Die Gastgeber von Celtic Glasgow gehen mit einer klar definierten Ausgangslage in diese Begegnung. Mit einer beeindruckenden Serie von zuletzt acht Siegen und zwei Unentschieden unter Trainer Martin O’Neill hat sich das Team stabilisiert und strotzt vor Selbstvertrauen. Der 4:2-Erfolg gegen Utrecht im vergangenen Monat sicherte den Schotten den verdienten Platz in dieser K.-o.-Runde, was die Fans bereits von einer Wiederholung der glorreichen Saison 2002/03 träumen lässt.
Der VfB Stuttgart hingegen reist mit einer ebenso starken Formkurve nach Glasgow. Die Mannschaft von Sebastian Hoeneß feierte zuletzt fünf Siege aus den vergangenen sechs Partien und präsentierte sich dabei als geschlossene Einheit. Mit dieser Formstärke stehen die Schwaben erstmals seit der Saison 2012/13 wieder in dieser entscheidenden Phase eines europäischen Wettbewerbs. Die Quoten spiegeln die knappe Rollenverteilung wider: Ein Auswärtssieg der Stuttgarter wird mit einer Quote von 2,15 bewertet, während ein Erfolg der Hausherren bei 3,25 liegt. Ein richtungsweisendes Duell zwischen einem schottischen Schwergewicht, das auf seine enorme Heimstärke setzt, und einem deutschen Bundesligisten, der besonders in der Schlussphase der Spiele eine außergewöhnliche Effizienz an den Tag legt.
Formanalyse: Celtic Glasgow

Besonders in der Offensive verfügt Celtic über Akteure, die in der Lage sind, Spiele auf internationalem Niveau zu entscheiden. Benjamin Nygren ist derzeit der torgefährlichste Akteur im Kader: Mit 3 Toren und 2 Vorlagen in 526 Spielminuten beweist der 24-Jährige eine bemerkenswerte Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse. Unterstützt wird er im Mittelfeld von Reo Hatate, der mit 3 Treffern und einem Assist wichtige Impulse aus der Zentrale setzt. Auch die Defensive strahlt bei Standardsituationen Torgefahr aus, was Auston Trusty mit seinen 2 Toren in 450 Minuten Spielzeit bereits unter Beweis stellte. Verzichten muss Trainer O’Neill allerdings auf Arne Engels, dessen Oberschenkelverletzung eine erhebliche Lücke im kreativen Zentrum hinterlässt. Diese muss nun voraussichtlich durch die Routine von Kapitän Callum McGregor geschlossen werden, der mit 720 Einsatzminuten der unumstrittene Dauerbrenner der Schotten ist.
Im Tor ist Kasper Schmeichel mit seinen 39 Jahren der erfahrene Rückhalt, auf den sich die Mannschaft verlassen kann. Mit insgesamt 30 Paraden in der bisherigen UEL-Kampagne belegt er den siebten Platz in der Statistik des Wettbewerbs. Die Hintermannschaft um Liam Scales und Cameron Carter-Vickers wird gegen die spielstarken Stuttgarter jedoch am Limit agieren müssen. Da Celtic eines von nur fünf Teams ist, das in der bisherigen Gruppenphase keine „weiße Weste“ wahren konnte, liegt das Hauptaugenmerk darauf, die defensive Ordnung über die volle Distanz zu halten und gleichzeitig die offensive Effizienz von Nygren und Daizen Maeda zu nutzen.
Formanalyse: VfB Stuttgart

Die Offensive wird von einem variablen und torgefährlichen Kollektiv getragen. Bilal El Khannouss zeigt mit 3 Toren in nur 386 Minuten seine ganze Klasse im Mittelfeld. An seiner Seite operiert Deniz Undav, der in 417 Minuten bereits 2 Tore erzielte und zudem 4 Treffer seiner Kollegen vorbereitete. Seine Fähigkeit, Räume zu deuten, macht ihn zum zentralen Dreh- und Angelpunkt im Angriffsspiel der Schwaben. Auch Ermedin Demirovic hat seine Treffsicherheit zuletzt mit einem Doppelpack unterstrichen. Eine beeindruckende statistische Besonderheit lässt sich bei der Zeitplanung der Tore erkennen: Acht der letzten neun Stuttgarter Treffer wurden erst nach dem Seitenwechsel erzielt, sieben davon sogar nach der 83. Spielminute. Dies verdeutlicht die exzellente physische Verfassung und den unbändigen Siegeswillen des Kaders.
In der Defensive ist Alexander Nübel mit 630 Spielminuten der sichere Rückhalt im Tor. Vor ihm agiert Maximilian Mittelstädt, der mit einem Tor und einer Vorlage seine Offensivqualitäten als Außenverteidiger unterstreicht. Auf der rechten Abwehrseite sorgt Lorenz Assignon für defensive Robustheit, auch wenn er mit 19 begangenen Fouls eine aggressive Spielweise an den Tag legt. Im Mittelfeld zieht Angelo Stiller die Fäden und sorgt für die nötige Balance zwischen den Mannschaftsteilen. Trainer Hoeneß muss im Hinspiel allerdings auf den krankheitsbedingten Ausfall von Luca Jaquez reagieren. Dennoch wirkt der VfB Stuttgart in der Breite qualitativ hochwertig besetzt, was besonders in der entscheidenden Schlussphase den Unterschied zugunsten der Gäste ausmachen könnte.
Head-to-Head Vergleich
Die historische Bilanz der direkten Duelle zwischen diesen beiden Vereinen geht auf das Jahr 2003 zurück, als man sich im UEFA-Cup gegenüberstand.
- 27.02.03 (Europa League): VfB Stuttgart 3-2 Celtic Glasgow
- 20.02.03 (Europa League): Celtic Glasgow 3-1 VfB Stuttgart In der damaligen Begegnung konnte Celtic Glasgow durch den 3:1-Heimsieg und das Gesamtergebnis von 5:4 in das Viertelfinale einziehen. Beide Teams gewannen damals jeweils ihr Heimspiel, was die Bedeutung des Heimvorteils in dieser Paarung historisch unterstreicht.
Letzte 5 Spiele von Celtic Glasgow und VfB Stuttgart
| Team | Spiel 1 | Spiel 2 | Spiel 3 | Spiel 4 | Spiel 5 |
| Celtic Glasgow | S | S | S | S | S |
| VfB Stuttgart | S | N | S | S | S |
Taktische Analyse
Celtic Glasgow: Trainer Martin O’Neill wird voraussichtlich auf ein kompaktes 4-3-3-System setzen, um die Räume im Mittelfeld gegen die spielstarken Stuttgarter eng zu machen. Der Fokus liegt darauf, die Bälle nach Ballgewinn schnell auf Benjamin Nygren und Daizen Maeda zu spielen, um deren Schnelligkeit in Umschaltmomenten zu nutzen. Die Defensive muss besonders bei Flanken konzentriert agieren, da Stuttgart über kopfballstarke Abnehmer verfügt. Callum McGregor wird als erfahrener Leader die Aufgabe haben, das Tempo des Spiels zu kontrollieren und die Verbindung zwischen Abwehr und Angriff stabil zu halten.
VfB Stuttgart: Sebastian Hoeneß bevorzugt ein flexibles 4-2-3-1, das auf Ballbesitz und Kontrolle ausgelegt ist. Die Außenverteidiger Mittelstädt und Assignon schalten sich permanent in die Angriffe ein, um Überzahlsituationen am Flügel zu kreieren. Deniz Undav agiert oft als freier Radikal zwischen den Linien, der die Bälle für Demirovic oder die nachrückenden Flügelspieler Leweling und Führich verteilt. Stuttgart wird versuchen, das Spiel zu dominieren und Celtic durch langanhaltende Ballpassagen müde zu spielen, um dann in der gewohnt starken Schlussphase zuzuschlagen. Das aggressive Gegenpressing nach Ballverlust soll verhindern, dass Celtic seine gefährlichen Konter einleiten kann.
Wettoptionen und Quoten
| ERGEBNIS | 1 | X | 2 |
| QUOTE | 3,25 | 3,60 | 2,15 |
Neben der klassischen Drei-Weg-Wette bieten sich für dieses Spiel weitere interessante Möglichkeiten an, um von der statistischen Ausgangslage zu profitieren:
| Wette | Quote | Erklärung |
| BEIDE TEAMS TREFFEN | 1,85 | Beide Offensiven sind in Topform und defensiv anfällig |
| ÜBER / UNTER TORE | 1,75 | Über 2,5 Tore aufgrund der offensiven Ausrichtung wahrscheinlich |
| DENIZ UNDAV ERZIELT EIN TOR | 2,60 | Stuttgarter Schlüsselspieler mit hoher Abschlussqualität |
| Doppelte Chance | 1,33 | Stuttgart verliert das Hinspiel in Glasgow nicht (X2) |
Wett-Tipp & Prognose: Celtic Glasgow – VfB Stuttgart | Europa League (19.02.2026)
Das Aufeinandertreffen im Celtic Park verspricht Hochspannung, da zwei formstarke Mannschaften in der ersten K.-o.-Runde der Europa League aufeinandertreffen. Während Celtic Glasgow unter Martin O’Neill eine beeindruckende Serie von fünf Heimsiegen in Folge vorweisen kann und von der einzigartigen Atmosphäre im eigenen Stadion profitiert, reist der VfB Stuttgart mit der individuellen Qualität eines Bundesligisten und einer enormen mentalen Stärke an. Die Statistiken verdeutlichen, dass beide Teams offensiv brandgefährlich sind: Celtic erzielte zuletzt regelmäßig mehrere Treffer pro Spiel, während Stuttgart besonders in den Schlussminuten (sieben Tore nach der 83. Minute in den letzten Spielen) Spiele drehen oder entscheiden kann.
Die individuelle Klasse von Spielern wie Deniz Undav und Bilal El Khannouss sowie die taktische Flexibilität unter Sebastian Hoeneß machen Stuttgart zum leichten Favoriten, auch wenn Celtic durch Akteure wie Benjamin Nygren und die Paraden von Kasper Schmeichel dagegenhalten wird. Da beide Defensivreihen in diesem Wettbewerb selten ohne Gegentor blieben, ist eine torreiche Begegnung fast vorprogrammiert. Stuttgart wird versuchen, das Spiel zu kontrollieren, während Celtic auf die Wucht der Zuschauer und schnelles Umschaltspiel setzt. Angesichts der Stuttgarter Auswärtsbilanz und der offensiven Power auf beiden Seiten erwarten wir ein Spiel, in dem beide Mannschaften zum Erfolg kommen werden, der Bundesligist am Ende aber die besseren Karten für das Rückspiel behalten sollte.
- Unser Tipp: Kombiwette – Doppelte Chance X2 & Beide Teams treffen (Quote: 2,46)
- Ergebnisprognose: 1:2 für VfB Stuttgart





















