Für die Gastgeber aus Dortmund verlief die bisherige Spielzeit weitestgehend nach Plan. Mit 36 Punkten aus 17 Spielen hat sich die Mannschaft von Trainer Niko Kovač fest auf dem zweiten Tabellenplatz etabliert. Der Rückstand auf den Spitzenreiter Bayern München ist zwar beträchtlich, doch die Schwarz-Gelben spielen ihre punktbeste Saison seit der Spielzeit 2018/2019. Die Bilanz von zehn Siegen, sechs Unentschieden und nur einer einzigen Niederlage unterstreicht die enorme Konstanz der Westfalen. Besonders die Heimstärke im Signal Iduna Park, der mit 81.365 Zuschauern wieder bis auf den letzten Platz gefüllt sein wird, ist beeindruckend.
Der FC St. Pauli hingegen findet sich am anderen Ende der Tabelle wieder. Mit nur 12 Punkten aus 16 absolvierten Partien belegen die Hamburger den 17. Tabellenplatz. Die Bilanz von drei Siegen, drei Unentschieden und zehn Niederlagen verdeutlicht die Schwierigkeiten, die der Aufsteiger in der höchsten deutschen Spielklasse hat. Vor allem die Offensive erweist sich mit nur 14 erzielten Treffern als zu harmlos, um in der Bundesliga dauerhaft bestehen zu können. Die Quoten spiegeln diese krasse Diskrepanz wider: Ein Heimsieg der Dortmunder wird mit einer Quote von 1,34 bewertet, während ein Erfolg der Gäste bei einer Quote von 10,50 liegt. Ein Unentschieden wird mit 5,50 quotiert.
Formanalyse: Borussia Dortmund

In der Offensive zieht Julian Brandt die Fäden. Der 29-jährige Mittelfeldakteur stand bisher 764 Minuten auf dem Platz und erzielte dabei vier Tore. Er ist der kreative Kopf, der die Spitzen immer wieder in Szene setzt. Ganz vorne hat Serhou Guirassy nach einer kurzen Durststrecke von sieben torlosen Spielen wieder zu seiner Form gefunden. Sein Treffer zum 3:0 gegen Bremen war sein sechstes Saisontor in 1283 Einsatzminuten. Bemerkenswert bei Guirassy ist seine Effizienz: In fünf seiner sieben Spiele, in denen er traf, erzielte er das entscheidende Tor. Unterstützt wird er vom jungen Maximilian Beier, der in 852 Minuten bereits fünf Tore erzielen konnte und mit seiner Spritzigkeit jede Abwehr vor Probleme stellt. Auch Karim Adeyemi ist mit vier Toren in 767 Minuten ein ständiger Unruheherd auf den Außenbahnen.
Die Defensive wird vom erfahrenen Duo Nico Schlotterbeck und Waldemar Anton angeführt. Schlotterbeck absolvierte bisher 1170 Minuten und steuerte sogar zwei Treffer bei, während Anton in 1350 Minuten zum unangefochtenen Stammpersonal gehört. Im Tor ist Gregor Kobel mit seinen 28 Jahren der gewohnt sichere Rückhalt. Er stand in allen 17 Ligaspielen über die volle Distanz auf dem Platz (1530 Minuten) und ist ein entscheidender Faktor für die nur 15 Gegentore, die der BVB bisher kassierte – wobei nur drei dieser Gegentreffer vor der Halbzeitpause fielen.
Formanalyse: FC St. Pauli

Auswärts läuft es für die Kiezkicker besonders schleppend. Die Bilanz von einem Sieg, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen in der Fremde ist fast ein exaktes Spiegelbild der Dortmunder Heimstärke. In fünf dieser Auswärtsspiele kassierten die Hamburger mindestens zwei Gegentore. Ein Lichtblick ist Eric Smith, der unter der Woche gegen Wolfsburg traf. Der 29-Jährige ist nicht nur defensiv wichtig (1305 Minuten), sondern zeigt mit zwei Saisontoren auch offensive Präsenz – interessant dabei: Zwei seiner insgesamt vier Bundesliga-Tore erzielte er gegen den BVB. Im Angriff ruhen die Hoffnungen auf Oladapo Afolayan und Andreas Hountondji. Hountondji erzielte in 619 Minuten vier Tore, wird aber im kommenden Spiel aufgrund einer Sprunggelenksverletzung voraussichtlich fehlen.
Das Mittelfeld wird normalerweise von Jackson Irvine angeführt, der jedoch das Wolfsburg-Spiel verletzungsbedingt verpasste. Sein Fehlen wiegt schwer, da er als Kapitän und Antreiber im Zentrum fungiert. In der Defensive ist Karol Mets mit 32 Jahren der erfahrenste Akteur, doch auch er konnte die 28 Gegentore in dieser Saison nicht verhindern. Torhüter Nikola Vasilj stand bisher 1440 Minuten zwischen den Pfosten und wird im Signal Iduna Park vermutlich einen Arbeitstag der Extraklasse benötigen, um die Dortmunder Offensive zu stoppen. Die Personalsituation ist angespannt, da neben Hountondji auch Danel Sinani (Wadenverletzung) fraglich ist und Ricky-Jade Jones im letzten Spiel verletzt ausgewechselt werden musste.
Head-to-Head Vergleich
Die historische Bilanz zwischen diesen beiden Vereinen ist eindeutig. Der BVB hat nur eines der letzten 15 direkten Duelle gegen den FC St. Pauli verloren und ist in der Bundesliga seit 1989 gegen die Hamburger ungeschlagen. Dennoch gab es in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Überraschungen.
- 23.08.25 (Bundesliga): FC St. Pauli 3-3 Borussia Dortmund
- 01.03.25 (Bundesliga): FC St. Pauli 0-2 Borussia Dortmund
- 18.10.24 (Bundesliga): Borussia Dortmund 2-1 FC St. Pauli
Während Dortmund das Heimspiel im Oktober 2024 knapp mit 2:1 für sich entscheiden konnte, entführte St. Pauli im spektakulären Hinspiel der aktuellen Saison im August 2025 durch zwei späte Treffer ein 3:3-Unentschieden. Auch der Sieg von St. Pauli im DFB-Pokal 2021/2022 ist den Fans noch in Erinnerung, doch in der Bundesliga dominiert klar Schwarz-Gelb.
Letzte 5 Spiele von Borussia Dortmund und FC St. Pauli
| Team | Spiel 1 | Spiel 2 | Spiel 3 | Spiel 4 | Spiel 5 |
| Borussia Dortmund | S | U | S | U | U |
| FC St. Pauli | N | U | U | S | U |
Taktische Analyse
Borussia Dortmund: Niko Kovač lässt seine Mannschaft meist in einem flexiblen 4-3-3 oder 4-2-3-1 auflaufen. Der Fokus liegt auf einer kontrollierten Defensive und schnellen Umschaltmomenten über Adeyemi und Beier. Im Spielaufbau ist Julian Brandt der Fixpunkt, der sich oft tief fallen lässt, um das Spiel zu dirigieren. Eine große Stärke ist die Standardstärke sowie die Fähigkeit, in der zweiten Halbzeit noch einmal zuzulegen. Da der BVB nur sehr wenige Gegentore in der ersten Hälfte kassiert, können sie Spiele oft geduldig aufbauen.
FC St. Pauli: Alexander Blessin bevorzugt eine kompakte Formation, oft ein 5-3-2 oder ein tief stehendes 4-4-2, um die Räume vor dem eigenen Strafraum eng zu machen. Gegen spielstarke Mannschaften wie Dortmund verlegt sich St. Pauli fast ausschließlich auf Konter und Standardsituationen durch Eric Smith. Ohne den verletzten Jackson Irvine fehlt jedoch die ordnende Hand im Umschaltspiel. Die Hamburger werden versuchen, so lange wie möglich die Null zu halten, da sie wissen, dass sie gegen die Top-Teams der Liga offensiv nur begrenzte Möglichkeiten haben.
Voraussichtliche Aufstellungen
Borussia Dortmund (4-3-3): Kobel – Ryerson, Anton, Schlotterbeck, Bensebaini – Nmecha, Brandt, Sabitzer – Adeyemi, Guirassy, Beier
FC St. Pauli (5-3-2): Vasilj – Saliakas, Wahl, Mets, Smith, Ritzka – Dźwigała, Wagner, Boukhalfa – Afolayan, Kaars
Wettoptionen und Quoten
| Ergebnis | 1 | Quote X | Quote 2 |
| Quoten | 1,34 | 5,50 | 10,50 |
Neben der klassischen Drei-Weg-Wette bieten sich für dieses ungleiche Duell weitere interessante Ansätze an, um die Quote zu optimieren:
| Wettoption | Quote | Beschreibung |
| Sieg Dortmund & BTTS: Nein | 2,54 | Dortmund gewinnt ohne Gegentor |
| Handicap 0:2 Sieg BVB | 3,10 | BVB gewinnt mit mindestens 3 Toren Vorsprung |
| Guirassy trifft & Sieg BVB | 1,95 | Top-Stürmer trifft bei Heimsieg |
| Unter 3,5 Tore | 1,65 | Keine extreme Torflut erwartet |
Wett-Tipp & Prognose: Borussia Dortmund – FC St. Pauli | Bundesliga (17.01.2026)
Das Aufeinandertreffen im Signal Iduna Park am 18. Spieltag ist eine klassische David-gegen-Goliath-Situation. Borussia Dortmund ist aktuell die zweitstärkste Kraft im deutschen Fußball und hat besonders zu Hause eine fast unbezwingbare Festung errichtet. Mit sechs Heimsiegen ohne Gegentreffer in dieser Saison stellt der BVB eine Defensive, die für die harmlose Offensive des FC St. Pauli (nur 14 Tore insgesamt) kaum zu knacken sein dürfte. St. Pauli hat enorme Probleme gegen die Top-Teams der Liga und ist auswärts besonders anfällig, wie die fünf Spiele mit mindestens zwei Gegentoren beweisen.
Zwar konnte St. Pauli im Hinspiel ein 3:3 erkämpfen, doch die aktuelle Formkurve spricht klar gegen die Hamburger. Der Ausfall von wichtigen Stützen wie Jackson Irvine und Andreas Hountondji schwächt den Außenseiter zusätzlich. Dortmund hingegen kann aus dem Vollen schöpfen und hat mit Serhou Guirassy einen Stürmer in den Reihen, der pünktlich zum Rückrundenstart seinen Torriecher wiedergefunden hat. Die individuelle Qualität im Mittelfeld durch Julian Brandt und die Wucht von Maximilian Beier werden die Hamburger Defensive über 90 Minuten mürbe spielen. Wir erwarten ein Spiel, in dem Dortmund von Beginn an die Kontrolle übernimmt und defensiv gewohnt wenig zulässt. Aufgrund der statistischen Wahrscheinlichkeit, dass der BVB zu Hause die Null hält und gleichzeitig seine offensive Überlegenheit ausspielt, bietet sich eine Kombiwette an.
- Unser Tipp: Kombiwette – Sieg Borussia Dortmund & Beide Teams treffen: Nein (Quote: 3,40)
- Ergebnisprognose: 3:0 für Borussia Dortmund





