Die Ausgangslage für dieses Duell ist von deutlichen Kontrasten geprägt. Real Madrid belegt derzeit mit 12 Punkten aus sechs Spielen den 7. Tabellenplatz. Die „Königlichen“ konnten bisher vier Siege einfahren, mussten jedoch auch zwei Niederlagen hinnehmen. Mit einem Torverhältnis von 13:7 zeigt sich die Mannschaft gewohnt offensivstark, sucht aber unter der neuen Leitung von Álvaro Arbeloa noch nach der absoluten defensiven Balance. AS Monaco hingegen findet sich auf dem 19. Rang wieder. Mit 9 Punkten aus sechs Partien (zwei Siege, drei Unentschieden, eine Niederlage) ist das Team zwar noch im Rennen um die Playoff-Plätze, hinkt den eigenen Erwartungen jedoch besonders auf nationaler Ebene hinterher. Während Monaco in der Champions League eine beachtliche Serie von fünf Spielen ohne Niederlage vorweisen kann, verliefen die letzten Wochen in der Ligue 1 mit vier Niederlagen in Folge katastrophal. Die Quoten spiegeln die Favoritenrolle der Madrilenen deutlich wider: Ein Heimsieg wird mit einer Quote von 1,32 bewertet, während ein Erfolg der Monegassen mit 9,30 als große Überraschung eingestuft wird. Ein Unentschieden liegt bei einer Quote von 6,25.
Formanalyse: Real Madrid

Besonders im Fokus steht Kylian Mbappé. Der französische Superstar hat neun der bisherigen 13 Champions-League-Tore der Madrilenen in dieser Saison erzielt. Gegen seinen Ex-Klub aus Monaco ist er traditionell hochmotiviert; in 14 Begegnungen gegen die Monegassen war er bereits an 15 Treffern direkt beteiligt. Mbappé bringt mit seinen 27 Jahren und einer enormen Erfahrung die nötige Kaltschnäuzigkeit mit. Unterstützt wird er in der Offensive von Vinícius Júnior, der mit 25 Jahren und 452 Einsatzminuten in dieser CL-Saison bereits drei Torvorlagen beigesteuert hat. Auch das junge Talent Arda Güler, der in 403 Minuten zwei Tore vorbereitete, sorgt für kreative Momente im Mittelfeld.
Die Defensive bereitet Arbeloa jedoch Sorgen. Durch die Gelbsperre von Álvaro Carreras und die verletzungsbedingten Ausfälle von David Alaba, Eder Militao und Antonio Rüdiger ist die Hintermannschaft stark dezimiert. Hier müssen junge Akteure wie Raul Asencio (22 Jahre) und der erst 20-jährige Dean Huijsen Verantwortung übernehmen. Zwischen den Pfosten ist Thibaut Courtois mit seinen 33 Jahren und 450 Minuten CL-Erfahrung der gewohnt sichere Rückhalt, auch wenn er in dieser Saison bereits ein Gegentor nach einem Elfmeter hinnehmen musste. Real wird versuchen, über Ballbesitz und das schnelle Umschaltspiel von Jude Bellingham (310 Minuten) die Kontrolle zu behalten, muss aber wachsam gegenüber den Kontern der Gäste sein.
Formanalyse: AS Monaco

Ein Hoffnungsträger im Sturm ist Folarin Balogun. Der 24-Jährige ist mit drei Treffern der beste Torschütze der Monegassen im Europapokal und könnte mit einem weiteren Tor einen Vereinsrekord einstellen. Flankiert wird er von Maghnes Akliouche, der in 522 Minuten bereits zwei Tore vorbereitet hat und als einer der kreativsten Köpfe im Team gilt. Auch der erfahrene Takumi Minamino ist ein wichtiger Faktor, fällt jedoch für dieses Spiel verletzungsbedingt aus, was die Offensivkraft Monacos empfindlich schwächt. Im Mittelfeld zieht Denis Zakaria die Fäden, während Lamine Camara mit seiner Dynamik für Entlastung sorgt.
In der Verteidigung setzt Monaco auf die Routine von Thilo Kehrer (29 Jahre, 420 Minuten) und Mohammed Salisu. Besonders auffällig ist die statistische Tendenz der Monegassen zu späten Toren: In drei der letzten vier Auswärtsspiele in der Königsklasse trafen sie erst nach der 80. Minute. Zudem fiel in keinem der letzten drei Pflichtspiele ein Tor vor der 25. Minute. Diese defensive Stabilität in der Anfangsphase wird im Bernabéu essenziell sein, um den ersten Ansturm der Madrilenen zu überstehen. Im Tor steht mit Philipp Köhn ein verlässlicher Keeper, der in 360 CL-Minuten dieser Saison bereits sein Können unter Beweis gestellt hat. Der 36-jährige Lukáš Hradecký fungiert als erfahrener Backup, kam bisher jedoch nur auf 180 Einsatzminuten.
Head-to-Head Vergleich
Die historische Bilanz zwischen Real Madrid und AS Monaco ist überschaubar, birgt aber eine der denkwürdigsten Überraschungen der Champions-League-Geschichte.
- 06.04.2004 (CL-Viertelfinale): AS Monaco 3-1 Real Madrid
- 24.03.2004 (CL-Viertelfinale): Real Madrid 4-2 AS Monaco
In der Saison 2003/2004 trafen die beiden Vereine im Viertelfinale aufeinander. Nachdem Real Madrid das Hinspiel zu Hause mit 4:2 gewonnen hatte, sah alles nach einem sicheren Halbfinaleinzug der „Galaktischen“ aus. Doch Monaco drehte im Rückspiel im Fürstentum die Partie, siegte mit 3:1 und zog aufgrund der damals noch geltenden Auswärtstorregel in die nächste Runde ein. Seitdem gab es keine weiteren Pflichtspielbegegnungen zwischen diesen beiden Clubs.
Letzte 5 Spiele von Real Madrid und AS Monaco
| Team | Spiel 1 | Spiel 2 | Spiel 3 | Spiel 4 | Spiel 5 |
| Real Madrid | S | N | N | S | S |
| AS Monaco | N | S | N | S | N |
Taktische Analyse
Real Madrid unter Álvaro Arbeloa wird voraussichtlich in einem klassischen 4-3-3 agieren. Der Fokus liegt darauf, die offensive Dreierreihe um Mbappé und Vinícius Júnior schnell in Szene zu setzen. Das Mittelfeld mit Bellingham, Camavinga und Tchouaméni soll durch hohes Pressing Ballverluste provozieren. Aufgrund der personellen Engpässe in der Abwehr ist jedoch mit einer etwas vorsichtigeren Positionierung der Außenverteidiger, insbesondere Trent Alexander-Arnold, zu rechnen. Arbeloa wird versuchen, die Kontrolle im Zentrum zu behaupten, um Monaco erst gar nicht in Kontersituationen kommen zu lassen.
AS Monaco wird vermutlich eine defensivere Ausrichtung wählen, etwa ein 4-2-3-1 oder ein kompaktes 4-4-2. Ziel von Pocognoli wird es sein, die Räume vor dem eigenen Strafraum extrem eng zu machen und Mbappé den Platz für seine Sprints zu nehmen. Mit Zakaria und Camara verfügt Monaco über zweikampfstarke Sechser, die den Spielfluss der Madrilenen stören sollen. Im Umschaltspiel wird viel auf die Schnelligkeit von Balogun und die Übersicht von Akliouche ankommen. Monaco wird darauf spekulieren, das Spiel lange offen zu halten, da sie statistisch gesehen in der Schlussphase besonders gefährlich sind.
Voraussichtliche Aufstellungen
Real Madrid (4-3-3): Courtois – Alexander-Arnold, Asencio, Huijsen, Mendy – Bellingham, Camavinga, Tchouaméni – Rodrygo, Mbappé, Vinícius Júnior
AS Monaco (4-2-3-1): Köhn – Vanderson, Kehrer, Salisu, Caio – Zakaria, Camara – Akliouche, Golovin, Diatta – Balogun
Wettoptionen und Quoten
| Ergebnis | 1 | Quote X | Quote 2 |
| Quoten | 1,32 | 6,25 | 9,30 |
Für das Spiel im Bernabéu bieten sich über die klassische Sieg-Wette hinaus weitere interessante Wettmöglichkeiten an:
| Wettoption | Quote | Beschreibung |
| Beide Teams treffen: Nein | 2,15 | Monaco offensiv ohne Minamino geschwächt |
| Real Madrid gewinnt zu Null | 2,35 | Defensive Stabilität der Hausherren erwartet |
| Erstes Tor nach der 20. Minute | 1,90 | Beide Teams mit verhaltenem Beginn |
| Kylian Mbappé erzielt mindestens 2 Tore | 3,80 | Topscorer gegen seinen Ex-Verein |
Wett-Tipp & Prognose: Real Madrid – AS Monaco | Champions League (20.01.2026)
Die Rollenverteilung vor diesem 7. Spieltag der Champions League ist eindeutig. Real Madrid geht als klarer Favorit in die Partie, nicht nur aufgrund des Heimvorteils im Santiago Bernabéu, sondern auch wegen der individuellen Klasse von Spielern wie Kylian Mbappé, der mit neun Toren in dieser CL-Saison in absoluter Topform agiert. Zwar muss Trainer Álvaro Arbeloa bei seinem Debüt auf wichtige Stützen in der Defensive verzichten, doch die Offensivkraft der Madrilenen sollte ausreichen, um eine monegassische Mannschaft unter Druck zu setzen, die sich derzeit in einer tiefen nationalen Krise befindet. Monaco hat zwar in der Champions League eine gute Serie vorzuweisen, doch der Ausfall von Takumi Minamino wiegt schwer und schmälert die Durchschlagskraft der Gäste erheblich.
Statistisch gesehen ist mit einem Spiel zu rechnen, das in der Anfangsphase von taktischer Vorsicht geprägt sein könnte. Monaco neigt dazu, defensiv stabil zu beginnen und erst spät in der Partie Tore zu erzielen, während Real Madrid oft eine gewisse Anlaufzeit benötigt, um die Lücken in gegnerischen Abwehrreihen zu finden. Dennoch ist die Qualität der „Königlichen“ zu hoch, als dass Monaco über 90 Minuten standhalten könnte. Besonders die Heimstärke der Spanier gegen französische Teams spricht eine deutliche Sprache. Wir erwarten einen kontrollierten Auftritt der Madrilenen, die versuchen werden, das Spiel frühzeitig zu entscheiden, um keine unnötigen Risiken in der dezimierten Defensive einzugehen. Angesichts der Offensivpower von Mbappé und der aktuellen Verunsicherung der Monegassen ist ein deutlicher Heimsieg das wahrscheinlichste Szenario.
- Unser Tipp: Kombiwette – Sieg Real Madrid & Beide Teams erzielen ein Tor: Nein (Quote: 2,84)
- Ergebnisprognose: 3:0 für Real Madrid





