einer fünfjährigen Wettkampfpause noch abrufbar sind, ist die zentrale Frage dieses Comebacks.
Max Holloway: Warum der Gegner kein Sparringspartner ist
Max Holloway gehört zu den dekoriertesten Kämpfern der UFC-Geschichte. Der 34-jährige Hawaiianer hielt den Federgewichtstitel von 2017 bis 2019 und verteidigte ihn dreimal erfolgreich. In den vergangenen fünf Jahren, in denen McGregor pausierte, bestritt Holloway sieben UFC-Kämpfe und gewann vier davon. Zuletzt unterlag er im März 2026 bei UFC 326 dem ehemaligen Leichtgewichts-Champion Charles Oliveira nach Decision, zeigte aber eine Leistung, die seine anhaltende Wettbewerbsfähigkeit auf höchstem Niveau unterstrich.
Bei UFC 329 steigt Holloway erstmals im Weltergewicht (77 kg) in den Käfig. Das zusätzliche Gewicht dürfte ihm entgegenkommen: Der 1,80 Meter große Fighter musste in der Vergangenheit regelmäßig drastisch abspecken, um die Federgewichtsgrenze von 66 kg zu erreichen. Im Weltergewicht kann er natürlicher kämpfen und seine Schlagkraft voll entfalten.
Die Vorgeschichte zwischen beiden Kämpfern reicht 13 Jahre zurück. Bei UFC Fight Night 26 im August 2013 gewann McGregor das Erstduell einstimmig nach Punkten. Beide standen damals am Anfang ihrer UFC-Karriere. Holloway hat seither 20 weitere Kämpfe bestritten, McGregor 11. Die Frage, wer sich stärker weiterentwickelt hat, beantwortet die Kampfpraxis eindeutig zugunsten des Hawaiianers.
Die Quoten zum Hauptkampf: McGregor als Außenseiter mit klarer Begründung
Die Buchmacher sehen Max Holloway als deutlichen Favoriten. Holloways Siegquote liegt bei rund 1,38, was einer implizierten Wahrscheinlichkeit von circa 72 Prozent entspricht. McGregor wird mit einer Quote um 2,80 als Außenseiter gehandelt (implizierte Wahrscheinlichkeit circa 36 Prozent).
| Markt | Quote |
| Sieg McGregor | 2,80 |
| Sieg Holloway | 1,38 |
| McGregor durch KO/TKO | 3,70 |
| McGregor durch Decision | 12,00 |
| Holloway durch KO/TKO | 1,85 |
| Holloway durch Decision | 6,00 |
Quoten Stand: 09.07.2026. Angaben ohne Gewähr. 18+ / AGB gelten.
Die Quotenstruktur spiegelt die sportliche Ausgangslage wider. Holloways wahrscheinlichster Weg zum Sieg führt über einen KO oder TKO (Quote 1,85), was darauf hindeutet, dass die Buchmacher McGregors Kinnfestigkeit nach fünf Jahren Pause und im Alter von 37 Jahren als angreifbar einschätzen. McGregors realistischstes Szenario für einen Sieg wäre ein früher Knockout (Quote 3,70), weil seine berühmte Linksgerade in der ersten Runde historisch die größte Durchschlagskraft entfaltet. Je länger der Kampf dauert, desto stärker verschiebt sich das Kräfteverhältnis zugunsten des konditionell überlegenen Holloway.
Rechtlicher Hinweis: Wetten auf MMA- und UFC-Kämpfe sind in Deutschland aufgrund der geltenden Regulierung nicht zugelassen. In Österreich bestehen keine entsprechenden Einschränkungen, dort sind UFC-Wettmärkte bei lizenzierten Anbietern verfügbar.
Die komplette Fight Card von UFC 329 im Überblick
Neben dem Hauptkampf bietet UFC 329 eine dicht besetzte Karte mit insgesamt 13 Fights. Die Main Card startet um 3:00 Uhr MESZ mit fünf Kämpfen.
| Kampf (Main Card) | Gewichtsklasse |
| Conor McGregor vs. Max Holloway | Weltergewicht |
| Benoît Saint Denis vs. Paddy Pimblett | Leichtgewicht |
| Cory Sandhagen vs. Mario Bautista | Bantamgewicht |
| Brandon Royval vs. Lone’er Kavanagh | Fliegengewicht |
| King Green vs. Terrance McKinney | Leichtgewicht |
Besonders der Co-Hauptkampf zwischen dem Franzosen Benoît Saint Denis (17-3) und dem Engländer Paddy Pimblett (23-5) verdient Aufmerksamkeit. Saint Denis hat seine letzten vier Kämpfe allesamt durch Stoppage gewonnen und gilt als einer der gefährlichsten Leichtgewichtler der Division. Pimblett kommt nach seiner ersten UFC-Niederlage gegen den amtierenden Champion Justin Gaethje bei UFC 324 im Januar und hat einen Punkt zu beweisen.
Einordnung: Warum McGregors Comeback mehr Show als Titelanspruch ist
Die sportliche Realität hinter dem Comeback ist nüchterner, als es die Vermarktungsmaschinerie vermuten lässt. McGregor hat seit über fünf Jahren keinen Kampf mehr bestritten und seit über sechs Jahren keinen gewonnen, der gegen einen Gegner auf Top-Niveau stattfand. Die Anti-Doping-Problematik (drei versäumte Tests 2024, 18-monatige Sperre bis März 2026) wirft zusätzliche Fragen nach seiner physischen Verfassung auf. Und die Wahl des Weltergewichts als Gewichtsklasse ist ein weiteres Indiz dafür, dass es in erster Linie um die Machbarkeit des Kampfes geht, nicht um eine Titelkampagne: Weder McGregor noch Holloway waren jemals Weltergewichts-Champion, und keiner der beiden ist in dieser Division gerankt.
Was McGregor allerdings unverändert mitbringt, ist seine Fähigkeit, Kämpfe in globale Ereignisse zu verwandeln. UFC 329 dürfte eines der meistgesehenen MMA-Events des Jahres werden, und die Pay-per-View-Zahlen werden voraussichtlich die Marke von zwei Millionen Käufen übersteigen. Aus sportlicher Sicht ist die entscheidende Frage nicht, ob McGregor gewinnt, sondern wie er verliert, falls Holloway die Favoritenrolle bestätigt. Eine kompetitive Niederlage nach fünf Runden würde den Weg für weitere lukrative Kämpfe ebnen. Ein früher Knockout durch Holloway wäre dagegen ein Abschied ohne zweite Chance.
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